Seit 40 Jahren lassen sie es rocken!
Damals war das eine Rekordleistung, 103 Autos für einen einzigen Film zu Schrott zu fahren. Zwar wurden die «Blues Brothers» nur zwei Jahre später vom Podest gestoßen, aber während «Firebird Tornado» heute keine Sau mehr kennt, sind die beiden Brüder mit Sonnenbrille und schwarzem Anzug in die Annalen der Filmgeschichte eingegangen. Und nicht nur das, sie sind Kult sie können auch heutige Zuschauergenerationen mit einem Fingerschnips in ihren Bann ziehen. Das hätte sich Dan Aykroyd («Ghostbusters») und John Belushi (†33, «1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood») sicherlich nicht träumen lassen, als sie die «Blues Brothers» einst aus der Taufe holten.
Als Jake Blues (John Belushi) aus dem Staatsgefängnis entlassen wird, wartet bereits sein Bruder Elwood (Dan Aykroyd) in einem ausgemusterten Polizeiwagen, Marke Dodge Monaco, auf ihn. Die beiden wollen dem Waisenhaus einen Besuch abstatten, in dem sie groß geworden sind. Dort müssen sie jedoch erfahren, dass diese kirchliche Anstalt geschlossen werden soll, weil 5000 Dollar für die Steuer fehlen. Die Blues Brothers wollen das Geld auftreiben, aber wie, wenn es aus legalem Wege passieren soll. In der Kirche kommt Jake die Erleuchtung: Sie wollen ihre alte Band reaktivieren und die erforderliche Summe mit einem großen Konzert einspielen.
Übrigens ist dies die einzige Szene, in der John Belushi für einen kurzen Moment die Sonnenbrille abnimmt. Zuvor wurde der Schauspieler sechs Tage auf Drogenentzug gesetzt, damit man ihm in der Szene keine Suchtanzeichen ansieht. Die der längeren Fassung ist auch Dan Aykroyd mal ohne Brille zu sehen. Doch wenn sie ihre Auftritte absolvieren, sind sie stets mit Augengläsern zu sehen. Ihre schmetternden Musiknummern tragen sicherlich dazu bei, dass der Film auch heute noch so viele Zuschauer aus den Sitzen reißt, und die ‚Blues Brothers‘ sind wahrlich nicht die einzigen, die es rocken lassen.
Aber darauf kommt es letztlich gar nicht an. Das Erfolgsrezept hinter «Blues Brothers» ist gewiss, dass einem der Film wie eine große Party vorkommt, auf der alles erlaubt zu sein scheint, was Spaß macht, manchmal aber am Rande der Illegalität abläuft. Dazu passt es dann auch, die Polizei immer wieder an der Nase herumzuführen. Das führt wiederum zu mehreren spektakulären Verfolgungsjagden und Autocrashs, die sich auch 40 Jahre danach wirklich noch sehen lassen können und uns Staune lassen. 

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13.12.2020 11:16 Uhr 1