In der Vorweihnachtszeit müssen Familie Kino zu Hause erleben. Dies können sie unter anderem mit dem Spielfilm mit Uschi Glas.
Traditionell ist die Vorweihnachtszeit die Zeit, in der deutsche Familien mit Kind und Kegel besonders gern ins Kino gehen. Weshalb es jedes Jahr eine Flut von Kinderfilmen gibt, die generationsübergreifend unterhalten sollen. In diesem Jahr ist alles anders. Kein Kino, keine neuen Filme! Einmal mehr füllen die Streaming-Dienste diese Lücke, bestenfalls Familienfilme, die in den vier Monaten, in denen die Kinos zuletzt geöffnet sein durften, die Chance hatten, gezeigt zu werden.
Mit seiner Mutter Marion (Alwara Höfels) soll der neunjährige Max (Jona Eisenblätter) zukünftig auf einer echten Ritterburg ziehen. Doch die Begeisterung wird schnell getrübt, denn das alte Gemäuer wurde in ein Altersheim umfunktioniert, wo die Mama als Pflegerin arbeiten wird. In der Schule ist Max ein Außenseiter, neue Freunde findet er aber ausgerechnet aus den Reihen der Bewohner im Altersheim, inzwischen Außenseiter der Gesellschaft.
Basierend auf den ersten Band „Das schwarze Ass“ war es sicherlich eine gute Idee, die Verfilmung voll und ganz in die Hände des Autorenteams gegeben zu haben. Zumal Winfried Oelsner auch noch ein gestandener Regisseur ist, der fürs Fernsehen sowohl routinierte Filme («Tsunami») als auch bewegende Dokus («Projekt Gold - Eine deutsche Handball-WM») realisierte. Das hilft tatsächlich, den richtigen Ton zu treffen, um allen Generationen Identifikationsflächen zu bieten.
Das Ganze wird durch das leicht-lustige Zusammenspiel der jungen und alten Darsteller zusammengehalten. Jona Eisenblätter als titelgebender Max ist dabei angenehm unaufdringlich. Thomas Thieme («Das Leben der Anderen») und Günther Maris Halmer («Familienfest») sind sowieso stets sehenswert, aber der eigentliche Hammer ist Uschi Glas. Die heute 76-Jährige hat schon in der «Fack ju Göhte»-Kinoreihe hinsichtlich ihrer „Pauker“-Komödien wie «Die Lümmel von der ersten Reihe» oder «Zur Hölle mit den Paukern» aus den Sechziger- und Siebzigerjahren viel Selbstironie bewiesen. 

• Max und die wilde 7 • Tsunami • Die drei Fragezeichen • Die Pfefferkörner • Das Leben der Anderen • Familienfest • Fack ju Göhte • Die Lümmel von der ersten Reihe • Zur Hölle mit den Paukern • Winnetou und das Halbblut Apanatschi • Zur Sache Schätzchen
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