Die zweiteilige arte-Dokumentation «Pop Utopia» behandelt Gesellschaftsträume und die dazugehörige Musik.
arte setzt diesen Sommer einen Programmschwerpunkt: Angesichts globaler gesundheitlicher Sorgen und Existenzängste will der Kultursender in den warmen Monaten ein kunstvolles Gegengewicht bieten – in Form des 'Summer of Dreams'. Dieser Programmschwerpunkt erstreckt sich vom 10. Juli bis zum 23. August 2020 und besteht aus verträumten Konzertaufnahmen, Auseinandersetzungen mit dem Surrealismus und jeder Menge Filmzauber – sei es in Form von fabelhaften Filmen oder in Form von Dokumentationen über Menschen, die die Traumfabrik namens Hollywood geprägt haben.
Der Zweiteiler «Pop Utopia» berichtet von den großen Träumen der Menschheit im 20. und 21. Jahrhundert – gespiegelt im Soundtrack ihrer Zeit.
«Pop Utopia» ist überdeutlich anzumerken, dass der Zweiteiler mit einer heißen Nadel gestrickt wurde, doch statt mit diesem brandaktuellen Charakter zu beeindrucken, bleibt viel mehr der Eindruck eines mangelnden Fokus zurück: «Pop Utopia» hüpft von Thema zu Thema, von Song zu Song und hat kaum Ausdruckskraft. Geht es darum, wie Musik gesellschaftliche Wendepunkte unterstreichen kann? Darum, wie gesellschaftliche Strömungen sich ihren Soundtrack aussuchen? Geht es um eine Wechselwirkung? Der Erkenntnisgewinn von «Pop Utopia» ist gering. Stattdessen ist es eine lasche "Ach ja, ich erinnere mich!"-Zeitreise. Schade drum.

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