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Stürmischer Montag: Nachrichtenintensiver Tag hilft einigen News-Formaten

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Auch am Sonntag waren Nachrichten im deutschen Fernsehen schon ziemlich gefragt.

Es war ein verrückter Montag in Deutschland: Orkantief Sabine pustete den Bürgern viel Wind um die Ohren, die Bahn hatte zeitweise alle Verbindungen gecancelt. Gegen 9.30 Uhr gab es aus Berlin dann quasi den nächsten Orkan. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gab bekannt, dass sie nicht als Kanzlerkandidatin antreten wird und zudem bald auch ihr Amt als Chefin der Partei zur Verfügung stellt. Viel zu tun also für die Nachrichtensendungen. Das Erste zeigte etwa um zehn Uhr eine Sonderausgabe der «Tagesschau» (0,36 Millionen Zuschauer, nur 5,2% Marktanteil), eine weitere Sondersendung gut eine Stunde später brachte es schon auf 0,81 Millionen Seher (10,5%). Das Zweite punktete ab 10.25 Uhr mit einem «heute-Spezial», das wegen des allgemein gefragteren Vormittagsprogramms sogar auf 16,1 Prozent Marktanteil gelangte. 1,06 Millionen Menschen schauten zu.

Sowohl Das Erste als auch das ZDF berichteten am (Vor-)abend über die politische Sensation in Berlin; das ZDF etwa mit einer rund 16 Minuten langen Sondersendung ab 19.22 Uhr: 3,44 Millionen Menschen (12,5%) schauten zu. Im Ersten hatte ein eilig eingeschobener «Brennpunkt» um 20.15 Uhr sogar 4,22 Millionen Fans abgeholt. Die gemessene Quote lag bei genau 13 Prozent, die «Tagesschau» zuvor hatte 5,78 Millionen Menschen (starke 18,4%) informiert. Ohnehin hatte die ARD das Programm des Ersten auf den Kopf gestellt. «Hart aber fair» lief 135 Minuten früher als geplant, startete schon um 20.30 Uhr: Die einstündige Polit-Talkshow erreichte diesmal 3,35 Millionen Zuschauer und schöne 10,5 Prozent Marktanteil. Erfreulich: Auch die 14- bis 49-Jährigen waren in gewissem Maße vertreten; hier lag die Quote bei 7,2 Prozent.

Leidtragender war übrigens der Karneval: Die Sitzung «Wider den tierischen Ernst» musste auf 22 Uhr weichen; holte hier 2,72 Millionen Zuschauer (gute 15,2%). Zum Vergleich: 2018 und 2019 schauten die Sendung noch 3,84 Millionen (12,1%) und 3,14 Millionen (10,4%). Heißt: Der spätere Start ließ zwar die Quoten steigen, die Reichweiten aber natürlich sinken.

Zu den Privaten: Ein «Sat.1 Nachrichten Spezial» um 11.55 Uhr holte schöne 11,9 Prozent, ein weiteres News-Special um kurz vor 15 Uhr noch gute 9,9 Prozent. Die eigentlichen Haupt-Nachrichten des Bällchensenders informierten dann ab 19.55 Uhr 7,1 Prozent der Umworbenen, insgesamt lag die Reichweite bei 1,39 Millionen. RTL, das am Sonntag mit «RTL Aktuell» auf sehr starke 5,24 Millionen Zuschauer kam (die beste Reichweite seit mehr als vier Jahren), holte am Montag ab 18.45 Uhr nun 3,56 Millionen Zuschauer. Die Gesamt-Quote der Hauptnachrichten der Kölner lag somit bei guten 14,5 Prozent, bei den Jungen wurden 20,4 Prozent ermittelt.

n-tv teilte mit, dass man am Sonntag übrigens mit News-Specials um 18 und 23 Uhr gepunktet habe: Die Sondersendungen zum Sturm-Tief seien hier auf überdurchschnittliche 2,7 und 2,1 Prozent Marktanteil bei Allen gekommen. Mit 1,3 Prozent Tagesmarktanteil bei Allen lief der Sonntag besser als Otto-Normal-Nachrichten-Tage.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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