Es war das wohl wichtigste Fußballspiel der vergangenen knapp 30 Jahre. Juli 2014. Deutschland gegen Argentinien. Weltmeister.
In Deutschland hatte der Schlusspunkt der WM 2014 alle Quotenrekorde gebrochen. Mit letztlich 34,57 Millionen Zuschauern wurde die beste Reichweite aller Zeiten gemessen – schon das Halbfinalspiel gegen Brasilien zuvor hatte mit rund 32,5 Millionen einen (nur kurz haltenden) Meilenstein gesetzt. Die Quoten waren beeindruckend: Das vom Ersten übertragene Spiel kam auf 86,2 Prozent insgesamt, bei den Jungen wurden 89,7 Prozent ermittelt.
Den größten Anteil der 34,57 Millionen Fans machten übrigens Menschen über 65 aus – 9,10 Millionen wurden gemessen. Dennoch lag die Quote hier mit 81,2 Prozent am vergleichsweise niedrigsten. Wirklich interessant sind die Zahlen, wenn man die Geschlechter aufschlüsselt. Ist es bei der Fußball-Bundesliga in aller Regel so, dass die Frauen zwar aufholen, vor dem Fernseher aber nur etwa ein Drittel des Publikums ausmachen, war die Verteilung beim WM-Finale fast 50:50. 16,11 Millionen Frauen ab 14 Jahren sahen zu, 16,37 Millionen Männer ab 14 waren ebenfalls dabei. Die Männer entschieden sich aber zu einem größeren Prozentsatz (89,4%) für das Spiel, bei den Mädels lag die Quote bei rund 82 Prozent. Anders gesagt: Etwa jede Fünfte, die an diesem Abend fernsah, interessierte sich für ein anderes Programm.

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