Quotencheck

«Promis privat - Das süße Leben der Stars»

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Zunächst für den Sat.1-Vorabend geplant, landete die neue Promi-Dokusoap erst im Archiv und dann im Pay-TV. Knapp zwei Jahre später versuchte sich dann doch noch Sat.1 Gold an der Ausstrahlung - mit eher überschaubarem Erfolg.

Es kommt immer wieder mal vor, dass hoffnungsvoll angekündigte Formate von Fernsehsendern schon vor ihrer Ausstrahlung ausrangiert werden, da das produzierte Material nicht den Ansprüchen der Programmplaner entspricht. Einer dieser Fälle ist «Promis privat - Das süße Leben der Stars», das ursprünglich unter dem Titel «Yellow Press» bereits im Herbst 2013 den Wiederholungsmarathon von «Navy CIS» hätte ersetzen sollen. Dazu kam es jedoch nie, erst Anfang 2014 erfolgte die Erstausstrahlung - gut versteckt auf dem Pay-TV-Sender Sat.1 Emotions. Seit Mitte April zeigt nun auch der Spartensender Sat.1 Gold die Promi-Dokusoap auf dem sehr lukrativen Primetime-Sendeplatz am Montagabend, Anfang Juni erhöhte er gar die wöchentliche Dosis von zwei auf drei Episoden. Die Einschaltquoten fielen dabei jedoch in der Regel sehr mäßig aus.

Dabei war das Publikum grundsätzlich sogar an dem Free-TV-Neustart interessiert, wie die Auftaktwerte am 13. April belegen. Immerhin 0,33 Millionen Menschen sahen die frühere Folge um 20:15 Uhr, ab 21:05 Uhr blieben noch 0,26 Millionen am Ball. Die Gesamt-Marktanteile fielen mit 1,0 und 0,8 Prozent zwar wahrlich nicht überragend aus, legten allerdings eine recht solide Basis für die weitere Ausstrahlung. Dies galt umso mehr in der klassischen Zielgruppe, wo tolle 1,7 Prozent und zumindest noch ordentliche 1,2 Prozent bei 0,19 und 0,14 Millionen auf dem Papier standen. Das einzige Problem: In der Folge sollten sämtliche in diesem Abschnitt genannten Werte unerreichbar bleiben.

Bereits in Woche zwei stürtzte das Format dramatisch ab und kam nur noch auf 0,09 und 0,11 Millionen Interessenten, was ganz miesen 0,3 bzw. 0,4 Prozent aller Fernsehenden entsprach. Ähnlich trüb lasen sich die 0,4 und 0,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen, die aus bestenfalls 0,06 Millionen resultierten. In der letzten April-Woche wurde hier mit 0,2 Prozent sogar ein neuer Tiefstwert gemessen, bevor es im Mai zunächst mit 1,0 bis 1,2 Prozent wieder deutlich freundlicher aussah. Doch die Monatsbilanz wurde durch die drei weiteren im Mai ausgestrahlten Folgen wieder erheblich verschlechtert, die nur 0,5 bis 0,7 Prozent verzeichneten. Insgesamt wurden verlässlich zwischen 0,4 und 0,6 Prozent generiert, bestenfalls sahen hier 0,19 Millionen zu.

Seit dem 1. Juni laufen wie eingangs erwähnt nun sogar drei Folgen pro Abend, wobei sich die Sinnhaftigkeit dieses Schrittes noch nicht klar beurteilen lässt. In Woche eins kam die nach 22 Uhr ausgestrahlte Episode auf desaströse 0,3 Prozent Zielgruppen-Marktanteil nach 0,8 und 0,5 Prozent im Vorfeld, eine Woche später hingegen lief die letzte Episode des Abends mit 1,1 Prozent deutlich besser als die beiden vorherigen, die jeweils 0,7 Prozent verbuchten. Beim Gesamtpublikum war die mit 0,21 Millionen und 0,8 Prozent sogar die drittstärkste in der bisherigen Geschichte ihrer neuen TV-Heimat, im Vorfeld wurden jeweils 0,6 Prozent bei 0,19 und 0,18 Millionen generiert.

Insgesamt fällt das Zwischenfazit nach 18 ausgestrahlten «Promis privat»-Ausgaben jedoch bescheiden aus. Eine durchschnittliche Gesamt-Zuschauerzahl von 0,16 Millionen ging mit gerade einmal 0,5 Prozent Marktanteil einher - in Anbetracht der Tatsache, dass Sat.1 Gold zuletzt im Mai mit 1,4 Prozent einen neuen Allzeit-Rekord aufgestellt hatte, liest sich dieser Wert doch arg unspektakulär. Nicht ganz so leichtgewichtig präsentiert sich der sendergruppeninterne Wandervogel in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen, wo immerhin 0,8 Prozent bei durchschnittlich 0,08 Millionen Zuschauern zu Buche standen. Auch hier kam der Spartensender zuletzt mit 1,4 Prozent allerdings ungleich besser weg. Allzu groß dürfte das Bedürfnis der Verantwortlichen, künftig auch das Hauptprogramm mit der Sendung zu bestücken, also nicht ausfallen.

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