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Coronavirus: Dann wird die Buchmesse halt virtuell

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ARD-Sender starten ein entsprechendes digitales Projekt.

Die Leipziger Buchmesse hat eine unvergleichliche Strahlkraft und bringt viele Menschen in Kontakt mit Büchern. Die Absage der Messe ist daher ein schwerer Schlag für die Buchbranche. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit MDR und ARD in der kommenden Woche Autorinnen und Autoren und ihren Büchern und Themen eine Öffentlichkeit bieten zu können und somit viele Menschen für Bücher und das Lesen begeistern zu können.
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
Die eigentlich für Mitte März geplante Leipziger Buchmesse findet nicht statt - sie ist eines der Events, das wegen des Coronavirus abgesagt wurde. Die ARD und speziell der MDR werden daher eine "digitale Buchmesse" starten. Am eigentlichen Buchmesse-Samstag (14. März) sind von 10 bis 20 Uhr Schriftsteller im Halbstunden-Takt online und onair zu erleben - auf buchmesse.ARD.de und im Facebook-Channel von MDR Kultur im Fernsehen und im Radio und weiteren ARD-Kulturwellen. Zugesagt haben unter anderem Ingo Schulze, Katja Riemann, Nora Gomringer, Abbas Khider, Greta Taubert, Hans-Joachim Maaz, Stephan Ludwig, Valerie Schönian, Jan Wenzel, Tom Kummer und Marina Frenk, weitere Autoren haben ihre Teilnahme angekündigt. Auch Denis Scheck verlegt seine legendäre Messeveranstaltung «Best of Druckfrisch» in diesem Jahr ins Studio und wird sich im Rahmen der "virtuellen Buchmesse" auf seine unvergleichliche Art den neuen Titeln im Buchmarkt widmen.

"Die Absage der Leipziger Buchmesse war für alle eine traurige Nachricht - für die Verlage und Autoren, für hunderttausende Besucherinnen und Besucher und die vielen Engagierten, die mit dem Lesefest 'Leipzig liest' die ganze Stadt immer zu einer großen Bühne und Literatur zu einem gemeinschaftsstiftenden Erlebnis werden lassen. Wir wollen versuchen, diesen Geist der Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr ein Stück weiterleben zu lassen, indem wir den Autoren und ihrem Publikum im Netz ein Podium bieten. Wir bringen die Lesungen quasi als digitale Alternative per Livestream direkt nach Hause", kündigt MDR-Intendantin Prof. Karola Wille an.

Im TV plant der MDR einige Buch-Specials: Am Donnerstag, 12. März, dreht sich im Kulturmagazin «artour» alles um interessante Neuerscheinungen der Frühjahrssaison und am Freitag (13. März) folgt gleich nach «Riverboat» das «MDR Kultur Spezial: Krimi, Thriller, True Crime». Am Samstag (15. März) lädt Literaturexpertin Katrin Schumacher vier Autorinnen aus vier Generationen zum gemeinsamen literarischen Dinner ein: «MDR Kultur - Unter Büchern» - zuerst um 22.15 Uhr bei 3sat und um 23.20 Uhr im MDR-Fernsehen. Die Sendungen gibt's zudem vorab in der Mediathek. "Ich bin froh, dass wir als ARD so schnell eine Lösung in der aktuellen Situation gefunden haben. Wir können die Buchmesse nicht ersetzen, aber wir sahen uns als ARD in der Verantwortung, schnell eine Alternative auf die Beine zu stellen - für die Kulturbranche und alle Bücherliebhaber", sagt ARD-Intendant Tom Buhrow.


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