25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 blickt das ZDF auf eine Geschichte zurück, die unmittelbar mit den damaligen Ereignissen verbunden war. Am Dienstag, 8. September 2026, zeigt der Sender um 20.15 Uhr den ersten Teil des Dokudramas «9/11 – Die Geiseln des Terrors». „Gefangen in Kabul“ von Sabine Bernardi und Ingo Helm ist bereits ab Freitag, 4. September, im Streamingangebot des ZDF verfügbar.Im Mittelpunkt stehen acht Entwicklungshelfer der Hilfsorganisation Shelter Now International, die fünf Wochen vor den Anschlägen in Afghanistan festgenommen wurden. Unter ihnen befinden sich Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Die Taliban werfen ihnen Missionierung vor, weshalb ihnen die Todesstrafe droht. Zusätzlich werden 16 afghanische Ortskräfte verhaftet. Die Gefangenen müssen unmenschliche Haftbedingungen und einen Schauprozess überstehen.
Mit den Anschlägen vom 11. September verändert sich ihre Situation grundlegend. Die USA fordern von den Taliban die Auslieferung Osama bin Ladens, die Schließung der Ausbildungslager von Al Qaida sowie die Freilassung der Entwicklungshelfer. Während ein amerikanischer Militärschlag immer wahrscheinlicher wird, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten und werden faktisch zu Geiseln im Konflikt zwischen den Taliban und den Vereinigten Staaten.
Da aus der mehr als 100 Tage dauernden Gefangenschaft kaum Bildmaterial existiert, verbindet die Produktion dokumentarische Elemente mit inszenierten Spielszenen. Grundlage bilden Interviews und Berichte von Zeitzeugen. Für eine möglichst authentische Darstellung lernten einige Darsteller Dialoge auf Dari und Paschtu. Moritz Führmann verkörpert Georg Taubmann, Laura Louisa Garde ist als Silke Vopel zu sehen. Außerdem gehören unter anderem Jeff Burell, Leonie Krieg, Kara Edenberg und Stephanie Petrowitz zum Ensemble.
«Gefangen in Kabul» zeichnet die Ereignisse von der Festnahme über den Prozess bis zu den Anschlägen vom 11. September nach. Der zweite Teil trägt den Titel „105 Tage“ und schildert die weitere Gefangenschaft während des beginnenden Afghanistan-Krieges bis zur Befreiung im November 2001. Das ZDF zeigt diesen in der Nacht zum 9. September um 1.45 Uhr. Einige der damaligen Entwicklungshelfer kehrten bereits 2002 nach Afghanistan zurück.







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