Wirtschaft

Arbeitsgericht verhandelt mit Christian Ulmen

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Nach dem Aus für die Joyn-Serie «The Au Pair» landet der Streit zwischen Christian Ulmen und der Produktionsfirma nun vor Gericht.

Die Auseinandersetzung um die nicht veröffentlichte Streamingserie «The Au Pair» beschäftigt in der kommenden Woche das Arbeitsgericht Berlin. Für den 22. Juni ist ein Gütetermin angesetzt, bei dem über die Wirksamkeit mehrerer fristloser Kündigungen verhandelt werden soll, die Pyjama Pictures gegenüber Christian Ulmen ausgesprochen hat. Konkret geht es um vier Verträge, die Ulmen im Zusammenhang mit der Produktion abgeschlossen hatte. Der Schauspieler und Autor war demnach als Drehbuchautor, Regisseur und Editor an dem Projekt beteiligt. Zusätzlich bestand eine Exklusivvereinbarung zwischen den Parteien. Die Produktionsfirma kündigte sämtliche Verträge am 15. April 2026 fristlos.

Zur Begründung verwies das Unternehmen laut Mitteilung des Arbeitsgerichts unter anderem auf bekannt gewordene strafrechtlich relevante Vorwürfe gegen Ulmen. Darüber hinaus sollen nach Ansicht der Produktionsfirma inhaltliche Parallelen zwischen den Vorwürfen und der Handlung von «The Au Pair» bestanden haben. Ulmen wehrt sich gegen die Kündigungen und vertritt die Auffassung, im Rahmen der Produktion als Arbeitnehmer beschäftigt gewesen zu sein.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten zuvor Berichte über den Inhalt der Serie. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte unter Berufung auf Drehbuchfassungen von auffälligen Parallelen zwischen der Handlung und den gegen Ulmen erhobenen Vorwürfen berichtet. Beschrieben wurden unter anderem Themen wie gefälschte Online-Identitäten, sexuelle Chats und die Verbreitung intimer Bilder. Seven.One Studios erklärte damals, man kommentiere Spekulationen über mögliche Übereinstimmungen zwischen den Drehbüchern und den Vorwürfen nicht. Eine Ausstrahlung der Serie sei weder geplant gewesen noch für das Jahr 2026 vorgesehen.

Die Produktionsfirma Pyjama Pictures hatte bereits im März Konsequenzen angekündigt. Damals erklärte das Unternehmen, man befinde sich mit Ulmen in Gesprächen über die Rückgabe seiner Gesellschaftsanteile. Zudem seien keine weiteren Projekte mit ihm als Showrunner vorgesehen. Bereits seit Mai 2023 gehöre Ulmen nicht mehr der Geschäftsführung an. Laut Unternehmensregister North Data ist Ulmen weiterhin zu 22,5 Prozent an dem Unternehmen beteiligt.

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