Quotencheck

«110 Im Dauereinsatz»

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Die Blaulicht-Sendung bei VOX war meist im roten Bereich – weitere Einsätze scheinen trotz verbessertem Schlussspurt fraglich.

In der VOX-Reihe «110 Im Dauereinsatz» werden Polizisten und Einsatz-Fälle in unterschiedlichen Dienststellen begleitet. Gezeigt werden soll, wie Einsatzkräfte mit schwierigen Situationen umgehen. Aber auch persönliche Geschichten und Emotionen der Protagonisten erhalten Raum. Gesendet wird die Dokusoap wittwochs im Nachlauf von «Doc Caro» - 2026 lief die zweite Staffel.

Die erste Folge zum Auftakt der 2. Staffel am Mittwoch, den 1. April 2026, machte allerdings zunächst einige Probleme. Denn für den Staffelstart schalteten nur 0,07 Millionen werberelevante Fans ein, die einen grausamen Anteil von 3,1 Prozent mitbrachten. Auch sehr mager sah es am Gesamtmarkt aus, an dem lediglich 0,34 Millionen und 2,8 Prozent zusammenkamen – VOX musste dringend auf Steigerungen hoffen.

Zumindest ein gewisser Anstieg konnte dann tatsächlich in Woche zwei verbucht werden: Die Zielgruppen-Reichweite stieg auf 0,13 Millionen und mit ihr der Marktanteil immerhin auf nicht mehr desolate 5,2 Prozent – ein klar befriedigendes Ergebnis sieht aber natürlich dennoch anders aus. Am Gesamtmarkt verharrte man in Anbetracht 0,37 Millionen und 2,8 Prozent übrigens ziemlich genau auf dem dürftigen Vorwochen-Niveau.

Mit Folge drei am 15. April setzte zudem wieder ein Sturzflug ein: Die Reichweiten der Werberelevanten verringerten sich bis auf 0,10 Millionen. Die dazugehörigen Prozente beliefen sich nun wieder auf richtiggehend krisenhafte 4,2 Prozent. Bei der Gesamtzuschauerschaft reduzierte sich der eh schon sehr spärliche Umfang nochmals auf bedenkliche 0,28 Millionen zu 2,3 Prozent.

Zwar machte sieben Tage später eine weitere Ausgabe wieder eine moderate Verbesserung möglich, große Sprünge waren aber weiterhin nicht drin. Das Interesse erhöhte sich also leicht auf 0,12 Millionen 14-49-Jährige, die die entsprechende Prozent-Relation aber trotzdem bei konstant tristen 4,1 Prozent verharren ließ. Das Gesamtpublikum stieg ein bisschen auf 0,36 Millionen wie 2,6 Prozent, womit man klarer Weise dennoch weit entfernt blieb von einem Erfolg.

Der letzte Termin am 29. April machte fast schon überraschend dann doch nochmal versöhnliche Staffelbestwerte bei den Jüngeren möglich. Die Anteile stiegen folglich deutlich auf ordentliche 7,9 Prozent – kein Knaller, aber zumindest passabel über Senderschnitt. Mit einem Anstieg der Zielgruppen-Beteiligung ging dies einher, wo man auf 0,20 Millionen kam, was für die Late-Prime ok, aber auch nicht berauschend ist. Verhältnismäßig vertretbar sah es in dieser Schlusswoche gleichfalls am Gesamtmarkt aus, wo tendenziell optimierte 4,0 Prozent durch 0,50 Millionen mobilisiert wurden.

Unterm Strich kommen in der Endabrechnung Durchschnittszahlen von verhaltenen 5,4 Prozent (0,14 Millionen) bei den Jüngeren sowie schlechten 3,0 Prozent (0,38 Millionen) bei den über 50-Jährigen auf. Dabei verzerrt die letzte Folge den Schnitt noch – ohne den merklichen Anteilszuwachs hätte das Mittel für die vorigen vier Ausgaben noch deutlich kritischer ausgesehen. In der Konsequenz lässt sich die Performance für VOX als nicht gewinnbringend bezeichnen, weil die Blaulicht-Doku noch nicht mal dazu beitragen konnte, wenigstens den Senderschnitt des Kanals abzusichern. Lohnen dürfte sich eine Fortsetzung vor diesem Hintergrund also eigentlich nicht...

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