Vermischtes

ARD-Vorsitz geht 2027 an Radio Bremen

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Intendantin Yvette Gerner folgt auf Florian Hager. Ein neues Modell setzt stärker auf Zusammenarbeit.

Der Vorsitz der ARD wechselt turnusgemäß: Ab 2027 übernimmt Radio Bremen die Leitung des Senderverbunds. Neue Vorsitzende wird Intendantin Yvette Gerner, die damit auf Florian Hager folgt. Der bisherige Vorsitzende, derzeit beim Hessischer Rundfunk angesiedelt, wird ab 2027 als Stellvertreter fungieren. Die Entscheidung fiel Ende April im Rahmen einer ARD-Sitzung in Bonn. Der Wechsel erfolgt wie üblich nach zwei Jahren, wobei künftig stärker auf ein arbeitsteiliges Modell gesetzt wird. Schon im aktuellen Vorsitz teilen sich mehrere Häuser Aufgaben, ein Ansatz, der laut Hager und Gerner weiter ausgebaut werden soll.

Neu ist zudem die verkürzte Amtszeit: Radio Bremen wird den Vorsitz bereits nach einem Jahr weiterreichen, um mehr Sendern die Möglichkeit zu geben, Verantwortung zu übernehmen. Unterstützt wird Bremen dabei vom Hessischer Rundfunk sowie dem Norddeutscher Rundfunk. Letzterer ist bereits als Vorsitzanstalt für die Jahre 2028 bis 2029 vorgesehen. Parallel dazu stellt sich die ARD strukturell neu auf. Mit dem Vorsitzwechsel zum 1. Januar 2027 wird eine zentrale ARD-Geschäftsstelle eingerichtet, die aus dem bisherigen Generalsekretariat hervorgeht. Sie soll künftig die administrativen Aufgaben bündeln und für mehr Kontinuität sorgen – insbesondere bei Kommunikation und organisatorischen Abläufen.

Florian Hager: "Wir haben bereits im laufenden Vorsitz des Hessischen Rundfunks Vorsitzaufgaben auf mehrere Schultern verteilt und leben hier mit Radio Bremen eine Partnerschaft auf mehreren Ebenen. Obschon in der aktuellen Konstellation die Hauptverantwortung beim hr als Vorsitzanstalt liegt, ist der ARD-Vorsitz arbeitsteiliger aufgestellt, als das früher üblich war. Ich freue mich, dass wir ab kommendem Jahr in umgekehrten Rollen Radio Bremen unterstützen können und den Staffelstab an ein eingespieltes Team weitergeben. Wir befinden uns in bewegenden Zeiten, da ist Kontinuität in der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen ein wesentlicher Faktor."

Yvette Gerner: "Gerade in Zeiten großer Veränderungen zählt nicht das einzelne Haus, sondern die Stärke des Verbunds. Nach der gemeinsamen Arbeit im laufenden Vorsitz stellen hr und Radio Bremen fest: Die arbeitsteilige eng vernetzte Vorsitzorganisation funktioniert und sie bietet Vorteile. In einem föderalen System wie der ARD schafft die Beteiligung mehrerer Häuser am Vorsitz mehr Raum für unterschiedliche Perspektiven. Ich freue mich über das Vertrauen, auf die weiter partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem hr und die weitere Unterstützung aus der ARD im kommenden Jahr."

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