Primetime-Check

Freitag, 23. Januar 2026

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RTL und ZDF spielen das Primetime-Spiel in einer anderen Liga. Dahinter das Erste mit einen Konkurrenz-Gedanken und vielleicht noch Sat.1. Sonst hält niemand mit am Freitag.

Das öffentlich-rechtliche Duell bot am gestrigen Freitag das gewohnte Bild - Komödie gegen Krimi. Im Ersten versuchte sich «Anna und ihr Untermieter: Volles Haus» vor 3,03 Millionen Zuschauern, was einen Marktanteil von 12,3 Prozent einbrachte. Das ZDF konnte mit einer neuen Folge «Die Chefin» da nur müde lächeln, 5,43 Millionen ZDF-Zuschauer katapultieren die eigene Primetime mit 21,8 Prozent an die Spitze. Bei den 14- bis 49-Jährigen liegen die Sender beinah gleichauf, das Erste hat mit 0,28 Millionen leicht das Nachsehen, in Mainz konnten 0,36 Millionen Zuschauer im entsprechenden Alter registriert werden. Die Marktanteile lagen bei 5,8 und 7,6 Prozent. Im ZDF übergab die Primetime bereits um 21:15 Uhr zu «SOKO Leipzig» - die Reichweiten sinken auf 4,43 und 0,27 Millionen, womit auch die Marktanteile mit 18,5 und 5,4 einen Schlag hinnehmen müssen. Im Ersten gibt es um 21:45 Uhr die «Tagesthemen» - das wollen insgesamt noch 2,67 Millionen Zuschauer sehen, die junge Reichweite steigert sich sogar auf 0,35 Millionen. Somit ergaben sich Quoten von 12,0 und 7,1 Prozent.

Im privaten Sektor gab es allen voran den RTL-Start von «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!». Der erste Abend im Dschungelcamp sicherte dem Köln-Sender überragende 4,27 Millionen Zuschauer und daher einen dominanten Quotensieg von 20,6 Prozent. In der Zielgruppe schaffte Köln exzellente 1,66 Millionen Umworbene zu notieren, die Quote lag hier bei geradzu absurden 37,5 Prozent am entsprechenden Markt. Bei diesen Werten konnte kein anderer privater Sender ansatzweise mithalten. Am ehesten versuchte es noch Sat.1 - mit dem Comedy-Programm «Bülent Ceyland Live - Lassmalache» konnte der Bällchensender 1,11 Millionen Zuschauer ab drei Jahren begeistern, damit waren 4,6 Prozent am Markt drin. In der Zielgruppe für der Unterföhring-Sender das ebenfalls abgeschlagene Verfolgerfeld an, mit 0,31 Millionen 14- bis 49-Jährigen waren 6,3 Prozent drin.

Viel Reichweite blieb damit für die restlichen privaten Sender nicht übrig. ProSieben konnte mit «Die Tribute von Panem - The Hunger Games» noch recht ordentlich abschneiden. 0,51 Millionen Zuschauer ab drei Jahren brachten dem Spielfilm annehmbare 2,3 Prozent Marktanteil, in der Zielgruppe lief es mit 0,26 Millionen Werberelevanten und 5,5 Prozent ebenfalls okay. VOX erreichte mit einer Folge «Goodbye Deutschland!» 0,50 Millionen Zuschauer und nur 2,0 Prozent am Markt, in der Zielgruppe lag man mit 0,17 Millionen und 3,5 Prozent ebenfalls deutlich unter Senderschnitt.

Auf ähnlichem Niveau sicherte sich «Uwe Ochsenkecht präsentiert: die 7 Todsünden» 0,34 Millionen Zuschauer, was 1,4 Prozent am TV-Markt einbringen sollte. Die Zielgruppe war mit 0,14 Millionen Werberelevanten und 2,8 Prozent nicht wirklich erfolgreich. RTLZWEI stellt mit«Hellboy»  und 0,50 Millionen die nächste vergleichbare Primetime des Abends. Mit 2,1 Prozent war der Spielfilm knapp am Senderschnitt dran, in der Zielgruppe lag man mit 0,14 Millionen Umworbenen und 2,9 Prozent wiederum deutlich unter der Senderleistung.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/168353
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