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3sat setzt auf ungewöhnliche Lebensentwürfe

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In der «3satDokumentarfilmzeit» erzählt der Sender am 23. Februar von Menschen, die radikal ihren eigenen Weg gehen – unter Wasser, auf dem Bauernhof und im Auto.

Gleich drei dokumentarische Arbeiten der Reihe „DocuMe”, die bewusst Erzählformen abseits des Mainstreams suchen, werden am Montag, dem 23. Februar, ab 22:25 Uhr in der „3satDokumentarfilmzeit” auf 3sat ausgestrahlt. Den Auftakt macht der Film «Speara» von Florian Baron, der erstmals ausgestrahlt wird und das Porträt einer außergewöhnlichen jungen Frau zeichnet. Im Mittelpunkt steht die 26-jährige Mitsuki, Weltmeisterin im Speerfischen an der Küste Kaliforniens. Die Dokumentation erzählt ihre persönliche Heldenreise: Von einem Kind, das nach einem Beinahe-Ertrinken Angst vor dem Wasser hatte, bis hin zu einer Frau, die ohne Atemgerät in die Tiefe taucht und dort existenzielle Erfahrungen macht. Atmosphärische Unterwasserbilder zeigen Mitsuki bei der minimalistischen Jagd mit nur einem Speer. Gleichzeitig thematisiert der Film Fragen von Nachhaltigkeit, Identität und kultureller Zugehörigkeit – etwa durch Mitsukis bewussten Umgang mit selbst gefangenem Fisch, den sie transparent verarbeitet und zubereitet.

Ab 23:05 Uhr folgt «DocuMe – Rosina». Ein Leben mit Tieren» von Angelika Herta. Der Film begleitet die 28-jährige Rosina auf einem Bauernhof in Niedersachsen, wo sie mit geretteten Kühen, Schweinen, Gänsen und Ziegen lebt – ohne sie zu nutzen oder zu kontrollieren. Während ringsum Tiere weiterhin konventionell gezüchtet werden, entwickelt Rosina einen Alltag, der bestehende Rollenbilder infrage stellt. Die Dokumentation zeigt intime Momente zwischen Mensch und Tier und macht deutlich, wie provozierend ein Leben sein kann, das Tiere nicht als Ressource betrachtet.

Den Abschluss bildet um 23:50 Uhr der Kurzfilm «DocuMe – Mama Micra» von Rebecca Blöcher. In einer poetischen Mischung aus Dokumentarfilm und Stop-Motion-Animation nähert sich die Regisseurin der Geschichte ihrer unkonventionellen Mutter, die als „Vagabundin“ jahrelang im Auto lebte. Ein schwarzer Rabe führt durch Erinnerungen zwischen Freiheit, Einsamkeit und Verlust. Der international ausgezeichnete Film stellt Fragen nach Mutterschaft, Selbstbestimmung und Versöhnung – leise, verspielt und emotional.

Kurz-URL: qmde.de/168102
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