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«Glücksrad» macht MFE froh

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Auch «Deal or no Deal» ist in Italien sehr erfolgreich und kann Formate wie «Wer wird Millionär?» schlagen.

Der Sonntag ist in Italien ein großer Showabend. Der Media-for-Europe-Sender Canale 5 dominierte die Primetime mit 2,285 Millionen Fernsehzuschauern. Der Privatsender strahlte zwischen 22.00 und 00.50 Uhr «Wer wird Millionär?» («Chi vuol essere milionario») aus. Damit setzte sich der Berlusconi-Sender gegen das öffentlich-rechtliche Fernsehen durch. Rai1 setzte nahezu zeitgleich auf die Serie «Prima di Noi», die auf dem Roman von Giorgia Fontana basiert. Das Format erzählt die Geschichte der Familie Sartori durch das 20. Jahrhundert Italiens. Die groß angelegte Familiensaga mit Linda Caridi und Andrea Arcangeli verbuchte allerdings nur 2,257 Millionen Fernsehzuschauer, was zu einem Marktanteil von 14 Prozent führte. Die Quizshow um die Million kam dagegen auf starke 18 Prozent.

Am Vorabend duellierten sich der öffentlich-rechtliche Sender und das private Angebot weiter. Zwischen 20.50 und 22.00 Uhr setzte Canale 5 auf das wöchentliche Special von «Glücksrad» («La ruota della fortuna»). 5,033 Millionen Italiener schalteten ein, der Marktanteil wurde auf starke 25,2 Prozent beziffert. Zwischen 20.45 und 21.40 Uhr setzte Rai1 auf die Koffershow «Deal or No Deal», die südlich der Alpen 5,007 Millionen Zuschauer erreichte. «Affari Tuoi», so der Name in Italien, ist dort ebenfalls ein großer Hit.

Auch unter der Woche duellieren sich die beiden Sender. Rai1 schickte die Koffershow auf Sendung, 5,041 Millionen Menschen waren dabei. Der Fernsehsender verbuchte einen starken Marktanteil von 23,8 Prozent. Unterdessen setzte Canale 5 erneut auf eine XXL-Ausgabe von «Glücksrad», die in zwei Teilen 5,277 sowie 4,090 Millionen Italiener erreichte. Die Marktanteile fielen mit 25,6 und 24,4 Prozent extrem hoch aus.

Rai1 hatte in der Primetime zudem die fünfte Staffel der Spielshow «Tali e Quali» auf Sendung geschickt, in der bis zum 30. Januar 2026 insgesamt 34 Wettbewerber gegeneinander antreten. In der vierteiligen Show müssen sich die Mitbewerber durchsetzen. Seit diesem Jahr führt Nicholas Savino durch die Sendung. Endemol Shine Italy und Rai produzieren das Format, in dem Alessia Marcuzzi, Massimo Lopez und Cristiano Malgioglio in der Jury sitzen. 2,628 Millionen Menschen sahen die erste Folge, die auf einen Marktanteil von 16,4 Prozent kam. Da es im Vorjahr keine Staffel gab, liegt der Vergleich bereits zwei Jahre zurück. Damals verbuchte die Sendung noch 2,957 Millionen Zuschauer zum Auftakt bei einem Marktanteil von 17,6 Prozent. Der Start der dritten Staffel lag sogar noch bei 3,252 Millionen, sodass eine Fortsetzung über 2026 hinaus mittlerweile durchaus zweifelhaft erscheint.

Der Fernsehsender Canale 5 ist allerdings nicht nur mit Shows sehr erfolgreich, sondern punktete zuletzt auch mit einem aufwendig produzierten Dreiteiler. «A testa alta – Il coraggio di una donna» startete am Mittwoch, den 7. Januar, mit 4,035 Millionen Fernsehzuschauern und erreichte einen Marktanteil von 25,2 Prozent. Hinter den Kulissen produzierten RTI und Banijay Italia das Format. Die Miniserie ist mit Sabrina Ferilli, Gioia Spaziani und Raniero Monaco di Laio besetzt. Die engagierte Schulleiterin Virginia Terzi gerät nach dem Start ihres Projekts gegen digitale Abhängigkeit ins Zentrum eines Skandals, als ein intimes Video von ihr veröffentlicht wird und sie zur Zielscheibe von Schülern, Medien und Politik wird. Während sie versucht, die Identität ihres Liebhabers zu schützen, stellt sich heraus, dass es sich um den Sportlehrer Marco Colaianni handelt.

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