In seiner sechsteiligen Miniserie erzählt Hugo Blick die Geschichte zweier Außenseiter im Wilden Westen, deren Schicksale Stück für Stück miteinander verschmelzen.
Die Renaissance des Westerns scheint unaufhaltbar voranzuschreiten. Begründet durch den Erfolg von «Yellowstone» versucht sich in den vergangenen Jahren fast jeder Streaminganbieter ein Stück vom Erfolgskuchen abzuschneiden. Im Falle von «The English» scheint dies Autor und Regisseur Hugo Blick dank einer überragenden Kameraarbeit und einem fantastischen Cast auch mit Bravour zu gelingen.
Auch die Brutalität der Serie macht unmissverständlich deutlich, wie kompromisslos sich an klassischen Spaghetti-Western orientiert wurde, in dem ein Menschenleben nicht mehr wert war, als die Münzen in ihren Taschen und jeder Mensch im Morgengrauen seinen letzten Tag begonnen haben könnte. Abgeschossene Köpfe, Vergewaltigungen und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Nebencharaktere sterben wie die Fliegen und überleben kaum mehr als eine Folge.
«The English» ist eine Liebeserklärung an das Westerngenre, erinnert allerdings mehr an in Europa produzierte Italowestern im Stile von Sergio Leone als an den klassischen amerikanischen Western. Bis auf die etwas unausgegorene Dialogarbeit, kann Hugo Blicks Miniserie dank einer faszinierenden Kameraarbeit und schauspielerischen Darbietungen, die ihresgleichen suchen, Fans des Genres über die sechs Folgen der Miniserie hinweg in einen im wahrsten Sinne des Wortes Wilden Westen hineinziehen. 

• Yellowstone • The English • Deadwood
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