«Lupin»: Netflix-Serie erhält neue deutsche Synchronbesetzung

Für die vierte Staffel der französischen Erfolgsserie werden zahlreiche Hauptfiguren neu besetzt. Auch die Synchronregie wechselt.

Bei der deutschen Synchronfassung der Netflix-Serie «Lupin» kommt es offenbar zu einem umfangreichen personellen Wechsel. Wie aus Einträgen im „Synchron-Forum“ hervorgeht, sollen für die vierte Staffel zahlreiche Figuren neue deutsche Stimmen erhalten. Besonders auffällig ist die Umbesetzung der Hauptrolle: Während Omar Sy als Meisterdieb Assane Diop bislang von Sascha Rotermund gesprochen wurde, soll künftig Alexander Doering übernehmen. Eine offizielle Bestätigung der vollständigen Besetzung durch Netflix liegt bislang nicht vor.

Die Veränderungen betreffen demnach nahezu das gesamte zentrale Figurenensemble. Hubert Pellegrini, bislang von Michael Iwannek gesprochen, soll künftig die Stimme von Rainer Doering erhalten. Für Claire ist statt Anne Helm nun Aline Staskowiak vorgesehen, während Juliette nicht mehr von Yvonne Greizke, sondern von Damineh Hojat synchronisiert werden soll. Auch Benjamin erhält mit Ricardo Richter einen neuen Sprecher, nachdem die Figur zuvor von Michael Ernst vertont wurde. Bei Sofia soll Marie Terese Katt die bisherige Sprecherin Leonie Dubuc ersetzen. Raoul wechselt demnach von Cosmo Clarén zu Nicolas Rathod, während der junge Assane künftig von Elias Kunze statt Oliver Szerkus gesprochen werden soll.

Nicht nur vor dem Mikrofon, sondern auch hinter den Kulissen deutet sich ein Wechsel an. Die Synchronregie, für die in der dritten Staffel Jürgen Wilhelm verantwortlich war, soll in der vierten Staffel Michael Nowka übernehmen. Damit würde Netflix die deutsche Sprachfassung der Serie in wesentlichen Teilen neu aufstellen. «Lupin» gehört zu den international erfolgreichen französischen Eigenproduktionen von Netflix und erzählt von Assane Diop, der sich bei seinen raffinierten Diebstählen von der literarischen Figur Arsène Lupin inspirieren lässt.

Der Fall «Lupin» verdeutlicht die unmittelbaren Auswirkungen des Konflikts auf das Programm von Netflix. Während der Bundesverband Schauspiel bereits Vereinbarungen über den KI-Einsatz ausgehandelt hat, lehnen zahlreiche Mitglieder des Verbands Deutscher Sprecher:innen die Vertragsbedingungen weiterhin ab. Für den Streamingdienst bedeutet dies, dass etablierte Serienfiguren nach mehreren Staffeln ihre vertrauten deutschen Stimmen verlieren. Bereits bei anderen Netflix-Produktionen hatte der Streit zu Umbesetzungen oder verspäteten deutschen Synchronfassungen geführt.
26.10.2026 11:30 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176897
Fabian Riedner

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