Was macht Streaming so attraktiv?
Auf den ersten Blick ist Streaming eine tolle Sache. Für einen monatlichen Betrag hat man Zugriff auf eine riesige Auswahl an Filmen, Serien, Dokumentationen und noch vielem mehr. Das erlaubt dem Zuschauer, sich das eigene Unterhaltungsprogramm selbst zusammenzustellen. Auch zeitlich ist man nicht mehr an das Fernsehprogramm gebunden, sondern kann sich stattdessen den Tag so einteilen, wie es am besten mit dem eigenen Lebensrhythmus zu vereinbaren ist. Allerdings gibt es inzwischen so viele Anbieter, dass die Auswahl immer schwerer fällt.
Netflix
Das Unternehmen Netflix ist letztlich die Marke, die den Trend zum Thema Streaming begonnen hat. Für die meisten Zuschauer ist der Name Netflix gleichbedeutend mit Streaming und hat schon längst seinen Eingang in Alltag und Popkultur gefunden. Inzwischen bietet der Service auch verschiedene andere Produkte an, wie zum Beispiel eine steigende Auswahl an Games, die für manche Nutzer die Alternative zur Online-Spielothek bieten. Netflix produziert auch eigene Medien, in erster Linie Fernsehserien. Hier hat sich aber in den letzten Jahren anhaltende Kritik zum Thema Qualität breitgemacht. Der amerikanische Anbieter hat daher ein größeres Augenmerk auf das Bereitstellen von attraktiven Produktionen aus Asien gelegt. Das beste Beispiel hierfür ist vermutlich Squid Game.
Hulu
Das Unternehmen Hulu wurde im Jahre 2007 gegründet und ist ein ernstzunehmender Konkurrent von Netflix. Inzwischen gehört der Service zu Disney, bietet aber Inhalte von zahlreichen Medienunternehmen an. Einer der Hauptkritikpunkte ist das Fehlen von echten Originalproduktionen und höhere Kosten, wenn man die Inhalte ohne Werbung genießen möchte.
HBO
Was ursprünglich als ein kostenpflichtiger Fernsehsender begann, ist inzwischen ein beliebter Streaming-Service. HBO ist in erster Linie für die eigenen Produktionen bekannt. Eines der beliebtesten Beispiele ist hier natürlich die Fantasy-Serie Game of Thrones und das dazugehörige Spinoff House of the Dragon. Aber auch Comedy aus dem Hause HBO ist sehr beliebt, wie etwa Curb your Enthusiasm oder Sex and the City.
Wie viel Auswahl ist zu viel?
Bei all diesen verschiedenen Angeboten wird dem Nutzer schnell einmal ein bisschen schwindelig. Für die meisten Haushalte ist ein Streaming-Service meist ausreichend. Das liegt an steigenden Lebenshaltungskosten. Viele Zuschauer versuchen, zusätzliche Ausgaben zu vermeiden. Die Inhalte der verschiedenen Anbieter überschneiden sich zudem an manchen Stellen. Da Streaming-Services generell auf einem Wachstumsmodell basieren, gibt es einen starken Trend hin zum "Content Spamming". Gerade Netflix hat sich durch eine Reihe von qualitativ minderwertigen Produktionen hervorgetan. Diese lassen das Angebot attraktiver und reichhaltiger aussehen, tun aber nicht unbedingt ihr Bestes, um Zuschauer lange beim Service zu halten. Die schiere Masse an Inhalten ist zudem zu viel für die meisten Menschen, die generell durch Internet, Gaming und andere Angebote bereits überladen sind, was Medien angeht.
Was bringt die Zukunft?
Streaming wird in der nahen Zukunft nicht von unseren Bildschirmen verschwinden. Schließlich bauen sogar die klassischen Fernsehsender ihr Angebot an Streaming und Inhalten auf Anfrage aus. Allerdings werden wir in den kommenden Jahren eine Konsolidierung und höhere Spezialisierung erleben. Weniger Anbieter werden den Markt bedienen und sich stärker auf ein Nischenpublikum konzentrieren. Das macht die Auswahl ein wenig einfacher. Zudem kann man erwarten, dass es mehr Flexibilität bei den Abonnements und den Preisen zur Auswahl der gewünschten Inhalte geben wird.




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