Die Kritiker

«Zwei Wochen für uns»

von
Ina (Barbara Rudnik) und Klaus (Götz Schubert) zählen sehnsüchtig die Stunden, bis ihre beiden Sprösslinge Lisa (Cynthia Witt) und Stefan (Ole Fröhlich) ins Ferienlager fahren. Urlaub von den Kindern – kann es Schöneres geben? Zunächst scheint alles voller Sonnenschein.

Doch schon bald zeigt sich, dass beide komplett unterschiedliche Vorstellungen von gemeinsamer Zeit zu Zweit haben. Obendrein erhält Klaus auch noch einen Anruf von seinem Architektur-Büro: Trotz seines Urlaubs soll er sich um einen wichtigen Großauftrag für ein Wellness-Hotel kümmern. Um Ina aber nicht zu enttäuschen, gaukelt er ihr vor, er würde mit ihr aus reiner Nächstenliebe in die luxuriöse Absteige fahren.

In einem abenteuerlichen Kraftakt versucht er zu verhindern, dass Ina von dem Treffen mit den Investoren erfährt – vergeblich. Zu allem Überfluss sorgt ein verhängnisvolles Missverständnis dafür, dass Klaus Ina verdächtigt, mit seinem Freund und Partner Eric (Helmut Zierl) eine Affäre zu haben. Ein Rosenkrieg beginnt und für Ina und Klaus werden es die zwei schlimmsten Wochen ihrer Ehe…

Story
Die Geschichte beginnt wie unzählige andere TV-Produktionen mit dem stressigen Alltag einer deutschen Durchschnittsfamilie: Gestresste, berufstätige Eltern und ihre überdrehten, hochpubertären Kinder im allmorgendlichen Chaos. Das kann zwar nicht mehr begeistern, aber man hält durch – schließlich beginnt auch so manch richtig gutes Buch eher öde.

Doch auch im weiteren Verlauf kommt die Geschichte nicht richtig in Fahrt. So sehr sich die soliden Darsteller auch bemühen, gegen ein uninspiriertes Drehbuch können sie nichts ausrichten. Zu offensichtlich sind die Versuche, Ideen von bekannten Komödien abzukupfern. Wenn Klaus heimlich im Konferenzraum die Investoren von seinen Ideen überzeugen will und dann durch das Fenster plötzlich seine Frau bei Gymnastikübungen auf der Wiese entdeckt, dann ist das nicht wirklich originell.

Fazit
«Zwei Wochen für uns» ist unterm Strich eine solide TV-Komödie. Dem jugendlichen Zuschauer werden die pubertären Witzchen von ProSieben-Produktionen fehlen, dem begeisterten Cineasten ein originelles Drehbuch und allen anderen vielleicht ein bisschen Würze. Für seichte Unterhaltung am Freitagabend reicht es aber allemal.

Lobenswert hervorzuheben ist abschließend noch der überraschend gelungene Soundtrack, bei dem unter anderen Goldkehlchen Norah Jones für stimmungsvolle Untermalung sorgt.

«Zwei Wochen für uns» läuft am Freitag, 24. Juni 2005, in der ARD.

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