US-Quoten

Super Bowl auf dem Weg zu neuen Rekorden?

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Dank eines äußerst spannenden Spiels könnte die diesjährige Super Bowl-Übertragung für einen neuen Zuschauerrekord in den USA gesorgt haben. Erste Zahlen sprechen jedenfalls dafür. Auch «The Blacklist» katapultierte sich im Anschluss auf einen persönlichen Bestwert.

Super Bowl mit Twitter-Rekord

Der Sieg der New England Patriots gegen den Titelverteidiger Seattle Seahawks war auch beim Kurznachrichtendienst Twitter ein voller Erfolg. Über 28,4 Millionen Tweets wurden während der Live-Übertragung weltweit abgesetzt. Noch nie erreichte der Super Bowl mehr Tweets. Im vergangenen Jahr waren es nach Angaben des Kurznachrichtendienstes etwa 24,9 Millionen Tweets.

Übrigens: Auch in Deutschland blieben viele Menschen länger auf den Beinen und verfolgten die nächtliche Übertragung bei Sat.1. Die Einschaltquoten finden sie hier.
Es war ein Finale, wie es sich ein Fernsehsender nicht spannender wünschen kann: Bis zum Schluss lieferten sich die New England Patriots und die Seattle Seahawks ein spannendes Match. Am Ende gewannen die Patriots mit 28 zu 24 den «49. Super Bowl». Damit sicherten sich die Patriots, zu denen auch der deutsche Sebastian Vollmer gehört, zum vierten Mal den Titel. Bereits 2002, 2004 und 2005 gewannen sie den Super Bowl.

Die Freude ist auch beim übertragenden Sender NBC groß: Die Gesamtzuschauerzahl lag nach den ersten Hochrechnungen mit 102,3 Millionen Amerikanern zwar noch unter den Werten des Vorjahres, da diese Overnight TV Ratings aber keine endgültigen Zahlen darstellen, ist davon auszugehen, dass sich dieser Wert in der finalen Endabrechnung noch deutlich steigern wird. Dafür spricht der Blick auf die Einzelauswertungen. Abseits der absoluten Zahlen reichte es bei den Ratings nämlich für einen Allzeit-Rekord. Das am Sonntagabend ermittelte Rating von 49,7 gibt an, wie viel Prozent der US-Haushalte, die einen Fernseher besitzen, das Spiel angeschaut haben – es ist das bis dato höchste Overnight Rating in der Super Bowl-Geschichte. Der Blick auf die halbstündigen Rating-Auswertungen ergibt zeitweise sogar einen Wert von mehr als 52 Prozent. Es sieht also ganz so aus, als könnte sich der diesjährige Super Bowl einen Platz ganz oben bei den meistgesehenen Fernsehsendungen in den USA sichern. Die endgültigen Zahlen werden aber noch eine Weile auf sich warten lassen.

**Update**
Die finalen Zahlen haben nun die ersten Hochrechnungen bestätigt. Der Super Bowl 2015 ist die am meistgesehene Sendung in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens, 114,4 Millionen Amerikaner schalteten ein. Damit überbot man den Rekord aus dem letzten Jahr mit mehr als zwei Millionen Zuschauern.

Der wohl begehrteste Sendeplatz im US-Fernsehen ist der Slot nach dem Super Bowl. Den bekam in diesem Jahr «The Blacklist». Die Serie mit James Spader in der Hauptrolle lief zur Hochform auf und bewegte 25,72 Millionen US-Bürger zum Einschalten. So gut lief es für «The Blacklist» noch nie. Zum Vergleich: die letzte reguläre Episode verfolgten 9,75 Millionen Zuschauer. Ob die Serie allerdings auch längerfristig von diesem Hoch profitieren und Super Bowl-Zuschauer mit auf den regulären Sendeplatz ziehen kann, muss sich noch zeigen.

Die Quoten der anderen Sender lassen sich fast vernachlässigen. Angesichts der übermächtigen Konkurrenz bestand das Programm der restlichen Networks nahezu vollständig aus Wiederholungen. ABC zeigte eine Doppelfolge von «America's Funniest Home Videos» sowie ebenfalls die doppelte Dosis von «Shark Tank». Die Clipshow kam nicht über 2,45 Millionen Zuschauer hinaus. Bei den 18- bis 49-Jährigen reichte es gerade mal für einen Prozentpunkt. «Shark Tank» generierte zunächst nur 1,97 Millionen Fans, ehe die zweite Ausgabe zulegte und 3,33 Millionen Menschen zum Einschalten bewegte (3%).

Auch der CBS-Dauerbrenner «NCIS» kam gegen den Super Bowl nicht an. Normalerweise holen selbst Wiederholungen des Formats gute Quoten, doch am Sonntagabend reichte es nur für 2,79 Millionen Fans (1%). Die Spurensicherer von «CSI» schlugen sich mit 3,01 Millionen Zuschauern nur unwesentlich besser. «Criminal Minds» war zu späterer Stunde dann schon wieder etwas gefragter. Die Reichweite stieg auf 4,14 Millionen Zuseher. Zwei Prozent waren im werberelevanten Alter.

FOX setzte auf die wohl bekannteste gelbe Familie der Welt, doch auch die «Simpsons» hatten dem Super Bowl nicht viel entgegenzusetzen. 1,91 Millionen Amerikaner sahen zu. «Brooklyn Nine-Nine» rutschte im Anschluss auf 1,14 Millionen Fans, ehe «Family Guy» noch 1,28 Millionen Menschen generierte. «Bob's Burgers» platzierte sich mit 1,26 Millionen Zuschauern auf einem ähnlichen Niveau.

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