Kino-Check

Kinocheck: Zwischen Kloster und Vulkanausbruch

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In dieser Woche startet - neben dem extrem teuer produzierten Werk «Pompeji 3D» - der US-Kassenschlager «Philomena» in deutschen Kinos. Aber auch für Familienunterhaltung ist gesorgt.

«Philomena»
Metascore: 76/100
Beste Kritik: 100/100 ("Empire" und "New York Observer")
Schlechteste Kritik: 25/100 ("New York Post")

Die junge Philomena wuchs in den 50er Jahren in einem irischen Kloster auf. Nachdem sie nach einer kurzen Liebelei schwanger wurde, nahmen die Nonnen ihr das Kind weg und hielten Philomena im Kloster als billige Arbeitskraft gefangen. Erst 50 Jahre später vertraut sie diese Geschichte ihrer deutlich später geborenen Tochter an. Die Tochter lernt auf einer Party wiederum den ehemaligen Journalisten Martin Sixsmith kennen, der aufgrund seiner von Depression gefolgten Arbeitslosigkeit plant, ein Buch zu schreiben. Von Philomenas Geschichte will er zunächst jedoch nichts wissen, trifft sich dann aber doch mit ihr. Sie schildert ihm die Ereignisse, die nunmehr ein halbes Jahrhundert zurückliegen - und er ist gerührt. Zuerst begeben sich die beiden in das Kloster, wo sie keinerlei dienliche Hinweise erhalten, bekommen im örtlichen Pub dann allerdings eine Information, die alles verändert und sie auf ihrer Suche nach Anthony, Philomenas Sohn, in die USA führt...

OT: «Philomena» (Drama, 98 Minuten)
Regie: Stephen Frears
Drehbuch: Steve Coogan, Jeff Pope, Martin Sixsmith
Darsteller: Judi Dench, Steve Coogan, Sophie Kennedy Clark uvm.
Budget: ca. 12 Millionen US-Dollar
Einspiel Eröffnungswochenende: 128.435 US-Dollar (USA)
Einspiel Gesamt: 32.720.252 US-Dollar (USA)


«Like Someone in Love»
Metascore: 76/100
Beste Kritik: 90/100 ("Los Angeles Times" und "Wall Street Journal")
Schlechteste Kritik: 42/100 ("The Playlist")

Die junge Studentin Akiko arbeitet für einen Begleitservice, um ihre Studiengebühren bezahlen zu können. Aufgrund der hohen Belastung ist sie jedoch zunehmend erschöpft und desillusioniert. Als sie ihr Job eines Tages in einen der Vororte von Tokio führt, begegnet sie dem sanften und großväterlich akademischen Takashi. Als Akiko bei ihm aufkreuzt, führt der gerade ein amüsantes mitternächtliches Telefonat, bei dem es um einige Übersetzungsarbeiten geht. Hier nimmt die Beziehung zwischen der naiven, gutmütigen jungen Frau und dem schüchternen, alten Mann ihren Anfang - und entwickelt sich schnell auf eine faszinierende Art und Weise. Irgendwann beginnt Takashi, seinem Schützling vorsichtige Ratschläge in Bezug auf ihren Freund zu geben, den Automechaniker Noriaki. Der kommt Akikos gut gehütetem Geheimnis der wahren Natur ihrer Arbeit mit der Zeit immer näher...

OT: «Like someone in Love» (Drama, 109 Minuten)
Regie: Abbas Kiarostami
Drehbuch: Abbas Kiarostami
Darsteller: Rin Takanashi, Tadashi Okuno, Ryô Kase uvm.
Einspiel Eröffnungswochenende: 21.813 US-Dollar (USA)
Einspiel Gesamt: 221.390 US-Dollar (USA)


«Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman»
Metascore: 57/100
Beste Kritik: 80/100 ("The Telegraph")
Schlechteste Kritik: 40/100 ("Time Out London")

Mr. Peabody ist ein Geschäftsmann, Erfinder, Wissenschaftler, Nobelpreisträger, Feinschmecker, zweifacher Olympiasieger und ein Genie ... und außerdem ist er ein Hund. Außerdem hat er eine überaus geniale Zeitreise-Maschine erfunden. Mit Hilfe dieser Erfindung reisen Mr. Peabody und sein menschlicher Adoptivsohn Sherman in der Zeit zurück, um entscheidende Momente der Weltgeschichte aus erster Hand mit zu erleben und einige der berühmtesten Persönlichkeiten, die es jemals gab, kennen zu lernen. Aber als Sherman die Regeln der Zeitreise bricht, geraten unsere beiden Helden in ein turbulentes Wettrennen, um die Vergangenheit wieder zu reparieren – und damit die Zukunft zu retten.

OT: « Mr. Peabody & Sherman» (Animation, 92 Minuten)
Regie: Rob Minkoff
Drehbuch: Jay Ward, Craig Wright
Sprecher USA: Ty Burrell, Max Charles, Lauri Fraser uvm.
Sprecher Deu: Christian Berkel, Andrea Sawatzki, Hella von Sinnen, Thomas Rath, Mathe Knopp uvm.


«Jack Ryan: Shadow Recruit»
Metascore: 57/100
Beste Kritik: 80/100 ("Village Voice")
Schlechteste Kritik: 40/100 ("Wall Street Journal")

Jack Ryan hat sich nach seinen Erfahrungen als Soldat in Afghanistan einem bürgerlichen Leben verschrieben. Er will die Erinnerungen abschütteln und keinerlei Risiko mehr eingehen. Aus diesem Grund ist er mit seinem Bürojob an der New Yorker Wall Street mehr als zufrieden - doch Ryan muss schneller wieder zur Waffe greifen, als ihm lieb ist. Unter einem Vorwand lädt ihn der CIA-Agent William Harper zu einem Gespräch ein, bei dem er Ryan eröffnet, dass er dessen Hilfe brauche, um einen Anschlag und den daraus resultierenden Zusammenbruch des Finanzwesens - sowie der gesamten Wirtschaft - zu verhindern. Die Gefahr geht angeblich vom russischen Oligarchen Viktor Cherevin aus, der zuerst die Vereinigten Staaten und dann sämtliche wichtigen Finanzplätze lahmlegen will. Entgegen anfänglicher Widerstände lässt sich Ryan darauf ein, nach Moskau zu fliegen und Cherevin von seinem Plan abzuhalten. Dies soll nach Möglichkeit ohne Waffengewalt erfolgen. Ryan verfängt sich jedoch schnell in einem Netz aus Intrigen - und dann taucht auch noch seine Freundin Cathy in Moskau auf...

OT: « Jack Ryan: Shadow Recruit» (Action/Mystery/Thriller, 105 Minuten)
Regie: Kenneth Branagh
Drehbuch: Adam Cozad, David Koepp, Tom Clancy
Darsteller: Chris Pine, Keira Knightley, Kevin Costner, Kenneth Branagh uvm.
Budget: ca. 60 Millionen US-Dollar
Einspiel Eröffnungswochenende: 18.034.726 US-Dollar (USA)
Einspiel Gesamt: 49.297.324 US-Dollar (USA)


«Pompeji (3D)»
Metascore: 41/100
Beste Kritik: 63/100 ("Boston Globe", "Movie Nation" und "RogerEbert.com")
Schlechteste Kritik: 0/100 ("New York Daily News")

Wir schreiben das Jahr 79 n. Chr.: Das römische Reich wird von Intrigen zerfressen, während Brot und Spiele die Bevölkerung bei Laune halten. Der Alltag des Sklaven Milo ist ein permanenter Überlebenskampf, ausgetragen in staubigen, blutgetränkten Arenen. Sein einziger Lichtblick: die wunderschöne und reiche Cassia. Doch die Liebesbeziehung mit der jungen Frau ist zum Scheitern verurteilt. Der mächtige und abgebrühte Senator Corvus will Cassia ebenfalls zur Frau. Er hat die Mittel, seinen Willen durchzusetzen und die Liebe zwischen Sklave und Bürgerstochter zu zerstören. Zumal noch von ganz anderer Richtung Zerstörung droht: Der Vesuv regt sich – seine Eruption würde nicht nur die Stadt Pompeij vernichten, sondern mit ihr auch Cassias und Milos Liebe…

OT: «Pompeii» (Action/Adventure/Drama, 105 Minuten)
Regie: Paul W. S. Anderson
Drehbuch: Janet Scott Batchler, Lee Batchler, Michael Robert Johnson
Darsteller: Kit Harington, Carrie-Anne Moss, Emily Browning, Kiefer Sutherland uvm.
Budget: ca. 100 Millionen US-Dollar
Einspiel Eröffnungswochenende: 10.340.823 US-Dollar (USA)
Einspiel Gesamt: 10.340.823 US-Dollar (USA)


«Ein Brief für Dich»
Die junge Maggy Fuller ist ein rebellischer Teenager, der seinen Eltern das Zusammenleben nicht immer leicht macht. Eines Tages erhält sie einen Brief von einem Unbekannten. Die Zeilen stecken voller Sanftheit, Zuspruch und Wohlwollen. Fortan wünscht Maggy sich nur eine Sache: Sie will den Autor des Briefs finden. Sie fragt sich, wer solche netten Worte für sie bereithalten könnte, wo sie ihre Eltern doch nur enttäuscht hat. Als sie den Verfasser Sam Worthington schließlich kennenlernt, verändert sich auch ihre Sicht auf das Leben.

OT: «The Letter Writer» (Family, 85 Minuten)
Regie: Christian Vuissa
Drehbuch: Christian Vuissa
Darsteller: Aley Underwood, Bernie Diamond, Pam Eichner uvm.


«Viva la Libertà »
Enrico Oliveri hat es als Chef der wichtigsten italienischen Oppositionspartei nicht einfach. Seine Umfragewerte sinken in den Keller und auch einige Intrigen machen ihm zu schaffen. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion verschwindet er heimlich nach Paris zu seiner ehemaligen Geliebten Danielle. Sein Verschwinden wird schnell bemerkt und löst Rätsel und Panik innerhalb der Partei aus. Doch Oliveris Vertrauter Andrea Bottini hat einen kongenialen Plan: Enricos Zwillingsbruder Giovanni übernimmt einfach dessen Rolle! Mit seinem exzentrischen Lebensstil bildet er einen starken Kontrast zu seinem Bruder, doch dieser findet Gefallen als Politiker und mischt die Politik schnell auf. Selbst Angela Merkel kann er überzeugen.

OT: «Viva la libertà» (Comedy/Drama, 94 Minuten)
Regie: Roberto Andò
Drehbuch: Roberto Andò, Angelo Pasquini
Darsteller: Toni Servillo, Valerio Mastandrea, Valerie Bruni Tedeschi uvm.
Budget: ca. 5 Millionen Euro

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