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«heute-journal» vs. «Tagesthemen» – die Quotenanalyse

Das «heute-journal» ist den «Tagesthemen» schon seit längerer Zeit quotentechnisch voraus, dabei sind die Nachrichten des Ersten am früheren Abend beliebter. Näherten sich die beiden Formate im vergangenen Jahr an?

«heute-journal»

Das «heute-journal» ging am 2. Januar 1978 zum ersten Mal auf Sendung. Der Unterschied zur 19 Uhr-Show «heute» liegt in der ausführlicheren und hintergründigeren Behandlung der Themen des Tages. Die Sendung verfügt über eine eigenständige Redaktion mit etwa 30 Redakteuren. Derzeitige Moderatoren sind, Marietta Slomka (seit 2001), Claus Kleber (seit 2003) und Christian Sievers (seit 2013).
Das Fernsehpublikum scheint je nach Uhrzeit verschiedene Präferenzen zu haben, was die Sichtung von News-Sendungen angeht. Die Institution «Tagesschau» kommt um 20 Uhr stets auf konstant gute Marktanteile und liegt damit über den Zahlen von «heute» um 19 Uhr im ZDF. Ist der Abend jedoch weiter fortgeschritten, wandern die Zuschauer vom Ersten zum Zweiten. Um 21.45 Uhr informiert nämlich das «heute-journal» im ZDF regelmäßig mehr Zuschauer als die «Tagesthemen» um 22.15 Uhr (werktags), bzw. um 21.45 Uhr am Freitag und um 22.45 Uhr am Sonntag in der ARD. Zufall oder ist die Machart des «heute-journal» einfach die beliebtere? Ein Blick auf die Quoten der letzten zwölf Monate verrät, ob sich die beiden News-Sendungen angenähert haben oder ob das «heute-journal» dauerhaft das Programm geblieben ist, dem sich die Fernsehenden lieber aussetzen.

Im Februar 2013 lockte das «heute-journal» im Mittel 3,90 Millionen Menschen vor die Empfänger. Daraus resultierte ein Gesamtmarktanteil von etwa 13,5 Prozent im Februar, womit das Format ein gutes Stück über dem ZDF-Schnitt von 12,7 Prozent bei Allen lag. Ein auffälliger Unterschied ist im Februar 2013 zwischen dem «heute-journal» und den «Tagesthemen» erkennbar. Die «Tagesthemen» im Ersten informierten eine halbe Stunde später als das «heute-journal» durchschnittlich eine ganze Million Zuschauer weniger als die ZDF-Sendung, nämlich zirka 2,92 Millionen. Dementsprechend belief sich die Quote bei den Zuschauern ab drei Jahren auf 11,6 Prozent. Weniger erträglich war für beide Formate der März 2013. Das «heute-journal» verfolgten Anfang des Frühlings im Mittel 13,8 Prozent. In diesem Monat vergrößerte sich der Abstand zwischen dem «heute-journal» und den «Tagesthemen» sogar noch: Letztere Sendung versammelte regelmäßig 11,7 Prozent der Zuschauer aller Altersgruppen vor den Empfängern.

Für beide Formate ging es im April aufwärts, als die «Tagesthemen» 2,98 Millionen Menschen auf den neusten Stand brachten, das «heute-journal » aber sogar 4,31 Millionen. Ein deutlicher Abstand zeigte sich auch in den Quoten: 14,6 Prozent des «heute-journals» standen 12,0 Prozent der «Tagesthemen» gegenüber. Während die Werte der ZDF-Sendung im Mai weitestgehend konstant blieben und bei einem Zuschauermittel von 4,28 Millionen Menschen sowie einem Durchschnittsmarktanteil von 14,4 Prozent lagen, sanken die «Tagesthemen» auf 2,70 Millionen Menschen und 11,3 Prozent ab.

«Tagesthemen»

Wie das «heute-journal» debütierten auch die «Tagesthemen» am 2. Januar 1978 und lösten damit die Spätausgabe der Tagesschau ab. Auch die «Tagesthemen» sollen im Gegensatz zu den Nachrichten vor der Primetime mithilfe ergänzender Informationen einen Mehrwert zu Info-Sendungen wie der «Tagesschau» bieten. Die Texte schreiben die Moderatoren selbst. Aktive Moderatoren sind Caren Miosga (seit 2007, Thomas Roth (seit 2013) und Pinar Atalay (seit 2014).
Zwar verfolgten mit 2,77 Millionen nicht wesentlich mehr Menschen im Juni die «Tagesthemen», dafür stieg der Marktanteil bei den Zuschauern ab drei Jahren rapide an: 13,1 Prozent stellten den bisher besten Monatsdurchschnitt 2013 dar. Und siehe da: Der Unterschied zum «heute-journal» schmolz dahin. Noch 3,67 Millionen Menschen lockte das «heute-journal» im Schnitt an und lag mit 13,6 Prozent nur noch leicht über den Werten der «Tagesthemen». Dafür stiegen die Quoten des ZDF-Formats im Juli wieder auf 14,5 Prozent, als das Pendant im Ersten im Schnitt nur noch zu 11,4 Prozent gelangten. Den gleichen Marktanteil verbuchten die «Tagesthemen» auch im August, während die Quote des «heute-journals» auf 14,1 Prozent zurückging.

Bis zum Jahresende gab die ZDF-Newsshow kontinuierlich ab: Im September generierte das Format noch 14,1 Prozent Marktanteil, im Oktober waren es 13,9 Prozent, bevor die Werte des «heute-journals» im November auf 13,4 Prozent und im Dezember auf 12,9 Prozent abklangen. Das Durchschnittspublikum der einzelnen Monate schwankte zwischen 3,61 und 3,90 Millionen Menschen. In der Restzeit, die 2013 noch blieb, hielten sich die «Tagesthemen» im Gegensatz dazu konstant. Im September erreichte das ARD-Programm im Mittel ungewohnt gute 13 Prozent der Zuschauer ab Drei. Zwischen Oktober und Dezember lag der Durchschnittsmarktanteil dann wieder zwischen 11,6 und 11,9 Prozent.

Weiter auseinander gingen die Zahlen also erst wieder 2014: Im neuen Jahr sahen bisher im Schnitt 3,87 Millionen Menschen das «heute-journal», was in einer Quote von 13,2 Prozent beim Gesamtpublikum resultierte. Die «Tagesthemen» verzeichneten dagegen nur Zuschauerzahlen von durchschnittlich 2,6 Millionen Menschen sowie einen Marktanteil von 10,4 Prozent, der so schlecht ist wie schon lange nicht mehr. Im Schnitt lag die Zuschauerzahl des «heute-journals» im vergangenen Jahr bei 3,86 Millionen Menschen, während im Mittel 2,71 Millionen Menschen die «Tagesthemen» verfolgten. Der Marktanteil der beiden Info-Sendungen belief sich im Falle des «heute-journals» auf 13,8 Prozent, während 11,7 Prozent die «Tagesthemen» regelmäßig rezipierten. Auch beim jungen Publikum ist die ZDF-Sendung (8,2 Prozent) den «Tagesthemen» (6,3 Prozent) überlegen. Das Argument, dass die «Tagesthemen» schlechter laufen, weil sie zu späterer Stunde gezeigt werden, ist nur in Sachen Zuschauerzahlen legitim und schon dort sind die Unterschiede zu groß. Das «heute-journal» ist jedoch auch von den Marktanteilen noch immer deutlich beliebter. Nahezu ausgeschlossen, dass dahinter nach dieser langen Zeit noch immer die bloße Willkür steckt, die Fernsehzuschauer sehen sich das «heute-journal» also einfach lieber an.

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