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«Wer ist hier der Boss?»

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Mit der Uralt-Sitcom waren für RTL Nitro nicht einmal durchschnittliche Werte zu holen.

Weit mehr als 20 Jahre haben die insgesamt 196 Folgen von «Wer ist hier der Boss?» inzwischen schon auf Buckel – und auch im Fernsehen ist die US-Sitcom bereits seit Ende 1992 zu sehen. Die ganz großen Fans des Formats konnten sich jedoch in den vergangenen Monaten über eine weitere Ausstrahlung sehr alter Folgen bei RTL Nitro freuen, denn der neue Digitalsender strahlte sie seit Anfang November regelmäßig aus. Werktags um 19:20 Uhr wurden die Doppelfolgen jedoch zum Flop, denn man schaffte es kaum einmal auf durchschnittliche Marktanteile.

Dass die Serie im Jahr 2012 längst kein Selbstläufer mehr ist, offenbarte sich bereits am 1. November. Mit gerade einmal 0,02 Millionen Zuschauern wurden beide Episoden des Abends mit miesen 0,1 Prozent abgestraft. Beim wichtigen werberelevanten Publikum erreichte man zunächst noch 0,2 Prozent bei 0,02 Millionen, bevor es auf 0,01 Millionen und 0,1 Prozent zurückging. Leichte Hoffnung auf Besserung machten die Freitagsausgaben, die mit 0,05 und 0,04 Millionen deutlich an Zuspruch gewannen. Die Marktanteile verharrten insgesamt jedoch bei 0,1 bis 0,2 Prozent, bei den Jüngeren verbesserte man sich immerhin leicht auf 0,3 Prozent bei jeweils 0,03 Millionen.

Nach einem schwachen Wochenauftakt mit stets nur 0,1 Prozent aller und 0,2 Prozent der werberelevanten Konsumenten verbesserte man sich am Freitag auf 0,1 bzw. 0,4 Prozent mit der ersten und sogar 0,2 und 0,6 Prozent mit der zweiten Episode des Abends. Die Reichweite kletterte hier auf ungewohnt starke 0,06 Millionen. Eine langfristige Wirkung war jedoch kaum vorhanden, denn auch danach blieb man wieder regelmäßig bei etwa 0,4 Prozent des Zielpublikums hängen.

Erst Ende November war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar, denn in der letzten Ausstrahlungswoche erreichten gleich vier von zehn Folgen 0,3 Prozent des Gesamtpublikums bei Reichweiten von bis zu 0,09 Millionen. Bei den 14- bis 49-Jährigen kamen gleich zwei Folgen auf 0,8 Prozent bei 0,07 und 0,08 Millionen, womit man endlich den Senderschnitt überstieg. Der Auftakt in den Dezember misslang hingegen mit nur 0,03 Millionen und 0,1 bzw. 0,2 Prozent wieder völlig.

Es dauerte bis zum 11. Dezember, bis erstmals eine sechsstellige durchschnittliche Zuschauerzahl generiert werden konnte. Schon die erste Folge dieses Dienstags interessierte 0,08 Millionen Menschen, bevor die zweite auf 0,10 Millionen gelangte. Insgesamt wurden trotzdem nach wie vor unterdurchschnittliche 0,3 Prozent in beiden Fällen gemessen, bei den Jüngeren schaffte man es immerhin auf solide 0,7 und 0,8 Prozent. Doch auch hieraus konnte kein langfristiger Nutzen gezogen werden, schon einen Tag später stürzte man auf 0,02 und 0,04 Millionen.

Als völliger Fehlgriff stellte sich die Entscheidung der Programmverantwortlichen heraus, die Sendung auch über die Weihnachtsfeiertage zu zeigen. An Heiligabend schaffte man es immerhin noch auf 0,03 und 0,04 Millionen Serienfans, womit Marktanteile in beiden Zuschauergruppen zwischen 0,2 und 0,3 Prozent zu Buche standen. An den beiden Weihnachtstagen hingegen ließen sich maximal 0,02 Millionen für das Angebot erwärmen, womit unterirdische 0,1 Prozent für alle vier Folgen in beiden Zuschauergruppen einhergingen. Auch im neuen Jahr konnte man nur einen Achtungserfolg verzeichnen, als am 14. Januar zum zweiten und letzten Mal 0,10 Millionen einschalteten. Selbst hier waren nur 0,3 Prozent aller und 0,8 Prozent der umworbenen Zuschauer zu holen.

Im Durchschnitt kamen die über 100 seit Anfang November ausgestrahlten Episoden auf eine durchschnittliche Reichweite von 0,05 Millionen, womit «Wer ist hier der Boss?» nur 0,2 Prozent aller Fernsehenden zum Sender locken konnte. RTL Nitro schaffte es in den vergangenen Monaten auf deutlich bessere 0,5 Prozent im Mittel. Beim Publikum zwischen 14 und 49 Jahren sahen 0,04 Millionen die Sitcom, hier wurden leicht bessere 0,4 Prozent verbucht. Doch auch in dieser Zielgruppe positionierte sich der kleine Sender zuletzt auf deutlich besseren 0,7 Prozent.

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