Die Quotenmeter-Magazin-Rubrik wird präsentiert von
Sonntagsfragen

Emilia Clarke und Michelle Fairley: 'Bei «Game of Thrones» ist niemand sicher'

von
Im Free-TV war die HBO-Serie ein Quotenhit, Sky Atlantic HD zeigt jetzt immer donnerstags die zweite Staffel. Anlässlich des Senderlaunches waren Emilia Clarke und Michelle Fairley in Hamburg und sprachen mit Quotenmeter.de über die Serie.

Wie gefällt Ihnen Hamburg?
Emilia Clarke: Wir hatten gestern einen freien Tag und ich muss sagen, Hamburg ist wirklich wunderschön.

Michelle Fairley: Absolut. Das Wasser hier ist wirklich beeindruckend – wir hatten leckeres Essen, haben schöne Gebäude gesehen. Ich mag die kleinen Kanäle hier, mich erinnert das an einigen Stellen ein wenig an Amsterdam. Und ich bin begeistert von den Menschen. In Londen ist alles so schnell und ein wenig hektisch, hier sind alle Menschen entspannt und glücklich.

Frau Fairley, Sie spielen die Figur Catelyn Stark - erzählen Sie uns etwas über Sie. Und vielleicht können Sie auch schon verraten, was sie in Staffel zwei beschäftigen wird.
Fairley: Catelyn ist eine Mutter und neuerdings auch eine Witwe. Im Grunde genommen versucht sie, ihre Familie zusammenzuhalten. Sie ist loyal, resolut und auch stark. Sie ist inzwischen aber auch eine Frau, die sehr enttäuscht ist von Leuten, denen sie einst vertraut hat. Und so wird sie eine Frau der Rache in Staffel zwei, die aber grundsätzlich versucht, ihre Söhne zu sich zu bekommen. Und dann hinter sich die Türe zu schließen und mit ihnen in Frieden und mit Freude zu leben.

Sie, Frau Clarke, spielen hingegen eine ganz junge Frau, eine Teenagerin würde man heute sagen. Sie ist wunderschön und intelligent… also alles, was ein Mädchen sein möchte…
Clarke: (lacht) Ja, richtig.

Wie geht es für Daenerys Targarye in Staffel zwei weiter?
Clarke Die Zuschauer haben sie am Ende von Staffel eins an einem sehr sphärischen Ort gesehen. In Staffel zwei entwickelt sich die Geschichte um Daenerys eher zu einem politischen Drama, könnte man sagen. Es gibt einige Dinge, die gegen sie aufkommen. Es wird zu Vertrauensproblemen kommen – also eine richtig spannende Geschichte.

Frau Fairley, wie sind Sie auf «Game of Thrones» aufmerksam geworden? Wann haben Sie realisiert, dass das eine Show ist, über die wirklich sehr sehr viele Menschen sprechen?
Fairley: Bei «Game of Thrones» ist wirklich alles atemberaubend, da haben Sie schon recht. Wie so viele habe ich die Serie sofort geliebt. Wenn man sich die Folgen anschaut, dann wird man sich der großen Qualität des Formats schnell bewusst. Wir als Schauspieler wissen alle, dass wir an etwas wirklich Einzigartigem beteiligt sind. Schon die Bücher waren fantastisch. Sie haben schon ein Feeling vermittelt, dass dich einfach mitnimmt. Das hatten wir dann auch während der Dreharbeiten. Und dann hofft man, dass das den Fernsehzuschauern auch so geht.

Frau Clarke, haben Sie als Vorbereitung auf Ihre Rolle eigentlich die Bücher von George R. R. Martin gelesen?
Clarke: Ja, die habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Ich war und bin wirklich süchtig danach.

Es gibt viele Diskussionen rund um die Rolle von Frauen in der Serie – ich habe als Vorbereitungen einen Zeitungsartikel eines New Yorker Blatts gelesen. Wie würden Sie denn die Rolle der Frau in der Serie beschreiben?
Clarke: Ich kenne diese Diskussionen. Ich denke, es gibt eine ganze Menge sehr starker Frauen hinter den Anführern. Wir zeigen das in vielen Facetten. Mütter, Kinder, Königinnen – für mich war es natürlich neu mit diesen Dingen umzugehen. Aber ich habe die Rolle der Frauen in der Serie sehr schnell sehr faszinierend gefunden.

Und es gibt, wie bei HBO üblich, sehr viele Nacktszenen. Jetzt sind Sie eine junge Schauspielerin, die erst vor Kurzem ins Business eingestiegen ist. Hatten Sie eine Scheu vor diesen Szenen?
Clarke: Ja, die Szenen waren wirklich sehr hart und für mich auch etwas ängstigend. Aber diese Szenen müssen einfach sein. Wenn Sie auch das Ursprungsbuch lesen, dann wissen Sie, dass Sie das zeigen müssen, um als Zuschauer bei der Figur zu sein. Aber ja – das war schwierig.

Frau Fairley, man kannte sie zuvor hauptsächlich durch Theaterrollen. Da könnten wir jetzt sehr lange sprechen – Sie haben zum Beispiel Lady Macbeth in einem Shakespeare-Drama gespielt. Konnten Sie Theaterrollen für die Figur Catelyn nutzen oder andersherum?
Fairley: Naja, das sind beides starke Frauen, die zudem auch sehr intelligent sind. Es gibt also durchaus ähnliche Elemente. Catelyn aber zum Beispiel ist keine Mörderin wie Macbeth. Aber sie sind beide stahlhart und streng. Am Ende von Staffel eins wurde ja Catelyns Ehemann ermordet – man wird in Staffel zwei sehen, dass sie das nun zu einer wahren Löwin werden lässt.

Wie schwierig ist es zwischen zwei so unterschiedlichen Rollen hin- und her zu schlüpfen. Sie haben ja nicht nur Shakespeare gespielt, sondern auch Stücke von Jean-Paul Satre, nur als Beispiel.
Fairley: Wir hatten «Game of Thrones» im November beendet und dann konnte ich mich wieder der Bühne zuwenden. Ich glaube es kommt immer auf die Bücher an – wenngleich Sie aber recht haben. Theater ist grundsätzlich eine ganz andere Disziplin, ein anderes Arbeit. Du musst jeden Abend präsent sein.

Man kann auch nicht so einfach eine Szene wiederholen…
Fairley: Genau das ist es. Das ist eine noch höhere Konzentration – aber das ist das Spannende, das Fesselnde. Wenn man wirklich richtig hohe Qualität auf der Theaterbühne abliefern will, man voll-konzentriert sein.

Ihr Produzent hat gesagt, mehr als zehn Folgen von «Game of Thrones» pro Jahr werden nicht möglich sein. Wie lange drehen Sie an den Episoden?
Fairley: Die Dreharbeiten dauern immer rund sechs Monate – davon drehen wir Teile im Studio, aber natürlich auch on Location. Wir haben schon in Irland, auf Malta und sogar in Kroatien gedreht. Wir drehen also weltweit, wie Sie sehen. Das hat zur Folge, dass eine Menge an Organisatorischem anfällt. Die Vorbereitungsphase ist also sehr umfangreich.

Frau Clarke, ich habe gelesen, dass Sie früher einmal Sängerin oder Architektin werden wollten. Jetzt sind Sie so etwas wie ein Welt-Star – oder vielleicht auf dem Weg dahin…
Clarke: Es stimmt, Singen wollte ich schon immer. Aber von klein auf an wollte ich eigentlich noch lieber Schauspielerin werden. Nie hatte ich ein größeres Ziel und deshalb bin ich auch sehr, sehr glücklich im Moment.

Aber Sie können jetzt nicht mehr so einfach in den Supermarkt gehen wie früher…
Clarke: Natürlich wird man auf der Straße jetzt angesprochen. Aber im Grunde genommen hat sich mein Leben gar nicht so sehr verändert.

Die Dreharbeiten zu Staffel 3 werden nun im Juli beginnen.
Clarke: Ja, das ist schon direkt um die Ecke.

Können Sie mir schon etwas dazu sagen, was Ihre Figur in der neuen Staffel erwartet?
Clarke: Nur so viel: Ich denke, diejeningen, die das dritte Buch gelesen haben, die werden auf keinen Fall enttäuscht sein.

Und wie geht es mit Catelyn weiter?
Fairley: Sie wird nach wie vor mit ihrem Sohn Robb zusammen sein. Es wird ein wahrer Kampf darum entstehen, wer König des Nordens wird. Das große Ziel von Catelyn auch in Staffel drei ist es, das Vertrauen ihres Sohnes zurückzubekommen – ich glaube dieser Wunsch steht über allem.

Können Sie sich denn vorstellen, noch lange Zeit in der Serie mitzuspielen? Über drei oder vier Jahren?
Fairley: Das müssen die Autoren entscheiden. Schon in Staffel zwei sehen wir eine Menge neuer Charaktere. In «Game of Thrones» kann jeder auch ermordet werden – bei uns ist niemand sicher.

Und Frau Clarke, über welche Projekte abseits von «Game of Thrones» können Sie schon sprechen?
Clarke: Ich habe einen Film gedreht, der im Manchester der 90er spielt, also etwas ganz anderes. Das hat mir wirklich sehr viel Spaß bereitet. Über alle anderen Projekte kann ich heute leider noch nicht sprechen.

Aber Sie können mir final noch sagen, welche Fernsehsendungen Sie privat sehr gerne sehen?
Clarke: Da sind eine Menge HBO-Formate dabei, die finde ich einfach unglaublich gut. HBO hat starke Drama-Serien wie «The Sopranos» oder «The Wire» gemacht. Ich mag aber auch «Mad Men» oder «Breaking Bad» und sehe auch Comedy-Formate ganz gerne. Grundsätzlich sehen Sie aber: Ich fühle mich bei HBO sehr wohl.

Vielen Dank und noch eine gute Zeit hier bei Sky in Hamburg.

Kurz-URL: qmde.de/56973
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger Artikel«Harry’s Law» endet mit Serientiefnächster ArtikelSchweizer «Tatort» und «Sherlock» legen zu

Optionen

Drucken Merken Leserbrief


Werbung


E-Mail:

Quotenletter   Mo-Fr, 10 Uhr

Abendausgabe   Mo-Fr, 16 Uhr

Datenschutz-Info

Letzte Meldungen

Werbung

Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Gewinnspiel

Verlosung: «Green Book»

Zum Heimkinostart des Oscar-Abräumers «Green Book – Eine besondere Freundschaft» verlosen wir tolle Preise. » mehr


Werbung

Surftipps

Brett Eldredge live in Deutschland
Im Januar 2020 kommt Brett Eldredge für zwei Konzerte nach Deutschland. Der mit Gold und Platin ausgezeichnete Sänger und Songschreiber Brett Eldre... » mehr

Werbung