Wirtschaft

Deutschlandradio kündigt Tarifverträge

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Wegen der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags erhalten Beschäftigte die für April vereinbarte Gehaltserhöhung von 2,25 Prozent nun doch nicht.

Das Deutschlandradio hat von einem Sonderkündigungsrecht der laufenden Tarifverträge Gebrauch gemacht, nachdem die Rundfunkbeitragserhöhung von monatlich 17,50 Euro auf 18,36 Euro zum 1. Januar von Sachsen-Anhalt blockiert worden war. Der Intendant Stefan Raue sagte dazu: "Die Kündigung des laufenden Tarifvertrags ist für Deutschlandradio eine leider notwendige Maßnahme, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel abverlangt."

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den Sender für dieses Verhalten. "Das könnte eine Vorreiterrolle mit sich bringen, die zu einem Flächenbrand führt", sagte der Bundesvorsitzende Frank Überall über drohende Gefahren.

Im Dezember hatte die Regierung Sachsen-Anhalts entgegen dem Willen aller anderen Länder die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in Deutschland 2021 blockiert. Daraufhin haben ARD, ZDF und Deutschlandradio dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Eilanträge wurden noch vor Jahresende vom Gericht abgelehnt. Ein endgültiges Ergebnis zur Rundfunkbeitragserhöhung steht somit noch aus.

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