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Sebastian Kneißl: ‚Als Experte gibt es keinen Schlusspfiff‘

Der ehemalige Fußballspieler (unter anderem bei Chelsea) analysiert für DAZN Spiele als Experte. Uns verrät er, wie er sich auf das Freitagsspiel in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln vorbereitet.

Der 37 Jahre alte Sebastian Kneißl, der von 2000 bis 2005 für Chelsea auflief und seine Karriere später noch in Deutschland fortsetzte, gehört seit Sendestart zu den bekanntesten Stimmen des Streaming-Dienstes DAZN. Er begleitet unter anderem Spiele in der Champions- und Europa League, aber auch in der Bundesliga. DAZN wird am Freitagabend ab 20.30 Uhr (Vorberichte ab 20.10 Uhr) das Match zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln übertragen. Wie immer wird DAZN dann neben dem Lead-Kommentator auch einen Experten als Co-Kommentator einsetzen.

„Für das Spiel Dortmund gegen Köln an diesem Freitag hatten wir am Montag in der Redaktion unsere Vorbesprechung, in der auch schon Ideen und Themen für die Analyse besprochen wurden. Ich schaue mir nochmals das letzte Spiel der beiden Mannschaften an, recherchiere viel rund um die Partie und telefoniere mit vielen Menschen im nahen Umfeld des Vereins. So bekommt man ein Gespür für die ‚Geschichte der Partie‘“, erklärt Kneißl, der auch sagt, dass es als Experte keinen Schlusspfiff gibt. Die Vorbereitung ist durchgängig. Man könnte auch einen alten Spruch bedienen: Nach dem Spiel ist eben vor dem Spiel.

„Ich schaue mir sehr viele Fußballspiele an, lese Spielberichte und notiere mir regelmäßig meine Gedanken und Analysen zu den verschiedenen Teams in meiner Cloud. Entsprechend des Dienstplans liegt der Fokus in den 1-2 Wochen vor dem Spiel auf den Mannschaften, die man begleitet“, sagt Kneißl, der es als spannenden Aspekt seiner Arbeit sieht, bestimmte Spielmuster zu erkennen. Diese möchte er dann mit sinnvollen Statistiken untermauern – und so den Zuschauern einen echten Mehrwert bieten. „Meine persönliche Leidenschaft ist die Einzelanalyse von Spieleraktionen. Mal ist der technisch-taktische Teil im Fokus, mal die psychologisch-mentale Komponente.“ Die Vorbereitung auf Bundesliga-Spiele falle ihm dabei, wegen der intensiven Berichterstattung in Deutschland, leichter als bei internationalen Spielen – etwa der ebenfalls bei DAZN laufenden Serie A. „Trotzdem sind bspw. ausländische Medien ein gutes Mittel um die Partie aus einem anderen Blickwinkel einschätzen zu können“, meint Kneißl.

Bei seiner Arbeit profitiert er natürlich auch von seinem Erfahrungsschatz als Spieler, als Trainer und als leidenschaftlicher Fan der Sportart: „einer der wichtigsten „Diamanten“, die wir Ex-Profis haben“, sei der erlangte Erfahrungsschatz, erklärt Kneißl. „Du kannst die Situationen auf und neben dem Platz besser nachvollziehen und somit gezielter antworten. Ich möchte genau das, was viele Zuschauer auch möchten – gemeinsam das Spiel schauen und mit Objektivität und Neutralität darüber sprechen.“

Dennoch: Auch Kneißl musste lernen, wie sich ein guter Experte und Co-Kommentator gewinnbringend in Übertragungen einbringt. Er erklärt: „Man muss die Rolle des Experten verstehen und sich gezielt einbringen. Der Kommentator leitet den Zuschauer durch das Spiel und liefert Informationen rund um das Spielgeschehen, während der Experte in erster Linie taktische Analysen sowie Spiel- und Spielereinschätzungen abgibt. Das ist der große Unterschied zum Co-Kommentator. Wenn diese Rollenverteilung klappt, bietest du dem Zuschauer automatisch einen Mehrwert. Ich finde es dynamischer, wenn zwei Stimmen das Spiel begleiten. „Vier Augen sehen mehr als zwei“. Es ist echt eine spannende Nummer, wenn Kommentator und Experte unterschiedlicher Meinung sind und diese “On-Air“ diskutiert wird.“ Manchmal, berichtet Kneißl mit einem Schmunzeln, gehe es nach dem Spiel noch weiter.


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