Wirtschaft

Darum investiert KKR jetzt in einen Content-Giganten in Deutschland

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Die neue Firma, geleitet von Fred Kogel, wolle die besten Talente überhaupt binden. Man vergleich sich zur Zeit ein bisschen mit MGM, verriet KKR-Manager Freise nun.

Ein „klares Aufbruchssignal“ habe die Investorengruppe KKR gesetzt, erklärte Philipp Freise, der das deutsche Investmentteam der Firma in den Bereichen Technologie, Medien und Kommunikation leitet. KKR hatte in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Firmen übernommen: Die Tele München Gruppe (TMG), Universum Film, sowie die Produktionsfirmen i&u (non-fiction ) und Wiedemann & Berg Film (Fiction). Freise verglich die Aktivitäten der zurückliegenden Monate in einem Interview mit der Welt am Sonntag nun mit einem Turmbau. „Wir haben gemeinsam mit Fred Kogel vier starke Bausteine mit großartigen Teams zusammengebracht und am Ende ergänzen sich alle Teile zu einem Meisterwerk.“ Die Vision der KKR sei ein Unternehmen, das die komplette Wertschöpfungskette abbildet – also Produktion, Lizensierung und Verbreitung.

„Wir wollen die Anlaufstelle für die besten Talente werden und Partner von allen Anbietern“, erklärt er. Den audiovisuellen Medienmarkt vergleicht er dabei mit dem Musikmarkt von vor zehn Jahren. „Die Musikindustrie hat sich zehn Jahre lang gequält und sich gefragt, ob es ein Überleben in der digitalen Welt gibt. Der Markt hatte sich damals halbiert. Gleichzeitig nahm aber das Volumen des Konsums von Musik zu; es vervierfachte sich.“ Und die deutsche TV-Industrie könne mehr als sie denke. Freise sagte, man unterschätze, wie attraktiv die deutschen Inhalte seien – und verwies etwa auf die Serie «Deutschland ´86».

Freise betonte aber auch, dass der Aufbau der neuen Firma Zeit brauche. „Durchschnittlich halten wir unsere Beteiligungen für sieben Jahre.“ Er sei sich sicher, dass „wir in diesem Fall längerfristig dranbleiben werden. In diesem Geschäft braucht es einen langen Atem.“ Zumal Freise, der sich offenbar die MGM von früher als Vorbild genommen hat, auch klar stellte, dass man nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern in ganz Europa angreifen möchte.

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