Die Kritiker

«Desperate Housewives» - Asche auf mein Haupt!

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Hintergrund:
Die «Desperate Housewives» sind fünf Damen, die alle immer irgendein Problem haben. Seien es Scheidungen, Straftaten oder moralische Verbrechen: In der Wisteria Lane, wo alle Hausfrauen ihr zu Hause haben, ist immer etwas los.

Die fünf Hauptdarstellerinnen, Marcia Cross (spielt Bree van de Kamp), Teri Hatcher (Susan Mayer), Felicity Huffman (Lynette Scavo), Eva Longoria (Gabrielle Solis) und Edie Britt (Nicolette Sheridan) haben mit ihrer Serie schon nach drei Monaten nach Sendestart zwei Golden Globes eingeheimst: Den ersten erhielt das Team als «beste TV-Serie: Musical oder Comedy» und Teri Hatcher gewann den Goldenen Globe als beste Hauptdarstellerin 2005. Inzwischen ist schon bekannt, dass es eine zweite Staffel geben wird. Drehstart dazu ist schon im Juli 2005.

Story:
Zwar darf nicht zu viel verraten werden, jedoch können einige, pikante Details bekannt gegeben werden. Zum Ersten ist da Lynette. Sie versucht, sich mit Yoga wieder ins Gleichgewicht zwischen Haushalt und Kinder zu bringen. Doch all ihre Versuche, in den Yoga-Kurs zu kommen, scheinen vergebens zu sein. Dann fasst die Dame an der Rezeption den kahl geschorenen Kopf ihres Sohnes falsch auf - das Märchen um den Yoga-Kurs beginnt.

Zum Zweiten haben wir Bree. Sie hat seit der letzten Folge einen neuen Bekannten, mit dem sie viel unternimmt. Er hat sich anscheinend in sie verliebt, doch dann passiert der ach so perfekten Bree ein Missgeschick, was im Krankenhaus endet.

Auch die Geschichte rund um Gabrielle und Carlos wird weiter erzählt. Carlos kommt aus dem Gefängnis frei und sitzt nun zu Hause herum. Gabrielle muss, um an Geld zu kommen - da die Konten gesperrt sind - wieder modeln. Soweit nicht schlimm, wären es nicht die allerletzten Jobs, die es in dieser Branche gibt. Zu allem Überfluss gibt es zwischen Carlos und Gabrielle am Abend Streit. Er hat den ganzen Tag nichts gegessen, sie hat ihm was mitgebracht – er kommt aber nicht an die Chickenwings, da seine Fußfesseln nur einen bestimmten Radius haben und Gabrielle ist daran nicht ganz unschuldig...

Zwischen Susan und Edie entwickelt sich – sehr überraschend nach ihrem Geständnis über sie und Carl – eine Freundschaft, wenn auch nur eine oberflächliche. Susan fasst sich ans Herz und beichtet Edie ihre Schandtat. Was daraufhin passiert, ist nicht nur etwas makaber, sondern auch ganz amüsant.

Hauptaugenmerk der Folge ist die gefundene Leiche, die sich als die von Martha Huber herausstellt. Die gesamten Bewohner der Wisteria Lane trauern um ihre Nachbarin – mehr oder weniger. Ihre Schwester, die sich nicht wirklich wie eine benimmt, kümmert sich mehr ums Geld anstatt um ihre Mrs. Huber.

Zum anderen haben wir da Mike Delfino. Was am Anfang schon merkwürdig herüberkam – seine Pistole – wird noch einmal durch eine neue Person bestärkt. Diese gibt Mike Delfino's Geschichte eine komplette Wendung.

Zum wahrscheinlich wichtigstem Punkt der Folge: Der Cliffhanger. Ohne zu übertreiben, die Szene, die dem Zuschauer am Ende einer Episode Lust auf die nächste machen soll, ist mehr als gelungen. Keiner wird einen Zusammenhang zu der behandelten Geschichte aufbauen können und das liefert einen perfekten Übergang in die Sommerpause.

Kritik:
Theoretisch gibt es nichts zu bemängeln. Seien es die schauspielerischen Leistungen der Darsteller, der Schnitt, das Studio – alles einwandfrei. Zwar gibt es an manchen Stellen ein paar Ungereimtheiten der Synchronisation, aber diese werden wohl bei jeder 'importierten' Produktion vorkommen. Die Synchron-Autoren können nunmal nicht wortwörtlich übersetzen, denn aus - wenn man es so sagen will - Platzgründen (Darsteller redet kurz; deutsche Übersetzung erfordert mehr Wörter) gibt die Übersetzung inhaltlich nicht immer das herüber, was im Original gesprochen wird. Vor allem bei Gags ist das ein Problem. Alles in allem eine gelungene letzte Episode vor der Sommerpause.

ProSieben zeigt die verzweifelten Hausfrauen mit "Asche auf mein Haupt" am 28. Juni 2005 um 21.15 Uhr.

Kurz-URL: qmde.de/10274
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