SchwerpunktHollywoods teure Gewohnheit: Warum das große Geld so selten bei Frauen landet

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Eine Studie über fast 200.000 Filme zeigt, wie wenig die Budgetverteilung mit dem wirtschaftlichen Abschneiden weiblicher Kreativer zusammenpasst.

Wer in der Filmbranche über Gleichberechtigung spricht, landet schnell bei Sichtbarkeit, Vorbildern und der Frage, welche Geschichten überhaupt erzählt werden. Eine neue Studie stellt eine zusätzliche, für Studios womöglich besonders unbequeme Frage: Verteilen sie ihr Geld eigentlich nach den wirtschaftlichen Ergebnissen? Denn wenn bestimmte Produktionskonstellationen vergleichbare oder sogar bessere finanzielle Resultate erzielen, müsste sich das irgendwann in ihren Finanzierungschancen widerspiegeln. Genau dieser Zusammenhang scheint bei der Beteiligung von Frauen an Regie und Drehbuch nur eingeschränkt zu funktionieren.

Anja G. Huwiler von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz untersucht in ihrer am 22. September 2026 in „Frontiers in Communication“ veröffentlichten Arbeit die Beteiligung von Frauen an fast 200.000 Filmen aus drei Jahrzehnten. Ihr Befund geht über die bekannte Unterrepräsentation hinaus: Zwischen der Verteilung von Produktionskapital und den beobachteten finanziellen Ergebnissen besteht eine erklärungsbedürftige Lücke. Besonders deutlich wird sie bei Filmen mit Drehbuchautorinnen und bei der Frage, wer Zugang zu den höchsten Budgets erhält.

Die Untersuchung umfasst 199.656 in der IMDb dokumentierte Langfilme mit einer Laufzeit von mindestens 60 Minuten, die zwischen 1994 und 2023 veröffentlicht wurden. Für die wirtschaftliche Auswertung steht eine deutlich kleinere Teilmenge zur Verfügung: 4.245 Filme, für die Produktionsbudgets und weltweite Kinoeinspielergebnisse aus der Datenbank The Numbers zugeordnet werden konnten. Diese Finanzstichprobe besteht überwiegend aus kommerziell sichtbaren US-Kinoproduktionen. Sie erlaubt deshalb Aussagen über einen wichtigen Teil des Filmgeschäfts, bildet aber weder den gesamten Weltmarkt noch das heutige Streaminggeschäft ab.

Schon die Verteilung der kreativen Positionen zeigt, wie ungleich die Ausgangslage ist. Bei 73,8 Prozent aller untersuchten Filme war weder in der Regie noch beim Drehbuch eine Frau verzeichnet. Bei 11,2 Prozent wirkten Frauen am Drehbuch mit, ohne dass eine Regisseurin beteiligt war. 4,5 Prozent hatten mindestens eine Frau in der Regie, aber keine Drehbuchautorin. Weitere 10,5 Prozent verzeichneten Frauen in beiden Bereichen.

Über die drei Jahrzehnte ist durchaus Bewegung erkennbar. Der Anteil der Filme mit mindestens einer Frau in Regie oder Drehbuch stieg von 21,5 Prozent im Jahr 1994 auf 29,4 Prozent im Jahr 2023. Das ist ein Zuwachs um 7,9 Prozentpunkte. Dennoch blieb selbst am Ende des Untersuchungszeitraums bei mehr als sieben von zehn Filmen die kreative Verantwortung in diesen beiden Bereichen ausschließlich bei Männern. Am stärksten legte die Gruppe zu, in der Frauen sowohl in der Regie als auch beim Drehbuch vertreten waren. Ihr Anteil erhöhte sich von 6,7 auf 12,6 Prozent und hat sich damit nahezu verdoppelt. Filme mit Regisseurinnen, aber ohne Drehbuchautorinnen, kamen von 3,4 auf 5,1 Prozent voran. Dagegen bewegte sich der Anteil der Filme mit Autorinnen, aber ohne Regisseurinnen, kaum: 1994 waren es 11,1 Prozent, 2023 schließlich 11,5 Prozent.

Bemerkenswert ist außerdem, wie häufig die beiden Tätigkeitsfelder zusammenfallen. Von den knapp 30.000 Filmen mit mindestens einer Regisseurin verzeichneten rund 70 Prozent zugleich mindestens eine Drehbuchautorin. Weibliche Beteiligung an der Regie tritt in diesem Datensatz somit überwiegend dort auf, wo Frauen auch am Schreiben beteiligt sind. Ob dahinter häufiger selbst entwickelte Projekte, bestimmte Netzwerke oder unterschiedliche Zugangswege in die Branche stehen, lässt sich mit diesen Zahlen allein nicht beantworten. Eine naheliegende Frage betrifft den Einschnitt durch #MeToo. Seit 2017 standen Machtmissbrauch, berufliche Abhängigkeiten und die Stellung von Frauen in der Filmindustrie besonders stark im öffentlichen Fokus. Hat dieser Druck den Aufstieg von Frauen in zentrale kreative Positionen beschleunigt? Die Studie findet dafür bis einschließlich 2023 keinen belastbaren Nachweis einer dauerhaft höheren Wachstumsgeschwindigkeit.

Zwar zeigt ein statistischer Test eine Veränderung um das Jahr 2017. Die genauere Analyse deutet jedoch eher auf einen kleinen einmaligen Anstieg als auf einen nachhaltig steileren Aufwärtstrend hin. Frauen wurden weiterhin häufiger beteiligt, aber nicht nachweisbar mit einer grundsätzlich neuen Dynamik. Daraus lässt sich nicht ableiten, #MeToo habe insgesamt nichts verändert. Die Untersuchung misst weder Arbeitsbedingungen noch den Umgang mit Übergriffen. Zudem ist der Zeitraum nach 2017 relativ kurz. Für die hier untersuchte Besetzung von Regie und Drehbuch bleibt jedoch die ernüchternde Beobachtung: Die große öffentliche Debatte ging nicht mit einer klar erkennbaren Beschleunigung des langfristigen Trends einher.

Wirtschaftlich besonders interessant wird die Arbeit beim Vergleich der Produktionsbudgets. Dafür verwendet Huwiler überwiegend den Median, also den mittleren Wert einer sortierten Verteilung. Das ist im Filmgeschäft sinnvoll, weil einzelne extrem teure oder außergewöhnlich erfolgreiche Produktionen einen gewöhnlichen Durchschnitt stark verschieben können. Sämtliche Geldbeträge wurden zudem auf das Preisniveau von 2023 umgerechnet.

Filme ohne Frauen in Regie und Drehbuch verfügten in der Finanzstichprobe über ein mittleres Produktionsbudget von 39,2 Millionen US-Dollar. Filme mit Drehbuchautorinnen, aber ohne Regisseurinnen, lagen mit 41,4 Millionen Dollar in einer vergleichbaren Größenordnung. Bei Produktionen mit Regisseurinnen, aber ohne Autorinnen, waren es dagegen 30,4 Millionen Dollar. Den niedrigsten Wert erreichten Filme mit Frauen in beiden Funktionen: Ihr Medianbudget betrug 19,9 Millionen Dollar und damit ungefähr die Hälfte des Werts der ausschließlich männlich besetzten Vergleichsgruppe.

Diese Zahlen widersprechen zunächst einer allzu einfachen Erzählung, wonach jede Form weiblicher Beteiligung automatisch mit kleineren Budgets verbunden sei. Für die Gruppe mit Drehbuchautorinnen gilt das gerade nicht. Besonders groß ist der Abstand dort, wo Frauen in der Regie vertreten sind und vor allem dann, wenn sie zugleich auf der Drehbuchseite vorkommen. Wer Gleichberechtigung in der Filmwirtschaft beurteilen will, muss deshalb genauer hinsehen, an welcher Stelle Frauen beteiligt werden und welche finanziellen Ressourcen mit diesen Positionen verbunden sind.

Für den Leistungsvergleich berechnet die Studie eine Renditekennzahl aus dem weltweiten Kinoeinspiel und den Produktionskosten: Vom Einspielergebnis wird das Budget abgezogen, anschließend wird die Differenz durch das Budget geteilt. Ein Wert von 1,10 bedeutet damit, dass das weltweite Einspiel das Produktionsbudget um 110 Prozent überstieg.

Das ist allerdings keine vollständige Gewinnrechnung eines Studios. Marketing- und Vertriebskosten fehlen ebenso wie zusätzliche Einnahmen aus weiteren Verwertungswegen, etwa Streaming, Heimkino und Merchandising. Die als „Profit“ bezeichnete Größe ist in dieser Untersuchung entsprechend die Differenz aus Kinoeinspiel und Produktionsbudget. Sie sollte nicht mit einem tatsächlich verbleibenden Unternehmensgewinn verwechselt werden. Die Kennzahlen ermöglichen einen vereinfachten Vergleich des Verhältnisses von Kinoumsatz und Herstellungskosten.

In diesem Vergleich schneiden Filme mit mindestens einer Drehbuchautorin und ohne Regisseurin besonders gut ab. Ihre mittlere Renditekennzahl liegt bei 1,10, während Produktionen ohne Frauen in beiden Funktionen auf 0,88 kommen. Der erste Wert liegt damit um 25 Prozent über dem zweiten. Auch die mittlere Differenz zwischen Einspiel und Produktionsbudget fällt höher aus: 35,9 Millionen Dollar stehen 26,8 Millionen Dollar gegenüber, ein Vorsprung von rund 34 Prozent.

Das ist der wirtschaftlich auffälligste Befund der Untersuchung. Bei ähnlichen mittleren Budgets erzielt die Gruppe mit Drehbuchautorinnen bessere Ergebnisse. Daraus folgt keine Erfolgsgarantie für das nächste Drehbuch und ebenso wenig der Nachweis, dass allein die Beteiligung einer Frau den Unterschied verursacht. Es erschwert aber die pauschale Behauptung, weibliche Beteiligung sei aus kommerzieller Sicht ein Nachteil.

Auch Filme mit Frauen in beiden Funktionen liefern ein bemerkenswertes Ergebnis. Ihre mittlere Renditekennzahl beträgt 0,89 und liegt damit nahezu gleichauf mit den 0,88 der rein männlich besetzten Vergleichsgruppe. Sie erreichen dieses Verhältnis zwischen Kinoeinspiel und Produktionskosten bei ungefähr halb so hohen mittleren Budgets. Die absoluten finanziellen Größen bleiben geringer, doch die eingesetzten Produktionsmittel stehen in einem sehr ähnlichen Verhältnis zum erzielten Einspiel.

Zum vollständigen Bild gehört allerdings auch ein gegenläufiger Befund. Filme mit Regisseurinnen, aber ohne Drehbuchautorinnen, erreichen lediglich eine mittlere Renditekennzahl von 0,44 und damit den niedrigsten Wert der vier Gruppen. Ihre mittlere Differenz aus Einspiel und Budget liegt bei 13,8 Millionen Dollar. Eine allgemeine Aussage, Filme mit weiblicher Beteiligung seien stets wirtschaftlich erfolgreicher, wäre deshalb falsch.

Diese Gruppe umfasst in der Finanzanalyse allerdings nur 83 Filme. Zum Vergleich: Der Kategorie mit Drehbuchautorinnen gehören 752 Produktionen an, der Gruppe mit Frauen in beiden Funktionen 217 und der ausschließlich männlich besetzten Vergleichsgruppe 3.193. Entsprechend vorsichtig müssen die Ergebnisse interpretiert werden. In einer zusätzlichen statistischen Analyse unter Berücksichtigung von Genre und Erscheinungsjahr unterscheidet sich die Gruppe mit Regisseurinnen ohne Autorinnen nicht signifikant von der männlichen Referenzgruppe.

Die Genrefrage ist grundsätzlich wichtig. Wenn bestimmte personelle Konstellationen häufiger in Genres vorkommen, die andere Produktionskosten und Erlösmöglichkeiten haben, können einfache Vergleiche in die Irre führen. Huwiler prüft deshalb, ob der Vorteil der Filme mit Drehbuchautorinnen nach Berücksichtigung von Genre und Veröffentlichungsjahr bestehen bleibt. Er wird kleiner, verschwindet aber nicht und bleibt statistisch signifikant.

Auch diese zusätzliche Prüfung macht aus einem Zusammenhang noch keinen Kausalnachweis. Faktoren wie die Zugehörigkeit zu einer etablierten Filmreihe, die Besetzung, der Umfang der Vermarktung oder die Auswahl der überhaupt finanzierten Projekte können weiterhin eine Rolle spielen. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass sich der beobachtete Vorsprung nicht allein mit der unterschiedlichen Genreverteilung erklären lässt.

Besonders zugespitzt erscheint die Schieflage am oberen Ende der Budgethierarchie. In der von der Studie ausgewiesenen Gruppe der teuersten Produktionen, dem obersten Prozent, finden sich 44 Filme. Bei 39 davon waren Regie und Drehbuch ausschließlich männlich besetzt. Die übrigen fünf hatten mindestens eine Drehbuchautorin. Ein Film mit einer Regisseurin war in dieser Spitzengruppe nicht vertreten.

Die notwendige Einschränkung lautet: Das gilt für den ausgewerteten Finanzdatensatz und dessen Budgetrangfolge über den gesamten Zeitraum von 1994 bis 2023. Daraus folgt weder, dass Frauen grundsätzlich keine großen Kinoproduktionen inszeniert hätten, noch dass jedes einzelne Jahr separat untersucht worden wäre. Innerhalb dieser Auswahl zeigt sich aber eine bemerkenswert geschlossene Spitze. Je näher die Analyse an die höchsten Investitionssummen rückt, desto seltener sind Frauen in der Regie zu finden.

Auch in den breiteren Spitzengruppen bleiben sie eine kleine Minderheit. Unter den 440 Filmen der als oberste zehn Prozent ausgewiesenen Budgetgruppe befinden sich sechs Produktionen mit Regisseurinnen ohne Drehbuchautorinnen und weitere 15 mit Frauen in beiden Funktionen. 90 Filme haben Autorinnen, aber keine Regisseurinnen. Bei 329 Produktionen sind beide Positionen ausschließlich mit Männern besetzt.

Erneut schneiden die Filme mit Drehbuchautorinnen beim Verhältnis zwischen Kinoeinspiel und Budget besonders gut ab. In dieser Gruppe der teuersten zehn Prozent beträgt ihre mittlere Renditekennzahl 2,15, gegenüber 1,62 bei ausschließlich männlich besetzten Produktionen. Das entspricht einem Vorsprung von rund 33 Prozent. Die mittlere Differenz aus Einspiel und Produktionsbudget liegt bei 451,9 Millionen Dollar, verglichen mit 318,4 Millionen Dollar.

Gerade diese spektakulären Werte erfordern Zurückhaltung. Die Vergleiche innerhalb der Budgetspitzen sind beschreibend; wegen der teilweise sehr kleinen Fallzahlen verzichtet die Studie hier auf formale Signifikanztests. Bei den allerteuersten Filmen stehen beispielsweise nur fünf Produktionen mit Drehbuchautorinnen 39 Filmen ohne Frauen in beiden Funktionen gegenüber. Die Ergebnisse sind ein Anlass, Vergabeentscheidungen genauer zu untersuchen, aber keine belastbare Renditeprognose für kommende Blockbuster.

Liefert wenigstens das Publikum eine plausible Erklärung für die ungleiche Budgetverteilung? Die Untersuchung zieht dafür IMDb-Bewertungen und die Anzahl abgegebener Stimmen heran. Im großen Datensatz erhalten Filme mit Regisseurinnen ohne Drehbuchautorinnen mit durchschnittlich 6,66 Punkten sogar die besten Bewertungen. Gleichzeitig weisen sie die niedrigste über logarithmierte Stimmenzahlen gemessene Sichtbarkeit auf. Gute Bewertungen und große öffentliche Aufmerksamkeit fallen also keineswegs automatisch zusammen.

In der kommerziell geprägten Finanzstichprobe liegen die Bewertungen enger beieinander. Produktionen ohne Frauen in Regie und Drehbuch erreichen durchschnittlich 6,37 Punkte, Filme mit Frauen in beiden Bereichen 6,34 Punkte. Die Gruppe mit Drehbuchautorinnen kommt auf 6,28 Punkte, jene mit Regisseurinnen ohne Autorinnen auf 6,13 Punkte. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Gruppenwert liegen lediglich 0,24 Punkte auf der Zehnerskala.

Deutlicher unterscheiden sich die Zahlen der abgegebenen Bewertungen. Filme ohne Frauen in beiden Positionen erhalten im Median rund 75.000 Stimmen, Produktionen mit Frauen in Regie und Drehbuch knapp 38.000. Allerdings sind IMDb-Stimmen weder verkaufte Kinokarten noch eine repräsentative Reichweitenmessung. Sie zeigen die Aktivität der Nutzer einer bestimmten Plattform. Die Studie weist selbst darauf hin, dass englischsprachige und in den USA verbreitete Filme sowie männliche Nutzer dort stärker ins Gewicht fallen.

Bei den teuersten Produktionen werden die Abstände in der Zahl der Bewertungen wesentlich kleiner. Das passt zu der Annahme, dass Sichtbarkeit auch von den Ressourcen abhängt, die ein Film erhält. Wo hohe Budgets, breite Auswertung und öffentliche Aufmerksamkeit zusammenkommen, fällt die Beteiligung von Frauen offenbar weniger mit einer geringeren Resonanz auf der Plattform zusammen. Einen direkten Nachweis für die Wirkung einzelner Marketingmaßnahmen liefert die Untersuchung allerdings nicht.

Was erklärt dann die Verteilung des Geldes? Huwiler diskutiert unter anderem die Beharrungskraft etablierter Geschäftsbeziehungen. Filmproduktionen sind riskante Investitionen, ihr Erfolg lässt sich nur begrenzt vorhersagen. Unter solchen Bedingungen können vertraute Namen und eingespielte Kooperationen besonders attraktiv erscheinen. Wer schon große Projekte bekommen hat, verfügt anschließend über Referenzen, Kontakte und Erfahrungen, die den Zugang zum nächsten großen Projekt erleichtern.

Umgekehrt kann ein kleineres Budget die Möglichkeiten begrenzen, jene weithin sichtbaren Erfolge vorzuweisen, die bei späteren Entscheidungen gefragt sind. Als mögliche Erklärung ist dieser Kreislauf plausibel. Die vorliegende Untersuchung kann jedoch nicht nachweisen, welche konkreten Motive einzelne Studios, Produzenten oder Geldgeber geleitet haben. Sie dokumentiert das Muster und diskutiert Mechanismen aus der bisherigen Forschung.

Huwilers Arbeit liefert keinen Beweis dafür, dass jedes Studio mit einer anderen Personalentscheidung mehr verdienen würde. Sie liefert aber gute Gründe, die wirtschaftlichen Selbstverständlichkeiten hinter solchen Entscheidungen zu hinterfragen. Frauen bleiben in zentralen kreativen Positionen unterrepräsentiert, obwohl die beobachteten Ergebnisse keine pauschale kommerzielle Rechtfertigung dafür bieten. Für eine Branche, die Investitionen mit Erfolgsaussichten begründet, ist das eine unbequeme offene Rechnung.
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