Teil I: Neidisch blickt Deutschland mitunter nach Amerika. Warum sich die dortige Serie auch erst entwickeln musste – und das über Jahre hinweg – beleuchtet Quotenmeter.de in einer Reise durch die vergangenen Jahrzehnte. Man kann die Entwicklungen quasi in zwei Phasen aufteilen…
Dr. Vladislav Tinchev ist als Redakteur bei Quotenmeter zuständig für Rezensionen, Interviews und Schwerpunktthemen. Bis 2012 war er bei den Kollegen von Serienjunkies aktiv. Er arbeitet als Headwriter für die bulgarische Serie "Fourth Estate" (zweite Staffel), hat für ARD-Degeto die Krimi-Reihe «Branka Maric» entwickelt und unterrichtet an der Universität in Hamburg. Weitere Informationen gibt es auf seiner Homepage.
Die erste Phase erstreckt sich von der Premiere von «Hill Street Blues» (1981) bis zur Absetzung von «Twin Peaks» (1991) und umschließt noch einige wenige Produkte wie «St. Elsewhere», «Moonlighting» und «Miami Vice». Diese erste Phase markiert eine wirtschaftliche Krise für die Networks. In den 80er Jahren bekamen ABC, NBC und CBS starke Konkurrenz durch das Kabelfernsehen. Im Kabelfernsehen durften sich die Konzerne vertikal organisieren und strukturieren, während den Networks dies untersagt war – für sie galten weiterhin die FinSyn-Rules und die PTAR (Primetime Access Rules). Im Jahre 1970 verabschiedete FCC (Ferderal Communications Commission), damals noch nur Kartellaufsicht, zwei neue Regelwerke:
Daraus ergaben sich zwei Entwicklungen: Einerseits erhoben die Networks die Seifenoper und damit eine bestimmte Art seriellen Erzählens zu einem Primetime-Genre, und zwar mit weltweitem Erfolg – «Dallas», «Dynasty» und «Falcon Crest». Andererseits wurden aufwändige Produktionen für den Syndication-Markt produziert. Diese widmeten sich überraschenderweise einem Genre, das von den Networks abgeschrieben worden war und als ungeeignet bzw. unrealisierbar für das Fernsehen galt: dem Science Fiction-Genre. Dabei erkannten die Produktionsfirmen die Möglichkeit, ein neues Produkt anzubieten und zugleich vertraute und relevante Themen anzusprechen, die sich bereits in einem anderen Genre, das dem Sci-Fi-Genre sehr nahe steht, behauptet haben – nämlich im Western. Wenn man die Kinoproduktionen und die sozial-politischen Umstände bzw. Zustände des Kalten Krieges in Betracht zieht, dann verwundert es nicht, dass ein altes Thema in neuer Verpackung im Massenmedium Fernsehen Erfolg finden konnte. 

• 21 Jump Street • 48 Hours • Ally MacBeal • America’s Funniest Home Videos • Babylon 5 • Beverly Hills 90210 • Buffy • Buffy: The Vampire Slayer • CSI • Chicago Hope • Dallas • Dateline NBC • Deep Space Nine • Dynasty • ER • Ellen • Eye to Eye with Connie Chung • Falcon Crest • Friends •
Manager Creative Productions (m/w/d)
Jungredakteur/Redakteur Casting (w/m/d)
Pflicht/-Orientierungspraktikant Redaktion (w/m/d)
Redakteur (w/m/d) oder Jungredakteur (w/m/d)
Jungredakteur/Redakteur (w/m/d)
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel