Nachdem die fünfte Staffel schon zu einem enormen Einbruch der Zuschauerzahlen führte, endete die Serie mit ihrer sechsten Staffel am US-Freitag mit erneut sehr deutlichen Verlusten.
Bereits gegen Ende der fünften Staffel bewegten sich die Werte von «Glee» in einem absolut indiskutablen Bereich. Die Episoden sieben bis 19 generierten nur drei Prozent bei den so wichtigen 18- bis 49-Jährigen, dabei standen Anfang der zweiten Staffel noch durchschnittlich 16 Prozent zu Buche. Lediglich eine der Ausgaben unterhielt dabei über drei Millionen Zuschauer. Das Finale verfolgten schließlich nur noch zwei Prozent der Jüngeren, wobei reichweitentechnisch ein neuer Negativ-Rekord feststand: Nur insgesamt 1,87 Millionen Zuschauer waren mit von der Partie. Diese Werte galt es für die sechste Staffel deutlich zu überbieten, denn bereits damals bewies FOX viel Geduld mit «Glee», welches eine äußerst treue Fangemeinde hinter sich versammelt.
Mit einer Doppelfolge startete «Glee» am 9. Januar in seine finale Staffel. Ab 20 Uhr lief die Musical-Dramedy gegen ABCs «Last Man Standing» und CBS‘ «Undercover Boss», die beide um die 8,60 Millionen Zuschauer anlockten. Dagegen wirkte die Reichweite der FOX-Serie recht mickrig: 2,34 Millionen Zuschauer führten zu erschreckend schwachen zwei Prozent in der Zielgruppe. Sogar NBC hatte mit einer Wiederholung von «Grimm» mehr Erfolg. Nach diesem erneuten Dämpfer für FOX konnte sich «Glee» jedoch nicht aufrappeln und verlor weiter an Zuschauern. Ausgabe drei mit dem Titel „Jagged Little Tapestry“ unterhielt ab 21 Uhr noch 1,98 Millionen Personen, wodurch der «Glee»-Club weiterhin zu mauen zwei Prozent bei den 18- bis 49-Jährigen gelangte. Im 21 Uhr-Slot sah sich «Glee» den Erfolgssendungen «Hawaii Five-0» und «Shark Tank» ausgesetzt, die zusammen fast 20 Millionen Zuschauer banden. Dass das 20th Century Fox-Format mit dem musikalischen Fokus jedoch noch immer für Gesprächsstoff sorgt, zeigten die Social TV Rankings in der Woche des 5. bis 11. Januars. «Glee» lag dort auf dem sechsten Platz der meistdiskutierten TV-Formate in den sozialen Medien und ließ beispielsweise den FOX-Hit «Empire» und «The Big Bang Theory» hinter sich.
Die nächsten beiden Ausstrahlungen verbesserten sich danach wieder auf 1,81 und 1,86 Millionen, verharrten aber weiterhin bei zwei Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten. Trotz den leichten Steigerungen muss konstatiert werden, dass FOX bei solchen Werten in der vergangenen Staffel noch enttäuschter gewesen wäre als ohnehin schon. Zu diesem Zeitpunkt war für das Network klar, dass «Glee» sich im Vergleich zu Staffel fünf weiter verschlechtern würde. Erneut abwärts ging es am 27. Februar mit 1,69 Millionen Zuschauern. So viel sei bereits verraten: Noch bis zum Staffelende verzeichnete das ehemals beim jungen Publikum so beliebte «Glee» jeweils nur zwei Prozent bei den 18- bis 49-Jährigen. Dennoch folgte in Bezug auf die Reichweite ein Aufwärtstrend, der bis zum Serienfinale anhielt. Nach 1,81 Millionen Zusehern am 6.März überbot „We Built This Glee Club“ am 13. März zum zweiten Mal in der neusten Staffel wieder die Zwei-Millionen-Marke, als 2,02 Millionen Fernsehende in den USA sich für FOX entschieden. Der Staffel-Höchstwert stand am 20. März mit 2,60 Millionen Zuschauern fest, ehe sich «Glee» am 20. März ein für allemal mit 2,54 Millionen Interessierten aus dem Network-Fernsehen verabschiedete.

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