Nach einer Hängepartie und einer weiteren, einmaligen Verlängerung der Serie, verbesserte sich das Crime-Format in seiner finalen Staffel sogar noch einmal etwas.
Änderungen nahmen CBS und Warner Bros. trotzdem vor. Statt zuvor zwischen 22 und 24 Episoden pro Staffel zu senden, sollte die siebte Season nur 13 Episoden enthalten. Darüber hinaus verließ «The Mentalist» ab Episode sechs den Sonntag, wo CBS die Crime-Serie zuletzt um 21 Uhr zeigte und wanderte auf den Mittwoch in den 20 Uhr Slot. Diese Entscheidung kam auch einer kleinen Chance für «The Mentalist» gleich, die Zuschauerzahlen letztendlich doch noch zu verbessern. Erst ab Staffel fünf war «The Mentalist» nämlich am letzten Wochentag beheimatet, der wesentlich härter umkämpft ist, als der Donnerstag, an dem die Staffeln zwei bis vier liefen – etwa drei Millionen Zuschauer verlor das Format zwischen Staffel vier und fünf durch diesen Sendeplatzwechsel.
Während «The Mentalist» seit Staffel eins jeweils Ende September startete, ging die Abschlussstaffel aufgrund der reduzierten Episodenzahl erst Ende November an den Start. Zum Auftakt am 30. November wurden 10,89 Millionen Zuschauer gemessen – ein positiver Wert, denn nur einmal lag «The Mentalist» im Rahmen von Staffel sechs über dieser Reichweite. Das Bruno Heller-Format lief zunächst also deutlich besser als zuletzt. Im Vergleich zur großen NBC-Konkurrenz, bestehend aus der «Football Night in America», schlug sich «The Mentalist» außerordentlich wacker und war Teil einer herausragenden Woche seines Networks, in der CBS die fünf meistgesehenen Drama-Serien stellte (neben «The Mentalist» auch «NCIS», «NCIS: New Orleans», «Madam Secretary» und «Criminal Minds»). «The Mentalist», das auch in der Folgewoche in direkter Konkurrenz zu «Family Guy» auf FOX und ABCs «Resurrection» neben dem Football eher schwache Gegenprogramme vorgesetzt bekam, gab jedoch nach diesem anfänglichen Interesse wieder deutlich an Zuschauern ab: Nur noch 8,70 Millionen Zuschauer schalteten am 4. Dezember ein, der 11. Dezember unterbot diesen Wert mit 8,41 Millionen Interessierten sogar noch. Ein derart niedriger Wert wurde in der gesamten sechsten Staffel nicht gemessen.
Nachdem «The Mentalist» die Neun-Millionen-Zuschauer-Marke also wieder überboten hatte, verbuchte das Format einen weiteren Zuschauerzuwachs am 14. Januar 2015. 9,36 Millionen Interessierte lagen immerhin leicht über dem Durchschnittswert der Vorstaffel. Deutlicher wurde es am 21. Januar, als insgesamt 9,60 Millionen Interessierte fünf Prozent bei den 18- bis 49-Jährigen bewirkten. Interessant war im Januar außerdem, dass sich «The Mentalist» bei den DVR-Abrufen innerhalb von sieben Tagen nach der Ausstrahlung der neuesten Episode signifikant verbesserte. Zwischen dem 5. und 12. Januar gewann die Crime-Serie zum Beispiel 28 Prozent der Zuseher seiner Erst-Ausstrahlung vom Mittwoch hinzu – absolut also 2,58 Millionen Zuschauer mehr.
Sieben Staffeln sind eine große Zahl für TV-Formate in der heutigen Zeit. CBS, das nach der vergangenen Saison noch einmal ein Auge zudrückte, darf sich immerhin über eine leichte Reichweitensteigerung seines Formats freuen: 9,27 Millionen Crime-Fans schalteten durchschnittlich ein. Ohnehin hat «The Mentalist» seinem Network bereits reichlich schöne Momente beschert und sich am Ende gut aus der Affäre gezogen, ohne zum absoluten Flop für CBS zu werden. Die Werte zeigen, dass «The Mentalist» beim Gesamtpublikum noch immer zu den großen Kalibern zählt, die Marktanteile bei den wichtigen 18- bis 49-Jährigen jedoch zu niedrig für einen Fortbestand sind. Nachdem die Zuschauerzahlen am Sonntag im Vergleich zur Vorstaffel weiter abgerutscht waren, leistete ab Folge sechs auch die Verlegung auf den Mittwoch ihren Beitrag für bessere Werte.


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