RTL wird im Januar auf den besten Monatsmarktanteil seit rund 15 Jahren kommen – so viel dürfte spätestens seit dem vergangenen Wochenende feststehen. Ende November wartete man in Köln noch darauf, ob es gelingen wird die 20-Prozent-Marke in der Zielgruppe wieder zu überspringen. Letztlich blieb man bei 19,8 Prozent stecken – ein großartiges Ergebnis. Die magische Hürde wurde aber nicht durchbrochen. Im Dezember fiel der Marktführer dann sogar auf 18,2 Prozent – und die Situation schien sich wieder zu normalisieren. Niemand konnte ahnen, dass das Jahr 2011 mit etlichen Rekorden bei RTL beginnen sollte.
Vergangenen Dienstagmorgen – an dem Morgen, an dem unklar war, ob Sarah K. das Camp nun verlassen wird oder nicht, holte «Punkt 6» beispielsweise 32,1 Prozent in der Zielgruppe und lag somit rund zehn Prozentpunkte oberhalb des normalen Werts. Gleiches galt an diesem Tag auch für «Punkt 9», das mit 26,6 Prozent den Vormittag stark einläutete. Das allein hätte aber noch nicht gereicht, um die Quoten derart ansteigen zu lassen. Ein wichtiger Faktor ist der RTL-Nachmittag. Von Montag bis Freitag enteilt man hier der Konkurrenz.
Das färbte sich auch auf die 17.00 Uhr-Stunde ab, in der «Betrugsfälle» ebenfalls mehrmals auf mehr als 30 Prozent Marktanteil kam. Die lange Zeit schwächelnde Soap «Unter Uns» fing sich; während des Dschungel-Camps kam jede Erstausstrahlung bei RTL auf mehr als 20 Prozent Marktanteil. Die 19.40 Uhr-Soap «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» sorgte ebenfalls für neue Rekorde. Dort punktete die Entführungsgeschichte rund um Dominic: Die Auflösung derer wollten erstmals seit einigen Jahren wieder mehr als fünf Millionen Menschen sehen, in der Zielgruppe holte die Grundy Ufa-Produktion starke 27,3 Prozent. «Alles was zählt» kommt zuvor mittlerweile auf zwei Millionen werberelevante Zuschauer – so viel wie bisher in der viereinhalbjährigen Geschichte nie. • RTL
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