Der Freitagabend stand in dieser Woche zur Abwechslung einmal wieder ganz im Zeichen des Fußballs, denn das Zweite Deutsche Fernsehen übertrug das 33 Jahre nach dessen Karriereende ausgetragene Abschiedsspiel von Franz Beckenbauer zwischen Bayern München und Real Madrid. Damit gelang dem ZDF die höchste Reichweite aller acht deutshcen Vollprogramme, im Durchschnitt waren 4,85 Millionen Zuschauer mit von der Partie und führten somit zu sehr starken 18,5 Prozent Marktanteil. Auch beim jungen Publikum erwies sich der Klassiker als Quotengarant, wenngleich es mit 1,12 Millionen Zuschauern und 11,1 Prozent nicht ganz so gut lief wie bei vielen anderen Fußball-Übertragungen. Reichweitenstärkste Sendung des Tages war im Übrigen das in der Halbzeitpause ausgestrahlte «heute-journal», welches im Durchschnitt auf 5,08 Millionen Zuschauer kam und somit die Fußballbegegnung noch hinter sich lassen konnte. Dabei hatte die Primetime noch eher verhalten begonnen, denn bis 21:00 Uhr zeigten die Mainzer noch wie üblich am Freitagabend «SOKO Leipzig», was lediglich 3,64 Millionen Zuschauer tangierte. Vor allem bei den Jüngeren lief es nicht unbedingt berauschend, hier bedeuteten 0,53 Millionen gerade einmal einen Marktanteil von 6,0 Prozent, während beim Gesamtpublikum immerhin 14,1 Prozent dabei waren.
Bereits jetzt die Rückkehr von Günther Jauch ersehnen wird der Kölner Sender RTL, welcher auch in dieser Woche mit «Die 10 lustigsten Sommerskandale» nicht so wirklich viele Deutsche zum Lachen bringen konnten. Immerhin sahen noch 2,60 Millionen Menschen zu und brachten dem Sender einigermaßen annehmbare 9,9 Prozent bei allen sowie 14,9 Prozent bei den Werberelevaten ein. Den Abend komplett zerstören konnte im Anschluss erst «Cindy aus Marzahn und die jungen Wilden», denn damit geriet der Sender richtig unter die Räder: Gerade einmal 1,78 Millionen blieben weiter dran, in der jungen Zuschauerschaft folgten aus 1,03 Millionen furchtbare 9,9 Prozent Marktanteil. Eindeutig in die falsche Richtung entwickelten sich auch die Werte von «Mein Mann kann», das auf 2,27 Millionen zurückfiel und nur noch 8,5 Prozent aller Zuschauer begeisterte. Beim jungen Publikum positionierte sich die fünfte Folge der Gameshow auf dem vorletzten Platz, mit 1,19 Millionen sowie 12,2 Prozent blieb sie jedoch im grünen Bereich. Nach wie vor gar nicht gut schnitt auch diesmal «Genial daneben» im Anschluss ab, immerhin blieb man angesichts von 1,46 Millionen Zusehern und 9,2 Prozent in der Zielgruppe von weiteren Negativrekorden verschont.• Mein Mann kann • Die 10 • Krieg der Sterne
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