Seit November 2009 ist der Papa wieder da: Der fieseste Chef Deutschlands ging mit der vierten Staffel bei ProSieben auf Sendung. Zehn neue Folgen wurden produziert und lange genug mussten die Fans ja auch warten: Ende April 2007 endete die dritte Staffel der Comedy-Serie aus der Feder von Erfolgs-Autor Ralf Husmann. Bernd Stromberg, gespielt von Christoph Maria Herbst, wird dabei schon in der ersten Folge aufs Land nach Finsdorf versetzt. Zum Start der Staffel gab es zudem eine umfassende virale Kampagne von ProSieben sowie die DVD schon nach Ausstrahlung der ersten Folge. Den Quoten hat es bislang nicht geschadet, die lange Wartezeit hat bei den «Stromberg»-Fans für einen richtigen Hype gesorgt, der weiter anhält. Mit 16,8 Prozent Marktanteil in der wichtigen Zielgruppe durfte sich ProSieben für seinen langen Atem nach den ersten beiden Episoden beglückwünschen. Im Schnitt 2,10 Millionen Deutsche verfolgen zu Beginn den Aufstieg und Fall des Bernd Stromberg in der vierten Staffel.
Natürlich ging auch in diesem Jahr an den Parodie-Genies des «Switch Reloaded»-Teams kein Weg vorbei. Michael Kessler, Bernhard Hoecker, Martina Hill, Max Giermann, Susanne Paetzhold, Petra Nadoly, Peter Nottmeier und Michael Müller hatten mit sieben neuen Folgen der vierten Staffel wieder einmal die perfekte Persiflage auf das deutsche Fernsehen parat. Vor allem die Detailgenauigkeit ist verblüffend. Für die Sendung gab es diesmal keine Auszeichnung, dennoch wurden Max Giermann und Martina Hill als beste SchauspielerIn mit dem Comedypreis ausgezeichnet. Man darf schon auf den Jahresrückblick von «Switch Reloaded» gespannt sein. Auch wenn die Quoten nicht berauschend waren: Die neue fünfte Staffel ist bereits für das Frühjahr 2010 angekündigt und wird gerade gedreht.
Der Kölner Sender wartete mit einer neuen Gameshow auf, in der «Wer wird Millionär?»-Moderator Günther Jauch selbst als Kandidat auftrat. Comedian Oliver Pocher agierte als Moderator der Sendung. Das Konzept war zwar nicht ganz neu, aber interessant: Kandidaten fragten ihren Moderator Löcher in den Bauch, der die Quizfragen zu beantworten hatte. Die teils kniffligen Fragen hatten die Kandidaten vorbereitet. Das Ziel war es, dass Jauch die passenden Antworten nicht weiß. Für jede falsch beantwortete Frage erhielten die Kandidaten Geldgewinne. Dabei war es nicht das Frage-Antwort-Spiel das für das Gelingen der Show auf RTL beitrug, sondern die vielen Sticheleien und Scherze am Rande. Vor allem Oliver Pocher konnte sich wie gewohnt nicht zurück gehalten und mit seinen spontanen Witzen maßgelblichen Anteil am Erfolg. 6,69 Millionen Zuschauer wurden angelockt, 28,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe eingefahren. Das schrie förmlich nach einer Fortsetzung, die am 18. Dezember 2009 um 20.15 Uhr folgt.
Die Show-Kreation von Entertainer Stefan Raab ist weiterhin einzigartig und erfolgreich zugleich. Darüber hinaus sorgte die Sendung für geballte Samstagabend-Unterhaltung, zumal es auch zwei echte Highlights gab. Im Mai 2009 ging es für Kandidat Nino um drei Millionen Euro, die er am Ende auch einstrich. Dabei hatte Raab noch zuvor fünf Spiele in Folge gewonnen und dann doch verloren. Doch auch Raab konnte sich tags darauf freuen: Mit 34,9 Prozent Marktanteil der Werberelevanten wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Auch die Wiederholung war stark. Die Show im September, die Kandidat Hans-Martin gewann (es ging um 500.000 Euro), brachte Raab erstmals alle Sympathien seines Publikums, weil Hans-Martin ob seiner polarisierenden Art bei den Zuschauern in Ungnade gefallen war. Auch dies war ein Novum der erfolgreichen Samstagabend-Show, die zudem ins Ausland verkauft wird. So lief ein Ableger erstmals auch in Ungarn. Am 19. Dezember 2009 gibt eine weitere Ausgabe auf ProSieben.• Die Zehn
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