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«Deal or no Deal»

von  |  Quelle: Sat.1
Die fünfte Staffel der Koffershow mit Guido Cantz konnte weder am Vorabend noch mit den vier Promi-Specials wirklich überzeugen.

Ein überragender Erfolg ist «Deal or no Deal – Die Show der Glücksspirale» für Sat.1 nie gewesen. Das Konzept, das einst als «Der Millionendeal» mit Linda De Mol begann, konnte auch nach der Umbenennung bis auf wenige Ausnahmen nur unterdurchschnittliche Marktanteile erzeugen. Dieser Trend setzte sich in der aktuellen fünften Staffel fort, die seit 02. August 2008 zu sehen ist.

Dabei verlief die Premiere noch recht verheißungsvoll. Am Samstagabend um 19.15 Uhr erreichte die Show mit Guido Cantz solide 1,75 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 10,7 Prozent. Auch in der Zielgruppe wusste das Kofferspiel zu überzeugen. Die Rückkehr der Show interessierte 0,64 Millionen Zuschauer, die mit 11,4 Prozent für den zweitbesten Marktanteil der laufenden Staffel sorgten.



In den nächsten vier Wochen schmolz dieser Wert dann allerdings auf 6,4 Prozent immer weiter ab und auch die Gesamtreichweiten sanken von 1,75 auf 1,46 Millionen. Die fünfte reguläre Ausgabe vom 30. August musste mit 1,44 Millionen Zuschauern sogar das Staffeltief verkraften. Bei den jungen Zuschauern waren an diesem Samstag mit 420 000 ebenfalls so wenig Zuschauer dabei, wie zu keiner anderen Folge.

Nach diesem Tiefpunkt zogen die Werte der folgenden Episoden allerdings wieder langsam an. Woche für Woche steigerten sich die Reichweiten bis sie am 11. Oktober die höchsten Zuschauerzahlen erreichten. Bei der elften, regulären Ausgabe waren an diesem Abend überzeugende 2,31 Millionen Zuschauer dabei. Und auch in der Zielgruppe funktionierte die Sendung hervorragend. 0,82 Millionen Zuschauer ließen den Marktanteil von 10,4 Prozent erstmals seit der Premiere wieder zweistellig werden.



Dumm nur, dass anschließend wieder die Achterbahnfahrt mit einer steilen Abfahrt fortgesetzt wurde. Ab dem 18. Oktober erreichte die Show nur noch rund siebeneinhalb Prozent bei beiden Marktanteilen.

In der laufenden fünften Staffel von «Deal or no Deal» wurden zusätzlich ab Ende August an vier Freitagabenden Prominentenspecials ausgestrahlt, die allerdings ebenso nur bedingt überzeugen konnten. Wie schon bei den regulären Ausgaben verlief die Premiere am erfolgreichsten. Exakt 2 Millionen Zuschauer waren dabei, als Hella von Sinnen und Hugo Egon Balder die Koffer aussortierten. Der Marktanteil lag bei 7,9 Prozent. In der Zielgruppe wurde zum ersten und einzigen Mal seit August 2008 die magische Eine-Million-Grenze überwunden. Die 1,01 Millionen jungen Zuschauer reichten für 11,8 Prozent und damit den besten Marktanteil des fünften Durchlaufs.



Aber auch die Prominentenspecials verloren schnell ihren Reiz. In den folgenden drei Ausgaben sanken die Zahlen erheblich ab, sodass beim Finale am 19. September die niedrigsten Marktanteile der gesamten Staffel gemessen wurden. Die 1,51 Millionen Zuschauer konnten lediglich einen Marktanteil von 5,3 Prozent generieren. In der Zielgruppe kam das Format an diesem Abend nicht über 5,9 Prozent hinaus.

In der Gesamtabrechnung, welche die regulären Ausgaben und die Specials einschließt, kommt «Deal or no Deal» nach 17 Ausgaben auf einen Zuschauerschnitt von 1,79 Millionen und einen durchschnittlichen Marktanteil von 8,4 Prozent. In der Zielgruppe reichen die durchschnittlichen 0,66 Millionen jungen Zuschauer nur für einen mageren Schnitt von 8,6 Prozent. Aufgrund der schlechten Zahlen gab Sat.1 am Dienstag das Aus der Sendung bekannt.

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