«Editorial»: ProSieben und der große Erfolg bei Eigenproduktionen

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Die Münchener Fernsehstation ProSieben befindet sich derzeit im Quotenglück, wenn es um Eigenproduktionen geht. Beispielsweise legte das sonst so schwache «Extreme Activity» am Dienstagabend ordentlich zu, liegt aber noch deutlich unter Senderschnitt. Wesentlich erfreulicher sieht es mit Katharina Witts «Stars auf Eis» aus, welches eine Adaption von FOXs «Skating with Celebrity» ist. Jene Sendung, die im Herbst mittwochs um 20.15 Uhr ausgestrahlt wurde, erreichte überdurchschnittliche 12,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen sowie 8,2 Prozent bei allen Zuschauern.



Die neuen Folgen der «ProSieben Märchenstunde» erreichte am Montagabend zur besten Sendezeit 16,8 Prozent der für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauer (8,9% MA bei Zuschauer +3 Jahre) und «Schlag den Raab» dominiert den Samstagabend mit 27,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe sowie 14,4 Prozent bei allen. Ebenfalls gute Quoten erzielte die Castingsshow «Popstars 5» mit 22,8 Prozent in der Zielgruppe sowie aktuell die «Topmodels» mit 19,9 Prozent. Die in diesem Fernsehjahr ausgestrahlten Filme am Donnerstag erreichten dagegen nur einen Marktanteil von 10,7 Prozent, «Verrückt nach Clara» konnte nur 5,4 Prozent in der Primetime überzeugen. Erneut scheiterte deutsche Fiktion, obwohl die Serie beim Testpublikum und bei den Machern sehr gut ankam. In der Redaktion von Quotenmeter.de allerdings nicht.







Der Sonntagabend steht ganz im Zeichen der Filme, die zwei «Blockbuster» überzeugen jeweils 19,5 beziehungsweise 20,3 Prozent der Werberelevanten. Auch der «Blockbuster am Freitag» fährt mit 12,3 Prozent Marktanteil positive Werte ein, schwach dagegen sind der «Blockbuster am Samstag» ab 22.15 Uhr mit 11,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe sowie der «Blockbuster am Mittwoch» mit nur 10,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.



Mit Mystery und Comedy scheiterte ProSieben bislang im Programmjahr 2006/2007, denn die Vorzeigeserien «Invasion» und «Lost» konnten keine Zuschauer finden. Erreichte «Lost» um 21.15 beziehungsweise um 22.15 Uhr 10,8 Prozent der Zuschauer, konnte die mittlerweile ins Nachtprogramm abgeschobene Serie «Invasion» nur 8,3 Prozent der Werberelevanten zum Einschalten überzeugen.



Um 20.15 Uhr kann ProSieben am Dienstagabend keine Erfolge vorweisen, weder «Charmed» (mittlerweile am Samstagvorabend) noch «Extreme Activity» liegen oberhalb der Zehn-Prozent-Marke in der Zielgruppe. Positiver sieht es für die Nachfolgeprogramme aus. Die «Desperate Housewives» liegen mit 13,0 Prozent deutlich über Senderschnitt von 12,1 Prozent, «Grey’s Anatomy» unterhält 12,1 Prozent der für die Werbewirtschaft wichtigen Zuschauer.

Bei der roten Sieben gibt es derzeit noch viele unerfolgreiche Sendeplatze, ob es neue Serien wie «Weeds» oder «Cold Case» richten können, werden wir bald erfahren.

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