US-Fernsehen

Netflix macht Japan in «Quiztopia» zur tödlichen Gameshow

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In der neuen dystopischen Serie entscheidet eine Fernsehshow über Wünsche und Strafen. Takayuki Yamada führt als Moderator durch das makabre Spektakel.

Kommt ein neues «Squid Game»? Netflix hat den Starttermin für seine japanische Serie «Quiztopia» festgelegt. Die achtteilige Live-Action-Produktion wird am 17. Dezember weltweit beim Streamingdienst veröffentlicht. Die Vorlage stammt von Reiichi Sugimoto und Shinkichi Kato. Ihr Manga erschien erstmals 1993, kurz nach dem Platzen der japanischen Wirtschaftsblase. Im Mittelpunkt steht eine Gesellschaft, in der eine Fernsehsendung längst mehr ist als bloße Unterhaltung: In einem alternativen Japan hat die nationale Quizshow „Quiztopia“ praktisch die Regierungsgewalt übernommen.

Grundlage dafür ist das sogenannte National Quiz Law. Wer den Wettbewerb übersteht, kann sich von der Regierung nahezu jeden Wunsch erfüllen lassen. Dabei geht es keineswegs nur um Geld oder Ruhm. Auch der Tod eines Feindes, die Löschung eines Strafregisters oder sogar der Besitz eines nationalen Wahrzeichens können als Belohnung verlangt werden. Wer dagegen aus dem Quiz ausscheidet, muss mit brutaler Zwangsarbeit rechnen. Selbst diese Bestrafungen sind Teil des Unterhaltungsspektakels und werden von einem riesigen Publikum verfolgt.

Im Zentrum dieser Welt steht KK, gespielt von Takayuki Yamada. Er ist das Gesicht der Sendung und versteht es, die Bevölkerung immer weiter zu provozieren. Das System gerät jedoch ins Wanken, als er auf eine Gruppe trifft, die „Quiztopia“ zu Fall bringen möchte. Riko Ishida spielt Mari, ein geheimnisvolles Mädchen, das KK töten will. Kana Kurashina ist als deren Mutter Ayako zu sehen, während Koji Seto den Aktivisten Seiji Nanbara verkörpert, der ebenfalls am Sturz der Show arbeitet.

Masahiro Takashima übernimmt die Rolle von Commander Murakoshi, der eine Einheit anführt, die die im Quiz verhängten Strafen vollstreckt. Eiko Koike spielt „Quiztopia“-Produzentin Shoko Kamijo, Renji Ishibashi ist als japanischer Premierminister Takeshi Gokumazawa dabei. Außerdem gehören Rin Kataoka, Yuzu Aoki, Naoki Matsukawa, Yuki Imai, Shunsuke Daito, Akira Maehara, Hoshino Disco, First Summer Uika, Keiko Horiuchi und Toshinori Omi zum Ensemble.

Für die Inszenierung der dystopischen Gesellschaft betrieb die Produktion einigen Aufwand. Nach Angaben von Netflix kamen während der Dreharbeiten insgesamt rund 8.000 Statisten zum Einsatz. Sie sollen unter anderem jene Menschenmassen darstellen, die das Quiz zu Hause, in Bars oder auf riesigen öffentlichen Bildschirmen verfolgen.


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