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JP Kraemer kündigt Rückzug an

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Nach seinem Eingeständnis häuslicher Gewalt will Jean Pierre Kraemer JP Performance und seine weiteren Unternehmen schließen.

Jean Pierre Kraemer zieht nach den öffentlich gewordenen Gewaltvorwürfen Konsequenzen. In einem emotionalen YouTube-Video kündigte der 45-Jährige an, JP Performance nicht weiterzuführen und sämtliche Unternehmungen schließen zu wollen. „Ich denke, das wird das letzte Video sein, was ich aufnehmen werde“, erklärte Kraemer. Unter Tränen bat er seine Noch-Ehefrau Julia Meck sowie weitere Menschen, die er verletzt habe, um Verzeihung.

In der vergangenen Woche hatte der Tuningexperte eingeräumt, seine Frau mit der flachen Hand geschlagen zu haben. In seinem Abschiedsvideo entschuldigte er sich für die körperlichen und menschlichen Verletzungen. Zugleich deutete er an, dass noch weitere Vorwürfe bekannt werden könnten. Er wolle sich jedoch nicht als Opfer inszenieren und werde sich nun verstärkt um sich selbst kümmern.

Ganz ins Bodenlose dürfte Kraemer trotz des angekündigten Rückzugs nicht fallen. Nach Angaben aus dem Handelsregister gehören laut „Welt“ zu seinem Firmengeflecht mindestens 14 Unternehmen. Neben Kleidung, Felgen und Autopflegeprodukten vertreibt er zahlreiche weitere Artikel, betreibt ein Automuseum und ein Restaurant. Der Umsatz der JP Holding GmbH wurde für das Jahr 2024 von North Data auf rund 110 Millionen Euro geschätzt. Wie die laufenden Bestellungen, Immobilien und Beschäftigungsverhältnisse abgewickelt werden sollen, ließ Kraemer offen.

Bekannt wurde Kraemer ursprünglich durch «Die PS-Profis – Mehr Power aus dem Pott» bei Sport1. Später baute er mit „JP Performance“ einen der reichweitenstärksten deutschsprachigen YouTube-Kanäle rund um Autos und Tuning auf. Im Herbst 2020 holte Kabel Eins seine Inhalte mit der vierteiligen Reihe «JP Kraemer – Alles Auto» ins lineare Fernsehen. Die neu vertonten YouTube-Geschichten liefen damals sonntags um 16.10 Uhr. Nach Kraemers Gewaltgeständnis entfernte Joyn inzwischen auch alte Folgen der «PS-Profis» aus seinem Angebot, wie ein Sprecher auf Anfrage von RTL.de bestätigte.



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