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«ARD History» blickt auf den Boxerkrieg und seine Folgen

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Eine neue Dokumentation zeichnet zum 125. Jahrestag des Boxerprotokolls die Rolle des Deutschen Kaiserreichs im Konflikt mit China nach.

Das Erste widmet sich am Montag, 6. September, um 22.50 Uhr einer wenig bekannten Episode der Kolonialgeschichte. Die neue Ausgabe von «ARD History» trägt den Titel „Krieg in China 1900–1901 – Das Deutsche Kaiserreich und der Boxerkrieg“ und beleuchtet anlässlich des 125. Jahrestags des Boxerprotokolls die Ereignisse rund um den sogenannten Boxeraufstand und dessen Folgen. Produziert wurde «Krieg in China 1900–1901 – Das Deutsche Kaiserreich und der Boxerkrieg» von Medea Film Factory im Auftrag von WDR und rbb in Zusammenarbeit mit Arte.

Die Dokumentation von Minh An Szabó de Bucs und Grit Lederer rekonstruiert den Aufstand chinesischer Bauern gegen ausländische Kolonialmächte und christliche Missionare sowie die militärische Intervention eines Bündnisses aus acht Staaten. Neben Deutschland gehörten Frankreich, Großbritannien, die USA, Österreich-Ungarn, Russland, Italien und Japan zu den beteiligten Mächten. Historikerinnen und Historiker sowie bislang selten gezeigte Bildquellen zeichnen das Bild eines Krieges, der von massiver Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, Plünderungen und Massenhinrichtungen geprägt war.

Im Mittelpunkt steht dabei auch die Rolle des Deutschen Kaiserreichs. Die Dokumentation beleuchtet die berüchtigte „Hunnenrede“ Kaiser Wilhelms II. und zeigt, wie das Deutsche Reich den Konflikt für seine imperialen Ambitionen nutzte. Mit dem am 7. September 1901 unterzeichneten Boxerprotokoll wurde China zu hohen Reparationszahlungen und weitreichenden politischen Zugeständnissen gezwungen – ein Einschnitt, der als wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ende des chinesischen Kaiserreichs gilt und das Verhältnis zwischen China und dem Westen bis heute beeinflusst.

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