Der Club der Filmjournalisten Berlin e.V. hat entschieden: Regisseur und Autor Wolfgang Becker erhält den Ernst-Lubitsch-Preis 2026 für seine Tragikomödie «Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße». Damit schreibt die traditionsreiche Auszeichnung Geschichte, denn erstmals wird der Preis posthum vergeben. Becker, der Ende 2024 verstorben ist, erlebt damit die Würdigung seines letzten Films nicht mehr selbst.Die Mitglieder des Clubs wählten Becker in geheimer Abstimmung zum diesjährigen Preisträger. Ausgezeichnet wird mit «Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße» ein Film, der im Dezember 2025 in die Kinos kam und als kluge, feinsinnige Komödie über deutsch-deutsche Erinnerungskultur beschrieben wird. Im Mittelpunkt steht ein von Charly Hübner gespielter Berliner Videothekenbesitzer, der rund um den 30. Jahrestag des Mauerfalls versehentlich zum öffentlich gefeierten Fluchthelfer stilisiert wird.
In ihrer Begründung hebt die Jury besonders Beckers Fähigkeit hervor, Witz und Melancholie miteinander zu verbinden. Historische Stoffe und gegenwärtige Befindlichkeiten würden in seinem Werk auf unverwechselbare Weise zusammengeführt. Mehr als zwanzig Jahre nach «Good Bye, Lenin!» sei ihm erneut ein Kinoereignis gelungen, das deutsch-deutsche Geschichte mit Leichtigkeit, Ironie und gedanklicher Schärfe erzähle.
Für die Laudatio bei der im Sommer geplanten Preisverleihung wurden mit Dani Levy und Tom Tykwer zwei enge Weggefährten Beckers gewonnen. Beide zählen selbst zu den früheren Ernst-Lubitsch-Preisträgern und verbindet mit Becker auch die gemeinsame Arbeit bei X Filme Creative Pool. Dass nun ausgerechnet sie die Würdigung übernehmen, unterstreicht zusätzlich die besondere emotionale Bedeutung der diesjährigen Verleihung. Der Ernst-Lubitsch-Preis wird seit 1958 vergeben und erinnert an den berühmten Berliner Regisseur Ernst Lubitsch, der sowohl in Deutschland als auch in Hollywood große Erfolge feierte.






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