Disney+ setzt ab 23. Februar 2021 auf Star – und wertet sein Programm massiv auf. Doch mit rund 280 Filmen wird nur ein Teil des Archives online gestellt.
Am 23. Februar 2021 geht‘s los! Disney+ erweitert sein Programm um 275 Filme und 55 Serien. Damit ist die Streaming-Plattform, die am 24. März 2020 in Deutschland rechtszeitig zum ersten Lockdown an den Start ging, kein ausschließlicher Kinderkanal mehr. Dabei wird Disney eine Art Kindersicherung einbauen, denn innerhalb des Video-on-Demand-Dienstes ist unter dem Titel ‚Star‘ ein untergeordneter Kanal verfügbar, der ausschließlich einem Erwachsenenpublikum vorenthalten ist.
Touchstones Pictures wurde 1984 eigens gegründet, um eine Unterscheidung zum Label Disney herzustellen. Die Micky-Maus-Ohren standen weiterhin für Family Entertainment, während unter Touchstones Stoffe realisiert werden konnten, die sich eher an ein erwachsenes Publikum richteten. Anfangs wurde dabei auf Komödien gesetzt, die durchaus etwas Anzügliches haben durften. Vor allem Bette Midler sorgte mit ihrem vorlauten Mundwerk in «Zoff in Beverly Hills» und «Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone» in den Achtzigern für viele Lacher. Einen der größten Hits konnte Touchstones 1990 mit «Pretty Woman» einfahren. Julia Roberts als Prostituierte, in die sich Richard Gere verliebt, hätte gewiss nie unter dem Label Disney funktionieren können. So aber spielte die Lovestory weltweit fast eine halbe Milliarde Dollar ein.
Die größte Ausbeutung ergibt sich aber aus dem Backkatalog, der sich bei 20th Century Fox im Laufe seiner über 80-jährigen Geschichte gebildet hat. Klassiker wie «Zwei Banditen» mit Paul Newman und Robert Redford als die Westernhelden Butch Cassidy und Sundance Kid lassen sich da ebenso finden wie das Teufelswerk «Das Omen» mit Gregory Peck, der einsehen muss, dass sein Sohn eine Satansgeburt ist und die erste Verfilmung von «Planet der Affen» mit Charlton Heston als Astronaut, der zu einer schrecklichen Erkenntnis kommt. Natürlich befinden sich auch Tim Burtons Remake von 2001 sowie die zuletzt entstandene «Planet der Affen»-Trilogie im Angebot. Da man bei Fox schon immer einen guten Riecher für gute Science-Fiction-Stoffe hatte, darf man sich auch auf die beiden «Akte X»-Kinofilme freuen sowie auf «Die Fliege» mit Jeff Goldblum, der sich durch einen missglückten Selbstversuch in ein Insekt verwandelt, und Arnold Schwarzenegger, der in «Predator» auf Alien-Jagd geht. 

• Zoff in Beverly Hills • Pretty Woman • Con Air • Der Staatsfeind Nr. 1 • Die Farbe des Geldes • Quiz Show • Miami Rhapsody • Swing Kids • Zwei Banditen • Das Omen • Planet der Affen • Akte X • Die Fliege • Predator • Alien • Höllenfahrt der Poseidon • French Connection • Braveheart • I
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Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
26.02.2021 10:32 Uhr 9
26.02.2021 15:59 Uhr 10
Aber Wolfsgesicht hat Recht. Netflix ist so beliebt, weil sie die ersten waren.
In einer Zeit mit vielen Streamingdiensten sehe ich das auf längere Sicht aber nicht mehr, denn Qualität gilt bei Netflix schon länger nicht mehr, sondern nur noch Quantität. Wobei man hier Disney+ und ihr geplantes Lineup hier jetzt nicht loben sollte. Die machen es nicht besser. Haben aber Marken die ausgeschlachtet werden.
26.02.2021 16:05 Uhr 11
Ich denke schon, dass sich große Teile des Marktes nach und nach zu 4k bewegen. Nicht komplett, so wie die DVD und die BD auch noch Bestand hat, aber im Bereich Streaming werden schon viele Leute zunehmend Wert auf 4k legen.
Der Normalbürger kauft ja auch schon seit einigen Jahren fast nur noch 4k TV, was anderes gibt es ja gar nicht mehr.
Für mich ist es klar ein Mehrwert, aber letztendlich macht es die Mischung aus allem. Wenn die Inhalte nicht passen oder ich bereits alles kenne, dann hilft mir 4k auch nicht viel.
Netflix habe ich daher auch nur als HD, weil mir der Aufpreis es zur Zeit noch nicht wert ist. Wenn das Angebot und die Bitrate bei Netflix besser werden, dann wird sich das bei mir in Zukunft vielleicht ändern.