In dem Spielfilm von Mikael Håfström muss sich ein Soldat einem Roboter unterordnen.
Maschinenmenschen gibt es seit Anbeginn der Filmgeschichte. Wir müssen uns nur an die Maschinen-Maria aus Fritz Langs «Metropolis» von 1927 erinnern, die 50 Jahre später zum Vorbild für C3-PO in «Krieg der Sterne» wurde. Michael Crichtons «Westworld» (1973) über einen Vergnügungspark mit menschgleichen Robotern und «Die Frauen von Stepford» (1975) von Bryan Forbes gelten ebenfalls als Klassiker.
Unter dem Kommando von Captain Leo (Anthony Mackie) soll der in Ungnade geratene US-Drohnenpilot Harp (Damson Idris) im Jahre 2036 eine höchst gefährliche Atomwaffe in Osteuropa aufspüren. Das Ende der Menschheit droht, die Zeit drängt. Doch dieser Leo ist Harp nicht ganz geheuer, und schon bald soll er den Grund erfahren. Leo ist kein Mensch, sondern eine Maschine. Dennoch verfügt er über mehr Kampferfahrungen und wird für Harp eine Art Mentor.
Dass von Menschen geschaffene künstliche Intelligenzen abtrünnig werden und gar bereit sind, ihre Schöpfer aus logischer Konsequenz auszulöschen, ist spätestens seit Michael Fassbinder als Androide in «Alien: Covenant» (2017) nichts Neues. Überraschender in «Outside the Wire» ist eher die hierarchische Umdrehung. Nicht die Maschine ist dem Menschen untergeordnet, sondern ein menschlicher Soldat muss den Befehlen eines Roboters gehorchen, weil dieser in der Rangordnung sein Vorgesetzter ist. Leider macht Regisseur Mikael Håfström aus diesem Umstand nichts. Daraus hätte sich womöglich noch eine spannende Figurenkonstellation spinnen lassen, die Verweise auf unsere Gegenwart zugelassen hätten. Denn mal ehrlich, schon längst sind es die Computer, die in gewisser Weise uns beherrschen. Allein die Abhängigkeit vom Smartphone ist ein Indiz dafür. 

• Metropolis • Krieg der Sterne • Westworld • Die Frauen von Stepford • Blade Runner • Terminator • Robocop • A.I. – Künstliche Intelligenz • I. Robot • Escape Plan • Outside the Wire • Avengers • Alien: Covenant • Snowfall
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