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Neue Lenßen-Schiene: Beim Gesamtpublikum vertretbar, bei den Jüngeren katastrophal

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Der Sat.1-Anwalt meldete sich sowohl mit einer neuen Primetime-Reihe, als auch mit seinem Telefon-Talk zurück.

Sat.1 startete am Montagabend, den 2. November 2026 um 20.15 Uhr, ein neues Primetime-Format mit Ingo Lenßen. In «Lenßen: Anklage Mord» ermittelte der TV-Anwalt in fiktionalen Kriminalfällen, in denen die vermeintliche Beweislage zunächst eindeutig erschien. Zum Auftakt ging es um die Bäuerin Hanna Köhler, die in Untersuchungshaft saß. Sie sollte ihren Ehemann qualvoll getötet und anschließend in einer Güllegrube ertränkt haben. Konnte der Kultanwalt mit seinem neuen Format ein ausreichend großes Publikum gewinnen?

Ein großes nicht, aber zumindest insgesamt noch ein vertretbares: Insgesamt schalteten 1,12 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei annehmbaren 5,3 Prozent. Immerhin kam man damit über die Millionen und lag damit moderat über Senderschnitt - ein wirklicher Aufschlag war der Auftakt dennoch nicht. Noch viel weniger bei den 14- bis 49-Jährigen, von denen nur 0,09 Millionen und vollkommen katastrophale 2,5 Prozent gemessen wurden - es fällt derartigen Stoffen folglich schwer, zur Primetime überhaupt ein Mindestmaß an jüngerem Publikum an sich zu binden.

Direkt im Anschluss um 22.20 Uhr meldete sich Ingo Lenßen mit «Lenßen live – Der Kultanwalt am Telefon» zurück. Das Format war nach mehreren Jahren Pause erstmals wieder zu sehen, noch dazu erstmals im Hauptprogramm. Die Comeback-Ausgabe verringerte die Resonanz insgesamt auf nur noch 0,43 Millionen und dürftige 3,6 Prozent. Die 14- bis 49-Jährigen stiegen zumindest sogar ganz leicht an auf 0,10 Millionen zu dennoch mangelhaften 4,5 Prozent - hier wäre es mit anderem Vorprogramm vielleicht noch besser gelaufen.

Bereits am Vorabend um 18.00 Uhr ging es juristisch zu, denn dort zeigte Sat.1 eine neue Folge von «Richter Alexander Hold – Seine neuen Fälle». Die Folge erreichte insgesamt 0,66 Millionen Zuschauende und 4,2 Prozent Marktanteil. Damit bestätigte man die eben so durchwachsenen Zahlen vom Freitag - an die höheren Auftaktwerte des Revivals (920.000 Einschalter) kam man nicht heran. Richtig übel liefs derweil mit Bezug zu den 14- bis 49-Jährigen - sie ließen sich bloß zu 0,04 Millionen und 1,8 Prozent blicken - schon ein neuer Negativrekord für die noch junge Neuauflage, der Sat.1 in diesem Segment massive Kopfschmerzen bereiten dürfte.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/177149
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