Die neue Sitcom mit Jamie Lee Curties punktet mit einer erstaunlich gut eingespielten Besetzung, «Minimum Wage» bleibt trotz bekannter Vorbilder oberflächlich.
«Newlyweds» (seit 23. Oktober bei Netflix, kein Deutschlandstart bekannt)
Gerade erst kennengelernt. Gerade erst verheiratet. Einfach mal drauf los. Téa Leoni, Tim Daly und Jamie Lee Curtis spielen die Hauptrollen in einer neuen Liebesgeschichte für Menschen im reifen Alter über eine freigeistige Frau und einen steifen Professor, die nach einer stürmischen Romanze unerwartet den Bund der Ehe schließen. James hat nur Augen für Jeanie, muss jedoch schnell lernen, dass er, um sie zu lieben, auch ihre weitläufige, exzentrische Welt aus Freunden und Familie lieben lernen muss – und umgekehrt.
Variety: “Heutzutage kommt es selten vor, dass man bei Sitcoms tatsächlich laut lachen muss, weshalb «Newlyweds» bereits einen fulminanten Start hingelegt hat. Die Besetzung funktioniert wie eine gut geölte Maschine, und die Figuren wirken greifbar, als würde das Publikum direkt nebenan wohnen. “
«Minimum Wage» (seit 26. Oktober bei Netflix)
Basierend auf den viralen Social-Media-Shorts: Jugendliche halten eine Pizzeria am Laufen, während sie mit Mindestlohn und Schule ringen.
The Hollywood Reporter: “Ich weiß nicht, ob es sich um eine Serie handelt, die den Eindruck vermittelt, von Leuten mit umfangreicher Erfahrung in der Gastronomie gemacht worden zu sein, aber sie wirkt definitiv so, als stamme sie von Leuten, die viele Serien über die Gastronomie und allgemeine Niedriglohnjobs gesehen haben. Trotz dieser Anklänge an „Superstore“ hat sie nichts Bedeutendes über die Situation der Niedriglohnbeschäftigung im heutigen Amerika zu sagen.“
«Friends Sex and Games» (seit 16. Oktober bei Prime Video)
Vier Paare. Und ein sexy Spiel, das alles verändern kann. Im Mittelpunkt dieser Beziehungsdramedy stehen Anna und Paul, die schon ewig zusammen sind – ebenso wie ihre engsten Freunde Julie, Valentin, Bella und Leo. Ihr Leben läuft in geregelten Bahnen, bis Samu mit seiner Freundin Siena in die Heimat zurückkehrt und seiner alten Clique ein gewagtes Spiel vorschlägt: das „Schlüsselspiel“. Die Regeln sind einfach – die Männer werfen ihre Schlüssel in eine Schale, die Frauen ziehen einen heraus. Wer zieht, verbringt die Nacht mit dem Besitzer des Schlüssels. Keine Gefühle, keine Verpflichtungen. Was als prickelndes Abenteuer beginnt, entwickelt sich schnell zu einem emotionalen Pulverfass. Alte Sehnsüchte brechen auf, neue Wahrheiten kommen ans Licht: Nichts bleibt, wie es war.
Süddeutsche Zeitung: “Es geht um Missverständnisse, Geheimnisse und große Gefühle in «Friends Sex and Games», dabei schrammt das Drehbuch manchmal gefährlich nah an der Seifenoper vorbei. Die Dialoge sind oft zu hölzern, um „echt“ zu wirken. Schön zu sehen ist, wie offen hier verschiedene Beziehungsmodelle durchdacht werden. Ohne dass das eine besser als das andere dargestellt wird.“
«The New Stanford Prison Experiment» (seit 21. Oktober bei Netflix)
In dieser Neuauflage der berüchtigten Studie verbringen 30 Menschen zwei Wochen im Gefängnis. Wandelnde Machtverhältnisse zeigen, wozu sie fähig sind.
USA Today: “«Stanford» gibt vor, eine Art revolutionäres Experiment zu sein, das darauf abzielt, eine universelle Wahrheit über die Menschheit zu finden, aber es unterscheidet sich nicht von «The Traitors» in Gefängnisoveralls. Doch vielleicht ist das Revolutionäre an „Stanford“ das unverblümte Eingeständnis, dass Reality-TV zunehmend kein Medium für interessantes Storytelling mehr ist, sondern sich einfach zu einem Wettrüsten aus Schock, Ehrfurcht und Ekel entwickelt.“
«The One About Matthew Perry» (seit 27. Oktober bei Netflix)
Diese Dokuserie erzählt von den Hollywood-Erfolgen, den Suchtproblemen und dem tragischen Tod des beliebten „Friends“-Stars aus Sicht seines Umfelds.
Variety: “Aufgrund dieser erst spät im Leben erfolgten Enthüllungen, zu denen Perry sich entschloss, nachdem er das Potenzial seiner Öffentlichkeit erkannt hatte, anderen mit ähnlichen Problemen zu helfen, gibt es in «The One About Matthew Perry» keine sensationellen Enthüllungen und auch kaum neue Informationen. Ein einleitender Titeltext positioniert die Serie als „die Geschichte von Matthew Perrys Leben, erzählt von seiner Familie und seinen Freunden – und von Matthew selbst“.“
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