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ARD kündigt neue Doku-Reihen über Hannawald, Kinderdoping und spektakulären Kunstraub an

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⁠Das Doku-Angebot der ARD wächst im November kräftig. Neben Sven Hannawald stehen ein Stasi-Leak, Kinderdoping und ein millionenschwerer Kunstraub im Mittelpunkt.

Die ARD baut ihr Dokumentationsangebot im November mit gleich mehreren neuen Serien aus. Nach «Being Sebastian Vettel», das bereits ab 22. Oktober in der ARD Mediathek bereitsteht, folgt Ende November das nächste Sportlerporträt der «Being»-Reihe. Daneben beschäftigen sich MDR, RBB, HR, NDR, WDR und ARD Kultur mit einem rätselhaften Stasi-Datenleck, systematischem Doping von Minderjährigen und einem spektakulären Kunstraub aus den 1990er-Jahren.
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Ab 28. November steht zunächst «Being Sven Hannawald» in der ARD Mediathek bereit. Die drei jeweils 30-minütigen Folgen zeichnen den Aufstieg und Absturz des Skispringers nach. 2002 schrieb Hannawald Sportgeschichte, als er als erster Athlet alle vier Springen der Vierschanzentournee gewann. Der Erfolg machte ihn zum Idol und Skispringen zeitweise zum Massenphänomen. Gleichzeitig wuchs der öffentliche Druck. Wegen Depressionen zog sich Hannawald schließlich aus der Öffentlichkeit zurück und beendete 2004 seine Karriere. Die Autoren Sebastian Dehnhardt und Mario Kottkamp beschäftigen sich auch mit den folgenden Jahren der Orientierungslosigkeit und Hannawalds Weg zurück ins Leben. Im Ersten ist die Reihe am 1. und 3. Januar 2027 zu sehen.
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Bereits am 2. November veröffentlicht der MDR die dreiteilige Produktion «Der große Stasi-Leak: Helden oder Verräter?». Ausgangspunkt ist eine 1992 anonym veröffentlichte Liste mit den Klar- und Decknamen von 4.500 mutmaßlichen Inoffiziellen Mitarbeitern der Staatssicherheit in Halle. Mehr als drei Jahrzehnte blieb unbekannt, wer hinter der Veröffentlichung steckte. Für die Dokumentation treten die Urheber nun erstmals vor die Kamera und berichten von geschmuggelten Mikrofilmen und konspirativen Aktionen. Die von flow MEDIA produzierte Reihe fragt zugleich danach, wie weit Menschen für Wahrheit und ihre eigenen Überzeugungen gehen dürfen. Das MDR Fernsehen zeigt die drei Folgen am 10. November ab 20.15 Uhr.
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Ein wesentlich größeres internationales Thema nimmt sich Hajo Seppelt mit «Geheimsache Doping: Kinder» vor. Für die sechsteilige RBB-Produktion recherchierte die ARD-Dopingredaktion nach eigenen Angaben sechs Jahre lang zu Fällen in mehr als 50 Ländern. Im Mittelpunkt stehen Minderjährige, die durch Hormonpräparate, Spritzen, Blutdoping und andere Methoden zu sportlichen Höchstleistungen gebracht wurden. Nach den in der Ankündigung genannten Schätzungen könnten weltweit mindestens zehn Millionen Minderjährige von Kinderdoping betroffen sein.
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Die jeweils 25-minütigen Folgen beschäftigen sich unter anderem mit mutmaßlich systemischen Strukturen, einem Dopingfall mit Todesfolge und den langfristigen körperlichen sowie psychischen Folgen für Betroffene. Auch Eltern, die ihre Kinder durch Doping verloren haben, kommen zu Wort. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Jugendlichen, die sich mithilfe von Informationen aus dem Internet und sozialen Netzwerken selbst dopen. «Geheimsache Doping: Kinder» steht ab 13. November in der ARD Mediathek. Das Erste zeigt die Reihe am 16. November ab 23.30 Uhr.
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True Crime mit Kunstgeschichte verbindet dagegen «Operation Cobalt». Die dreiteilige Serie von HR, NDR, WDR und ARD Kultur rekonstruiert den spektakulären Kunstraub aus der Frankfurter Schirn im Jahr 1994. Damals verschwanden drei Meisterwerke von William Turner und Caspar David Friedrich im damaligen Wert von 70 Millionen Mark. Obwohl die Täter schnell gefasst wurden, blieben die Gemälde verschwunden. Im Mittelpunkt steht die anschließende, mehr als zehn Jahre dauernde Suche. Die Tate in London startete dafür eine geheime Mission unter dem Namen „Operation Cobalt“. Ehemalige Scotland-Yard-Agenten und ein Anwalt mit Kontakten in die Unterwelt sollten die verschwundenen Bilder zurückholen. Die Serie fragt dabei auch, welche Geschäfte vertretbar sind, wenn auf diesem Weg bedeutende Kunstwerke gerettet werden können. Archivmaterial, Graphic-Novel-Elemente und Zeitzeugeninterviews sollen die Geschichte rekonstruieren. Erzählt wird die Produktion von «Mord auf Ex»-Podcasterin Leonie Bartsch.
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«Operation Cobalt» erscheint am 20. November um 17.00 Uhr in der ARD Mediathek und bleibt dort fünf Jahre verfügbar. Das hr Fernsehen zeigt die Folgen am 25. November sowie am 2. und 9. Dezember. Beim NDR läuft die komplette Reihe am 7. Dezember ab 22.45 Uhr.

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