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Caren Miosga macht Pflege zur persönlichen Angelegenheit

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Für «Und wer fragt nach mir?» begleitet Caren Miosga pflegende Angehörige an ihren Belastungsgrenzen – und spricht erstmals auch über die Pflegebedürftigkeit ihrer eigenen Mutter.

Das Erste setzt seine Reihe «Wie reformfähig ist Deutschland?» am Montag, 26. Oktober, um 20.15 Uhr mit einem besonders persönlichen Film fort. In «Und wer fragt nach mir? – Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung» beschäftigt sich Caren Miosga mit den Millionen Menschen, die Familienmitglieder zu Hause versorgen. Bereits ab Freitag, 23. Oktober, ist die Reportage in der ARD Mediathek verfügbar.

Für Miosga ist das Thema nicht nur eine journalistische Aufgabe. Ihre eigene Mutter wurde pflegebedürftiger, während ihr Vater bei der Betreuung zunehmend an seine Grenzen geriet. Gemeinsam mit ihren Geschwistern musste sich die Moderatorin deshalb mit Fragen beschäftigen, die viele Familien oftmals erst dann stellen, wenn schnelle Entscheidungen notwendig werden: Wie lange kann die Pflege zu Hause funktionieren? Welche Unterstützung wird benötigt? Und was ist für die Eltern tatsächlich das Beste? "Deshalb ist dieses Thema für mich nicht irgendeines, sondern ein ganz persönliches", erklärt Miosga.

Die Reportage richtet ihren Blick vor allem auf diejenigen, die im Pflegesystem häufig im Hintergrund bleiben. Laut den Angaben der Produktion werden bis zu zehn Millionen Menschen in Deutschland von Angehörigen zu Hause gepflegt, 85 Prozent der Pflege findet demnach in den eigenen vier Wänden statt. Pflegende Familienmitglieder leisten teilweise bis zu 49 Stunden Arbeit pro Woche. Ohne diese Arbeit, so die zentrale These des Films, könnte das deutsche Pflegesystem weder organisatorisch noch finanziell funktionieren.

Miosga trifft unter anderem Jürgen Mehl, der seit Jahren seine Frau pflegt. Seine größte Sorge ist der Moment, an dem seine eigene Kraft dafür nicht mehr ausreichen könnte. Auch Angelina Kusterer hat ihr Leben weitgehend der Pflege ihrer beiden Eltern untergeordnet. Beruf, Freizeit und eigene Pläne mussten zurückstehen. Sie berichtet in der Dokumentation offen davon, wie die dauerhafte Überforderung sie selbst bis an eine existenzielle Grenze gebracht habe.

Doch «Und wer fragt nach mir?» will Pflege nicht ausschließlich als Geschichte von Erschöpfung erzählen. Zu sehen sind ebenso die Zuneigung, Verbundenheit und Opferbereitschaft innerhalb der Familien. Gerade dieser Gegensatz macht deutlich, warum viele Angehörige weitermachen, obwohl die Belastung längst ihre eigenen Kräfte übersteigt.

Kurz-URL: qmde.de/175527
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