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«Genuss mit Beigeschmack» nimmt sich Dosenfisch vor

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Victoria Reichelt reist für die neue Ausgabe nach Portugal, Kenia und auf die Azoren. Zuletzt erreichte die «planet e.»-Reihe sehr unterschiedliche Quoten.

Das ZDF setzt seine Dokumentationsreihe «Genuss mit Beigeschmack» fort. Am Sonntag, 4. Oktober 2026, läuft um 15.30 Uhr «Dosenfisch – Genuss mit Beigeschmack». Der Film von Christoph Warneck beschäftigt sich mit dem veränderten Image von Fischkonserven und den ökologischen sowie sozialen Konsequenzen der steigenden Nachfrage. Reporterin Victoria Reichelt reist dafür unter anderem nach Portugal und Kenia sowie auf die Azoren. Im Streamingangebot ist die Dokumentation bereits ab Freitag, 2. Oktober, verfügbar.

Dosenfisch hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Imagewechsel vollzogen. Einst vor allem als lange haltbarer und günstiger Vorrat bekannt, werden aufwendig gestaltete Sardinendosen inzwischen in sozialen Netzwerken präsentiert. Gleichzeitig erfreut sich insbesondere Thunfisch aufgrund seines hohen Proteingehalts im Fitnessbereich großer Beliebtheit. Die Dokumentation fragt, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf Fischbestände und Menschen hat, die von der Fischerei leben.

Vor der portugiesischen Küste begleitet Reichelt einen Sardinenfischer und beschäftigt sich damit, wie effizientere Fangmethoden die Arbeit auf See verändern. In Kenia trifft sie Yunus Aboud Sahe. Rund eine Million Menschen sind dort nach Angaben der Produktion wirtschaftlich vom Fisch abhängig. Der Fischer berichtet von der Konkurrenz durch industrielle Thunfisch-Trawler: "Ihre Fangmethode ist viel besser als unsere. Sie folgen den Fischschwärmen, während unsere Netze nur im Wasser treiben. Wir fangen heute viel weniger Fisch als noch vor 20 Jahren."

Auch illegale und nicht dokumentierte Fischerei wird thematisiert. Meeresbiologe Callum Roberts von der Universität Exeter verweist auf Möglichkeiten, Fangquoten und Kontrollen zu umgehen. "Es wird unter dem Radar der Aufsichtsbehörden gefischt, korrupte Beamte landen Fänge an, die über die Quoten hinausgehen und dann in den Statistiken als ordnungsgemäß gefangen ausgewiesen werden. Und dieser Fisch gelangt dann auch in die Märkte, beispielsweise in Europa", erklärt Roberts. Die Welternährungsorganisation FAO betrachtet illegale, ungemeldete und unregulierte Fischerei als eine große Bedrohung sowohl für maritime Ökosysteme als auch für die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Darüber hinaus will «Dosenfisch – Genuss mit Beigeschmack» klären, wie Verbraucher nachhaltiger gefangenen Fisch erkennen können und was vom gesundheitlich guten Ruf der Konserven tatsächlich zu halten ist. Reichelt spricht dafür mit Wissenschaftlern, Fischern und Medizinern. Auf den Azoren besucht sie außerdem einen Betrieb, der nach eigenen Angaben besonderen Wert auf eine nachhaltige Produktion von Dosenfisch legt.

Die Reihe «Genuss mit Beigeschmack» hat sich bereits mit zahlreichen Lebensmitteln beschäftigt. Im Frühjahr 2024 erreichten die Ausgaben über Reis und Kokosnüsse 0,93 beziehungsweise 1,01 Millionen Zuschauer und Marktanteile von 9,0 und 9,3 Prozent. «Tomaten» steigerte sich im Juni desselben Jahres auf 1,16 Millionen Menschen und starke 11,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen damals 7,5 Prozent zu Buche.

Deutlich wechselhafter verlief das Jahr 2025. «Zuckeralternativen» brachte es im Mai auf 1,33 Millionen Zuschauer und 10,9 Prozent, während «Quinoa» im Juli auf lediglich 0,80 Millionen und 7,8 Prozent abrutschte. Bei den Jüngeren waren sogar nur 0,05 Millionen Menschen und 2,6 Prozent dabei. Die Ausgaben über Bananen und Pistazien kamen anschließend auf 0,90 beziehungsweise 1,05 Millionen Zuschauer.

2026 zeigte sich ein ähnlich uneinheitliches Bild. Eine Wiederholung von «Zuckeralternativen» erreichte im Januar 1,14 Millionen Zuschauer und 8,9 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden gute 7,2 Prozent gemessen. «Orangen» musste sich Anfang April mit 0,82 Millionen Menschen und 9,5 Prozent begnügen. Besonders erfolgreich war dagegen «Erdbeeren» am 14. Juni: 1,17 Millionen Zuschauer sorgten für 11,3 Prozent Marktanteil. Bei den Jüngeren standen 0,15 Millionen und starke 8,0 Prozent auf der Uhr.

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