Was sind tabakfreie Nikotinbeutel und wann kommen sie zum Einsatz?
Tabakfreie Nikotinbeutel sind kleine, weiße Vliesbeutelchen, die zwischen die Ober- oder Unterlippe gelegt werden. In ihnen ist eine Mischung aus pflanzlichen Fasern, wie mikrokristalliner Cellulose, Aromen, Salzen und synthetisch hergestelltem oder aus Tabak extrahiertem Nikotin. Kommen die Beutel mit der feuchten Mundschleimhaut in Kontakt, löst sich der Wirkstoff nach und nach und gelangt direkt in den Blutkreislauf und damit binnen Sekunden ins Gehirn. Hier regt es die Ausschüttung von Botenstoffen wie Dopamin und Adrenalin an. Man ist aufmerksamer, leicht euphorisch und spürbar entspannter. Nach einer halben Stunde bis Stunde ist die Substanz abgebaut und die Wirkung verflogen.
Tabakfreie Nikotinbeutel sind besonders beliebt, wenn das Rauchen von Zigaretten nicht möglich oder unerwünscht ist. Dies kann bei langen Flügen oder Zugfahrten der Fall sein, bei Meetings im Büro, Restaurantbesuchen oder im eigenen Haus.
Nutzer schätzen die Beutel als diskrete Möglichkeit, um Nikotin aufzunehmen, ohne dass Rauch oder Gerüche entstehen. Auch wenn man das eigene Konsumverhalten ändern und weg von alten Gewohnheiten möchte, können die Beutel hilfreich sein.
Die Vorteile gegenüber der klassischen Zigarette
Der wohl größte Vorteil gegenüber dem Rauchen von klassischen Zigaretten liegt im Verzicht auf den Verbrennungsprozess. Denn beim Rauchen entstehen tausende chemische Verbindungen, wie Teer, Schwermetalle und Kohlenmonoxid. Jene schädigen die Lunge und das Herz-Kreislauf-System massiv und können krebserregend sein.
Darüber hinaus ist der Rauch auch im Alltag unangenehm und kann das Umfeld belasten. Besonders, wenn man in einem Haushalt mit Nichtrauchern und Kindern lebt, kann Rauchen zum Problem werden. Hier bieten Velo Snus und Co. diverse Vorzüge. Denn sie belästigen niemanden mit Gerüchen, die sich in Kleidung, Haaren und Räumen festsetzen. Durch sie verfärben sich auch die Zähne nicht gelblich oder braun. Und die Beutel ermöglichen die größtmögliche Diskretion und beeinträchtigen das Umfeld nicht durch Passivrauch.
Die Nachteile und gesundheitlichen Risiken
Obwohl die Schadstoffmenge im Vergleich zur Zigarette geringer ist, sollte man sich bewusst sein, dass Nikotinbeutel keine harmlosen Genussmittel sind und weiterhin ein Suchtpotenzial haben. Das Nikotin wirkt auf das zentrale Nervensystem ein, steigert Herzfrequenz sowie Blutdruck und kann eine ausgeprägte körperliche und psychische Abhängigkeit erzeugen oder aufrechterhalten.
Durch die orale Anwendung kann die Mundschleimhaut gereizt werden. Schlimmstenfalls sind Zahnfleischreizungen, Brennen oder Schleimhautveränderungen die Folge. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Überdosierung. Gerade durch die erhältlichen hohen Nikotinkonzentrationen und ungeübte Konsumenten können Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen oder Herzklopfen auftreten.
Außerdem fehlt manchen Rauchern das Ritual. Besonders, wenn man es gewöhnt ist, seine Zigarette zu drehen und gesellig mit Freunden zu rauchen, kann man die Nikotinbeutel als unbefriedigend empfinden.





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