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«Ein Duke kommt selten allein»-Star Ben Jones ist tot

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Der Schauspieler und frühere US-Kongressabgeordnete Ben Jones ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem als Mechaniker Cooter Davenport in der Kultserie «Ein Duke kommt selten allein».

Der US-amerikanische Schauspieler Ben Jones ist tot. Der Darsteller, der einem Millionenpublikum durch seine Rolle als Cooter Davenport in «Ein Duke kommt selten allein» («The Dukes of Hazzard») bekannt wurde, starb am 9. August 2026 im Alter von 84 Jahren. Nach den vorliegenden Angaben erlitt Jones in seinem Haus in Washington im US-Bundesstaat Virginia einen Herzinfarkt.

Benjamin Lewis Jones wurde am 30. August 1941 in North Carolina geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Bereits während seines Studiums begann er Anfang der 1960er-Jahre mit der Schauspielerei. Gleichzeitig engagierte er sich in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Nach seinem Umzug nach Atlanta arbeitete Jones an verschiedenen Theatern und erhielt kleinere Film- und Fernsehrollen. Unter anderem war er in «Smokey and the Bandit» sowie «The Bingo Long Traveling All-Stars & Motor Kings» zu sehen.

Seinen großen Durchbruch feierte Jones 1979 mit «The Dukes of Hazzard». Als Cooter Davenport betrieb er die Werkstatt in Hazzard County und unterstützte regelmäßig die Cousins Bo und Luke Duke. Jones gehörte während der gesamten Laufzeit bis 1985 zum Ensemble und wirkte in 141 Episoden mit. Die CBS-Serie entwickelte sich in den Vereinigten Staaten zu einem enormen Publikumserfolg. Später kehrte Jones für die Fernsehfilme «The Dukes of Hazzard: Reunion!» und «The Dukes of Hazzard: Hazzard in Hollywood» noch einmal als Cooter zurück.

Ungewöhnlich verlief seine Karriere nach dem Ende der Serie: Jones wechselte von der Schauspielerei in die Politik. Als Demokrat kandidierte er 1986 erstmals für das US-Repräsentantenhaus und unterlag zunächst. Zwei Jahre später gewann er den Wahlkreis und gehörte dem Kongress von Januar 1989 bis Januar 1993 an. Dort arbeitete er unter anderem in den Ausschüssen für Veteranenangelegenheiten sowie für öffentliche Arbeiten und Verkehr. Spätere Versuche, erneut in den Kongress einzuziehen, blieben erfolglos.

Nach seiner politischen Karriere wandte sich Jones wieder verstärkt der Schauspielerei zu. 1998 spielte er in Mike Nichols' Politdrama «Primary Colors» mit John Travolta und Emma Thompson. Daneben hatte er Auftritte in Produktionen wie «Sliders», «As the World Turns» und «Joe Gould's Secret». Gemeinsam mit seiner Frau Alma Viator machte Jones seine Verbindung zu «The Dukes of Hazzard» zudem zum Geschäft: Unter dem Namen «Cooter's Place» entstanden mehrere Geschäfte und Museen rund um die Fernsehserie. Mit seiner Cooter's Garage Band trat er außerdem als Musiker auf.

Jones blieb bis ins hohe Alter eng mit der Fangemeinde der Serie verbunden. Gleichzeitig sorgte er mit seiner vehementen Verteidigung der auf dem berühmten General Lee abgebildeten Konföderiertenflagge für Kontroversen. 2015 kritisierte er die Entscheidung, entsprechende Fanartikel nicht mehr herzustellen, und widersprach der Einordnung des Symbols als Ausdruck der Sklavereigeschichte. Zuvor hatte Jones immer wieder auf sein eigenes Engagement in der Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre verwiesen. 2007 veröffentlichte er unter dem Titel „Redneck Boy in the Promised Land“ seine Memoiren. Darin schrieb Jones auch über seine frühere Alkoholabhängigkeit und seinen späteren Ausstieg aus der Sucht. Neben Schauspielerei und Politik betätigte er sich als Autor und Musiker.

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