Interview

Lara Mandoki: 'Es hat sich ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen angefühlt'

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In «Steckerlfischfiasko» mischt Lara Mandoki als geheimnisvolle Julika den Eberhofer-Hof auf. Im Interview spricht sie über ihre Rückkehr in den Eberhofer-Kosmos, den ungarischen Akzent ihrer Figur und das Erfolgsgeheimnis der langlebigen Kinoreihe.

Frau Mandoki, Sie spielen mit Julika die neue Haushaltshilfe auf dem Eberhofer-Hof. Was hat Sie an dieser Figur in «Steckerlfischfiasko» sofort gereizt?
Sie hat sehr viele Geheimnisse. (lacht) Die Figuren in den Eberhoferkrimis sind ja alle leicht überzeichnet, man kann auch mal mit Klischees arbeiten. Das ist immer eine sehr besondere und schöne Arbeit. Julikas ungarischen Akzent zu erarbeiten, hat mir besonders großen Spaß gemacht.

Julika bringt nicht nur Ordnung in den Hof, sondern verdreht auch Papa und Leopold Eberhofer gehörig den Kopf. Wie würden Sie ihre Rolle innerhalb des Familienchaos beschreiben?
Sie ist die Verführerin, die auf einer Mission ist – mehr kann ich leider noch nicht verraten, aber ihre Geheimnisse entblättern sich im Laufe des Films.

Für die Rolle haben Sie einen ungarischen Akzent entwickelt. Wie aufwendig war diese sprachliche Vorbereitung und worauf haben Sie dabei besonders geachtet?
Das war tatsächlich gar nicht so aufwändig, da Ungarisch meine Muttersprache ist und ich den Akzent im Ohr habe. Aber natürlich lernt man Texte mit Akzent nochmal anders als Texte ohne eine solche Besonderheit.

Sie waren mit einer Gastrolle bereits in «Leberkäsjunkie» Teil des Eberhofer-Kosmos. Wie hat es sich angefühlt, diesmal eine deutlich größere Rolle in der Reihe zu übernehmen?
Das war eine große Freude. Ich habe mich wirklich gefreut, noch einmal in den Eberhofer-Kosmos eintauchen und so ein großer Teil werden zu dürfen.

Die Eberhofer-Filme leben von ihren liebenswert-skurrilen Figuren. Wie leicht war es für Sie, sich in dieses eingespielte Ensemble einzufügen?
Die Kollegen und Kolleginnen sind nicht nur schauspielerisch beeindruckend, sondern auch ganz tolle Partner:innen, die einen sofort in die Familie aufnehmen. Und ich kannte einige Kolleg:innen vom Ensemble auch von anderen Projekten, so dass es mir nicht schwer fiel. Zudem ist die Eberhofer Familie wirklich ganz besonders herzlich und empfängt einen immer mit offenen Armen, insofern hat es sich auch ein bisschen angefühlt wie ein nach Hause kommen.

Mit Eisi Gulp und Gerhard Wittmann liefern Sie sich einige besonders komische Szenen. Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit den beiden erlebt?
Sehr lustig. Gerade Gerhard ist wirklich sehr genau und präzise, was bei einer so vielschichtigen und sehr gut geschriebenen Komödie ein Geschenk ist, aber das gilt eigentlich für alle. Die Zusammenarbeit war wirklich ein Genuss.

«Steckerlfischfiasko» ist bereits der zehnte Kinofilm der Reihe. Spürt man am Set den besonderen Stellenwert, den diese Filme inzwischen beim Publikum genießen?
Man spürt am Set sehr deutlich, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft alle Beteiligten bei der Sache sind. Genau diese Begeisterung macht die Reihe seit Jahren aus und trägt jeden einzelnen Film. Die Geschichten werden mit großer Freude erzählt, und auch die Zusammenarbeit im Team macht sichtbar Spaß. Das liegt natürlich am großartigen Ensemble, aber ebenso an Regisseur Ed Herzog, der mit seiner Ruhe und Klarheit eine besondere Atmosphäre schafft und stets für eine gute Stimmung am Set sorgt. Und nicht zuletzt an Produzentin Kerstin Schmidtbauer, die die Freiräume und die Unterstützung ermöglicht, die es braucht, um einen Film mit so viel Liebe zum Detail entstehen zu lassen.

Der Humor der Eberhofer-Filme entsteht oft aus kleinen Alltagsmomenten und nicht aus großen Gags. Ist genau das aus Ihrer Sicht das Erfolgsgeheimnis der Reihe?
Ja, definitiv. Die Stärke der Eberhofer-Filme liegt darin, dass sie ihre Komik aus den Figuren und ihren Beziehungen zueinander entwickeln. Das funktioniert nur, weil die Bücher so gut geschrieben sind und die Rollen hervorragend besetzt und inszeniert werden. Über die Jahre sind die Figuren dem Publikum richtig ans Herz gewachsen. Dazu kommt die spürbare Leidenschaft aller Beteiligten. Diese Mischung aus Authentizität, Humor und Herz macht die Reihe so besonders.

Neben der Komödie erzählt der Film auch wieder einen Kriminalfall und greift Themen wie Familienkonflikte und Dorfpolitik auf. Macht gerade diese Mischung den besonderen Reiz der Filme aus?
Ja, mit Sicherheit. Die Kriminalfälle sorgen für Spannung, während die familiären Verwicklungen, das Dorfleben und die liebenswerten Eigenheiten der Figuren den besonderen Charme der Reihe ausmachen. Gerade diese Verbindung aus Krimi, Humor und sehr menschlichen Geschichten macht die Eberhofer-Filme so beliebt, denke ich.

Die Reihe gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinomarken und erzielt später im Ersten regelmäßig Spitzenquoten. Warum, glauben Sie, begeistert Franz Eberhofer seit so vielen Jahren ein Millionenpublikum?
Ich glaube, ich habe bereits sehr viele Gründe genannt. 😀

Danke für Ihre Zeit!

«Steckerlfischfiasko» ist ab 13. August im Kino zu sehen.

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